100.000 Euro-Affäre

06. Oktober 2017 14:12; Akt: 06.10.2017 14:35 Print

Strache: "Geniere mich für diese SPÖ und ÖVP"

Ein Kurz-Sprecher soll einem Berater ein unmoralisches Angebot gemacht haben, die Koalition klagt sich gegenseitig. FP-Chef Strache sieht ein "Bild des Jammers".

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Heinz Christian Strache spricht von einem "peinlichen Sittenbild", das ÖVP und SPÖ liefern.

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"Heute" erreichte Heinz Christian Strache in Stuhlfelden bei Mittersill, wo der FPÖ-Chef gerade eine Wahlkampfveranstaltung hielt.

Heute: Was sagen Sie zu den gegenseitigen Klagen zwischen ÖVP und SPÖ?

Heinz Christian Strache: Die beiden Parteien geben wahrlich ein Bild des Jammers ab. Die Silberstein-Affäre ist ein rot-schwarzes Sittenbild, das ist an Peinlichkeit nicht mehr zu überbieten. Das sollen Regierungsparteien sein? SPÖ und ÖVP sind meilenweit von ihrem Anspruch entfernt, Verantwortung für Österreich zu tragen. Über diesen Sittenverfall, den wir da erleben, kann man sich nur mehr wundern – dafür tragen die Herren Kern und Kurz die Verantwortung.

Heute: Ist diese Affäre für Sie nicht eher angenehm? Sie können erste Reihe fußfrei beobachten, wie sich ÖVP und SPÖ in den Haaren liegen.

Strache: Wie soll das angenehm sein? Wenn man erlebt, wie Schmutzkübelkampagnen und Schmiergeldzahlungen hier im Raum stehen? Wenn man in den zwölf Jahren meiner Obmannschaft hetzende Anti-Strache-Seiten erlebt, die wahrscheinlich auch aus diesem Umfeld kommen, ähnlich im Präsidentschaftswahlkampf gegen Norbert Hofer.

Jetzt decken die Medien auf, dass solche Seiten aus einer Dirty Campaigning-Abteilung der SPÖ kommen. Es gab Seiten, die voll mit unglaublichen antisemitischen und rassistischen Postings sind – und diese Seiten wollte man der FPÖ unterschieben. Das ist einfach nur mehr zum Genieren, das ist ein schäbiger Tiefpunkt der politischen Kultur.

Heute: Werden sie durch dieses Verhalten von SPÖ und ÖVP Stimmen dazugewinnen?

Strache: Ich glaube, dass das Verhalten von SPÖ und ÖVP in den letzten elf Jahren dramatisch falsch war und die Österreicher in allen Bereichen negative Entwicklungen erleben mussten. Aber eines ist jetzt klar: Wer nach dem 15. Oktober keine rot-schwarze Fortsetzung haben will, der kann das nur mit einer starken Stimme für die FPÖ sicherstellen.

Heute: Hat die FPÖ in irgend einer Weise jemals mit dem PR-Experten Peter Puller zusammengearbeitet?

Strache: Mit wem?

Heute: Peter Puller, er betreute die Anti-Kurz-Seiten auf Facebook.

Strache: Nein, niemals. Er hatte nie etwas mit uns zu tun. Puller war offenbar als ehemaliger ÖVP-Mitarbeiter mit Dirty Campaigning in der Steiermark tätig. Später war er dann bei den Neos und der SPÖ – das zeigt die Verstrickungen. Die FPÖ hat mit solchen Personen nichts zu schaffen.

(GP)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Nil am 06.10.2017 14:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    X XX

    Meine Stimme hat er . X FPÖ bin mir sicher das viele jetzt so wie ich denke.

  • genug am 06.10.2017 14:56 Report Diesen Beitrag melden

    chance

    eine chance sollte er nach all den jahren, in denen rot-schwarz-grün gegen ihn gehetzt haben, bekommen. was für ein doppelmoral von SPVP ! andere als rechtsextrem und hetzer bezeichnen , aber selbst hetze betreibe;, dass einem übel werden kann !

  • Maria am 06.10.2017 14:47 Report Diesen Beitrag melden

    Parteien

    Wenn sich zwei streiten, freut sich der dritte.

Die neusten Leser-Kommentare

  • IMHO am 09.10.2017 13:07 Report Diesen Beitrag melden

    und wer profitiert

    von der in höchsten maße uninteressanten 'schlammschlacht' die sich die beiden unregierungsparteien liefern ? doch nur die fp und auch ein bisschen die minis. dass uns dieses kasperltheater längst auf den wecker fällt, haben diese untypen noch immer nicht behirnt. 41 (!!!) tv 'duelle' mit ausschliesslich heisser luft und vorwahlversprechungen, das ist nimma packbar. ihr wissts schon dass das alles von uns bezahlt wird, oder ? aber ob wir das wollen danach fragt keiner dieser bonzen.

  • Censorship am 09.10.2017 11:40 Report Diesen Beitrag melden

    Glashaus - Steine?

    "Strache: "Geniere mich für diese SPÖ und ÖVP"" Aber für die Deutschnationalisten in den Reihen einer österreichische Partei, geniert er sich nicht? Habe nichts gegen Strache, aber gegen die Deutschnationalisten a ala Gudenus...

  • Lupo am 09.10.2017 06:39 Report Diesen Beitrag melden

    Wenn er sich für

    die FPÖ genieren würde, bei deren 365 Einzelfällen, hätte er fürs ganze Jahr mehr als genug zu tun.

  • Zillerthaler Burkinijäger am 07.10.2017 17:16 Report Diesen Beitrag melden

    X FPÖ

    Den angenehmsten Wahlkampf, und auch einen sauberen, fahren die Freiheitlichen. Gut, ich bin selbst ein Blauner, aber ich würde es auch sagen wenn es nicht so wäre. Bravo HC und Kickl, die Videos sind wirklich gut gemacht und auch HC wirkt ruhiger.

  • Karl am 07.10.2017 13:56 Report Diesen Beitrag melden

    Ich frage mich

    Wenn FPÖ und SPÖ eine Koalition schließen und die FPÖ mehr Stimmen hat, muss dann der Kanzler von der FPÖ gestellt werden (also Strache)? Weil der Bello hat ja angekündigt, dass er seine Macht missbrauchen wird und gegen die Entscheidung des Volkes niemals einen Blauen Kanzler angeloben würde ... Ist dann FPÖ/SPÖ überhaupt möglich?!

    • Zillerthaler Burkinijäger am 07.10.2017 17:17 Report Diesen Beitrag melden

      Vielleicht

      Wenn der HC ein Kopftüchl trägt, aus Solidarität wenn man so will.

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