Lücke im Gesetz

13. Januar 2012 06:37; Akt: 16.01.2012 09:48 Print

Sexualtäter-Datei für Jugendämter gesperrt

Mehr als 28.000 Mal wurde die Sexulalstraftäterdatei in den letzten beiden Jahren aufgerufen - die Hälfte der Abfragen kam von Schulen. Abgefragt wird vor allem, wenn sich jemand als Lehrer, Kindergärtner oder Horterzieher bewirbt. Doch genau Jugendämter haben keinen Zugriff auf das Register.

 (Bild: Fotolia.com)

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Damit sich dies ändert, wären laut ORF Gesetzesänderungen in den Bunseländern nötig. Momentan bekommen die Jugendämter zwar Strafregister-Auszüge und Leumundszeugnisse - Berufsverbote oder Verurteilungen zu weniger als drei Monaten Haft scheinen aber nicht auf.

Ziel des Sexualstraftäter-Datei ist es, Wiederholungstaten zu verhindern und feststellen zu können, ob jemand für einen Beruf - etwa als Erzieher - geeignet ist. Informationen zu Verurteilten, beispielsweise Berufsverbote oder Auflagen, können lebenslang gespeichert werden.

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