"Prinzessin muss Krone richten"

13. Januar 2018 13:28; Akt: 14.01.2018 14:20 Print

So rechnet Strache in FP-Neujahrsrede mit Kern ab

Am Samstag traf sich die FPÖ zum Neujahrstreffen in Niederösterreich. Wie zu erwarten ließ Parteichef Strache kein gutes Wort an der Opposition.

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"Diese Regierung hat in drei Wochen schon mehr weitergebracht als die Sozialisten in zwölf Jahren. Das ist unsere Arbeitseinstellung für Österreich", so Heinz-Christian Strache bei seiner umjubelten Ansprache im Eventcenter Pyramide in Vösendorf, wo zugleich der Wahlkampfauftakt der Freiheitlichen Partei in Niederösterreich gefeiert wurde.

Ein paar Auszüge aus der – an Lob für die eigenen Reihen und Kritik für andere Parteien nicht sparenden – Rede des Vizekanzlers, lesen Sie im Folgenden.

Viel Kritik an "Jammer-Sozialisten"

Unglaublich sei laut Strache, welch Grusel-Romane in den letzten Wochen von Medien und anderen Parteien über die Regierung verbreitet wurden. Die SPÖ (bzw. die "Jammer-Sozialisten", wie Strache sie im Zuge der Ansprache mehrmals bezeichnete) bekamen wie zu erwarten ordentlich ihr Fett weg.

Allen voran SP-Chef Christian Kern kam naturgemäß nicht gut weg, so sagte Strache beleidigend: "Die Prinzessin muss sich noch die Krone richten, die ein bisschen verrutscht ist. Aber auch daran wird er sich noch gewöhnen, der Herr Kern." Generell würden von der sozialistischen Partei bewusst Ängste verbreitet, "das ist schäbig. Wie da Verdrehungen, bewusste Unwahrheiten verbreitet wurden, da hat man den Eindruck die SPÖ hat den Herrn Silberstein noch immer im Vertrag." Kern müsste die neue Regierung, wenn es nach dem Freiheitlichen Chef ginge, tagtäglich loben, denn nach jahrelangen Blockaden würden nun endlich SP-Agenden auch durchgesetzt.

"Kreisky würde Blau wählen"

"Hören Sie endlich auf mit Ihrer Wehleidigkeit, arbeiten Sie für das Land, bringen Sie sich ein. Ich lade die SPÖ ein, uns gute Vorschläge auf den Tisch zu legen. (...) Aber Herr Kern, ich muss Sie warnen, bei jedem guten Vorschlag müssen Sie auch damit rechnen, dass wir diesen umsetzen werden, im Gegensatz zu Ihnen", stichelt Strache weiter und erklärt, dass Bruno Kreisky "heute Strache und die FPÖ wählen" würde. "Das ist die Realität."

Abgesehen von der beinahe nicht Enden wollenden Kritik an der führenden Oppositionspartei, nahm sich der Boss der Blauen genug Zeit, um die eigenen Reihen zu loben. Die einzelnen FP-Minister, darunter etwa Verteidigungsminister "Super Mario (Kunasek)" und Innenminister, der "einzigartige Herbert Kickl", wurden beglückwünscht.

Weiters sprach der Vizekanzler über den Erfolg, den die Regierung dank FP-Beteiligung schon jetzt nach wenigen Wochen erreicht habe, allen voran die Entlastungen, die Türkis-Blau geschaffen habe und noch schaffen werde. "Wir entlasten die arbeitenden Menschen. Wir sparen im System." Mit dem Familienbonus, der Pensionsreform und der Arbeitszeitflexibilisierung sei schon viel unternommen worden.

Schiff Österreich wieder auf Kurs bringen

Bescheiden wie eh und je erklärt Strache im Weiteren, dass nicht alles auf einmal möglich sei, "aber auch Rom wurde nicht am ersten Tag erbaut. Wir werden Schritt für Schritt in den kommenden fünf Jahren für die österreichische Bevölkerung arbeiten."

"Wir können und wollen gar nicht alles anders machen in Österreich. Aber unser Anspruch ist es, vieles besser zu machen. Um das Schiff Österreich endlich wieder auf Kurs zu bringen", so der motivierte Kanzler. Dazu seien einige Schritte nötig, allen voran die illegale Zuwanderung nach Österreich zu stoppen "und wenn es nötig ist, die Grenzen schützen."

Abgelehnte Asylwerber sollten künftig konsequent zurückgeführt werden, denn "Migrationspolitik muss das Ziel haben, legale Migration klar zu regeln und illegale Migration wirksam stoppen." Erneut sprach sich der blaue Vizekanzler für staatliche anstatt privater Versorgungszentren aus, "damit nicht so wie heute private Organisationen und NGOs ein Geschäft mit dem Asylgeschäft betreiben – auf Kosten der österreichischen Steuerzahler."

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(red)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Patriot5611 am 13.01.2018 13:51 Report Diesen Beitrag melden

    Es bleibt dabei!

    Die FPÖ-Wähler haben alles richtig gemacht und heute hat sich herausgestellt, dass die "Gruselgeschichten" die über die Regierungsarbeit der FPÖ verbreitet wurden und werden, Marke Silberstein sind. Die FPÖ-Wähler wissen genau, dass viel "Vergangenheits-Mist" wegzukehren ist und dass das "ohne Staub" nicht gehen kann. Sie wissen aber auch, dass die FPÖ ihre Wähler niemals im Regen stehen lassen wird. So schaut's aus!

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  • Bertl Kral am 13.01.2018 14:15 Report Diesen Beitrag melden

    Abgelehnte Asylwerber sollten künftig konsequent z

    Richtig ! Aber genau deshalb wird diese Regierung ja auch derart (nicht nur von der Pinzessin & NGOs) angefeindet, da deren Gegner sich der Herrschar an künftighen Wählern, denen man automatisch die Staatsbürgerschaft nach nun sogar nur 6 Jahren Aufenthalt nachwirft laben möchte, um nicht in der verdienten Versenkung (auch dafür) verschwinden zu müssen ! Ich vertraue in Hoffnung auf diese Regierung, die unser Land wieder auf einen stabilen, sicheren Kurs bringen soll, bevor wir an den schon zu nahen Klippen zerschellen und untergehen .

  • Walter Brenner am 13.01.2018 14:32 Report Diesen Beitrag melden

    "legale Migration"

    Warum wird nicht auch die "legale Migration" wirksam gestoppt??? Sind nach Ansicht der FPÖ immer noch nicht zuviele Migranten im Land??? Die "legale Migration" dauert nun schon Jahrzehnte und ist zig-mal zahlreicher als die illegale.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Poidinger am 14.01.2018 13:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    RM

    Langsam geniere ich mich, Österreicher zu sein. Reinhold Mitterlehner war ein ganz anderes Kaliber als Vizekanzler. Die Blauen sind einfach nicht ernst zu nehmen. Und diejenigen, die jetzt am lautesten applaudieren, werden vermutlich die Zeche zahlen müssen für diese Politik.

  • Badass1220 am 14.01.2018 13:13 Report Diesen Beitrag melden

    er hat recht!!

    "Diese Regierung hat in drei Wochen schon mehr weitergebracht als die Sozialisten in zwölf Jahren" ..danke!..erster satz reicht mir schon!..und..ja!! er hat recht!!

    • masterfire am 16.01.2018 09:05 Report Diesen Beitrag melden

      @Badass1220

      Ja das stimmt sogar. In den 3 Wochen hat er durchgesetzt das wir jetzt 12h arbeiten müssen/dürfen. Mit 50+ muss man Angst haben das man, wenn man arbeitslose wird, sein ganzes Hab und Gut an den Staat abtreten darf. Zum anderen hilft man diesen Menschen jetzt auch nicht indem man die Aktion 20000 beendet hat. Es kommt ein Familienbonus der nur für reichere Eltern ist wären ärmere nichts bekommen. Also als Fazit: Für die Reichen und Unternehmer lohnt sich die neue Regierung, während die Armen durch die Finger schauen.

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  • Linke am 14.01.2018 13:11 Report Diesen Beitrag melden

    Medien

    Das versteht man heutzutage als "neutrale Berichterstattung"!

  • Ich am 14.01.2018 11:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    STRACHE....

    Herr Strache,Ausser immer und auf jeden loszubellen ist Ihre einzige Stärke...sonst nichts garnichts!Was tun Sie für das Volk?Für die Armen der Ärmstn in diesem Land?NICHTS NICHTS NICHTS!

  • Gegen Rechts am 13.01.2018 23:02 Report Diesen Beitrag melden

    Schlimme Entwicklung

    Ich schäme mich so sehr für dieses Land,beim nächsten Urlaub muss ich meine Österreichische Herkunft dann verstecken.

    • Geronimo am 14.01.2018 11:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Gegen Rechts

      Dann musst du dir wohl auch die Krone richten. Bisher habe ich meine österreichische Herkunft leugnen müssen.

    • Werner am 14.01.2018 12:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Gegen Rechts

      Sie müssen ja nicht unbedingt in der Türkei Urlaub machen

    • Franz Absberg am 14.01.2018 12:52 Report Diesen Beitrag melden

      Dem Linken "Gegen Rechts"

      Bei Urlaub in Venezuela oder Nordkorea sicher, in der Türkei vielleicht, aber in Demokratien sind sie sicher willkommen!

    • Mister X am 14.01.2018 13:03 Report Diesen Beitrag melden

      Besser Informieren

      @Werne Noch nicht bemerkt was Westliche Zeitungen so schreiben? Das ist die Türkei noch da kleinere übel.

    • Gegen Links am 14.01.2018 13:30 Report Diesen Beitrag melden

      @Gegen Rechts

      Wird gut sein! Mit Leuten wie Dir möchte ich nicht in einen Topf geworfen werden!

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