"Risikopersonen"

29. November 2017 10:39; Akt: 29.11.2017 11:02 Print

Extremismus-Dossier über 36 FPÖ-Politiker erstellt

SOS Mitmensch veröffentlicht ein Extremismus-Dossier über 36 Personen, die zur Führungsriege der FPÖ gehören. Es ergeht an die ÖVP und den Präsidenten.

Führende FPÖ-Politiker nimmt ein Dossier unter Extremismus-Verdacht. (Bild: picturedesk.com/APA)

Führende FPÖ-Politiker nimmt ein Dossier unter Extremismus-Verdacht. (Bild: picturedesk.com/APA)

Zum Thema
Fehler gesehen?

"Penibel listet das Dossier Verstrickungen in Rechtsextremismus bis hin zur Nähe zu neonazistischen und verfassungsfeindlichen Gruppierungen auf. Wer im Sumpf des Rechtsextremismus steckt, ist eine Risikoperson und darf nicht mit Ministermacht ausgestattet werden", so SOS Mitmensch. Das Extremismus-Dossier wird an ÖVP-Obmann Sebastian Kurz und an Bundespräsident Alexander Van der Bellen verschickt.

Umfrage
Sind Sie mit dem Wahlergebnis zufrieden?
53 %
36 %
9 %
2 %
Insgesamt 16401 Teilnehmer

>>> Hier können Sie das Extremismus-Dossier nachlesen! <<<

"Die FPÖ-Führung ist, von Obmann Strache abwärts, mit Personen durchsetzt, die nicht vertrauenswürdig sind. Das zeigen die von uns erhobenen Fakten deutlich. Die Macht über sensible Daten, heikle Materien und Menschenschicksale darf nicht in die Hände von Leuten geraten, die sich extremistischen Kreisen mehr verpflichtet fühlen als der österreichischen Bevölkerung und unserer Demokratie", so Sprecher Alexander Pollak.

36 FPÖ-Politiker

Das Dossier umfasst neben FPÖ-Obmann Heinz-Christian Strache auch die Vizeparteiobleute Norbert Hofer, Manfred Haimbuchner, Johann Gudenus und Harald Stefan, die Parteisekretäre Herbert Kickl und Harald Vilimsky sowie eine Reihe weiterer FPÖ-Führungskräfte aus dem Nationalrat, dem EU-Parlament und den Bundesländern.

Aufgelistet werden "die Verbreitung von Antisemitismus, Rassismus und anderen Formen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit, die Huldigung von Nazihelden, die Verwendung von Nazisymbolen, die Mitgliedschaft in teilweise berüchtigten deutschnationalen, schlagenden Burschen- und Mädelschaften, die Förderung und Finanzierung rechtsextremer Publikationen und das Naheverhältnis zu rechtsextremen und teilweise sogar neonazistischen und verfassungsfeindlichen Gruppierungen".

"Risikopersonen"
 
"Die österreichische Bevölkerung hat unser Parlament gewählt. Ein Viertel der Wählerinnen und Wähler hat einer Partei die Stimme gegeben, die als griffige Oppositionspartei auftritt, deren Führungskräfte aber großteils tief in Extremismus bis hin zu Neonazinähe verstrickt sind", so Pollak. Diese von SOS Mitmensch als "Risikopersonen" bezeichneten Politiker sollen "ihre Rolle im Parlament wahrnehmen, aber sie sollen nicht in die machtvollsten politischen Ämter unserer Republik gehoben werden".

Pollak fordert "eine Notbremsung und Schubumkehr von der ÖVP bei den Regierungsverhandlungen". Die heimischen Bürger bräuchten eine verantwortungsvolle Regierungsbildung in Österreich.

Wer war der wichtigste Politiker 2017? Stimmen Sie hier ab!

Bleiben Sie informiert mit dem Newsletter von heute.at


Das könnte Sie auch interessieren:

(red)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Franz am 29.11.2017 11:19 Report Diesen Beitrag melden

    Demokratische Entscheidung

    Herr Pollak nehmen Sie die demokratische Entscheidung der österreichischen Bevölkerung zur Kenntnis. Ca. 70 % der Wähler wollen keine Islamisierung von unserem schönen Österreich.

    einklappen einklappen
  • Bertl am 29.11.2017 11:32 Report Diesen Beitrag melden

    Eigentlich traurig...

    ... bedenkt man, welche Gruppierungen und Gesinnungen mit "tatsächlichen" Gefährdungen, seien es Gewaltdelikte bei Demos, Hetze gegen Parteien usw genau mit dem auffällt, was uns Herr Pollak als gefährdend versucht zu verkaufen. Herr Pollak, legen sie die Scheuklappen ab, leben sie im Jetzt. Dann mögen auch Sie unter Umständen erkennen, dass die "Ewiggestrigen" nur noch eine extreme Randerscheinung darstellen und der Rest der FPÖVP-Wähler realitätsbedingt gewählt hat.

  • Melana am 29.11.2017 11:28 Report Diesen Beitrag melden

    Extrem = überspannt

    Diese ständige "Gefahrenwarnung" ist einfach nur noch Gehirnwäsche pur, als ob für SOS-Mitmensch nicht andere Projekte wichtiger wären die eine solche "Aktivität/Einsatz" erfordern würde. Haltet ihr tatsächlich die Menschen in Österreich schon für so verblödet, dass sie nicht selbst abwägen was eine Gefahr für Österreich darstellen könnte? Wo war SOS-Mitmensch als die silbrige Affäre am Laufen war - kein Dossier, kein Aufschrei, usw. Lasst endlich Ruhe einkehren!

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Hannah am 30.11.2017 10:29 Report Diesen Beitrag melden

    NGOs strenger prüfen, Spenden offenlegen

    Mein Beitrag zum Thema NGOs: ist schon Jahre her also für mich absolut nichts neues. Die betagte Tante einer sehr sehr guten Bekannten wurde zu Boden gestoßen und ihre Handtasche geraubt. Folge: gebrochene Arme. Vertreter einer Organisation, die ich hier nicht nenne, kamen vorbei, aber sie kamen nicht um der alten Dame zu helfen! Nein, sie sollte überredet werden, die Anzeige zurückzunehmen, damit der arme junge Mann nicht abgeschoben wird. Dem Täter sollte geholfen werden! DAS IST KEIN SCHLECHTER SCHERZ! So ein Vorgehen möchte ich nicht mit einer Spende auch noch unterstützen

  • Manfred Platschka am 30.11.2017 10:06 Report Diesen Beitrag melden

    Verfassungsänderung

    Laut Hrn. Pollak muss die österreichische Bundesverfassung geändert werden. Paragraph 1 müsste dann lauten: Egal wie das Wahlergebnis aussieht, Hr. Pollak bestimmt wer regieren darf!

    • Josef Vouivre am 04.12.2017 08:05 Report Diesen Beitrag melden

      Was hat denn der Strache bisher gemacht?

      Ist Kritik an gewählten Parteien nicht erlaubt? Was hat denn der Strache dann die ganze Zeit gemacht, bis er in die Regierung gewählt wurde? Soll ich Ihnen wirklich aufzählen, wie oft er die Regierung kritisiert hat? Wir haben in Kürze einen Vizekanzler, der ein gerichtlich bestätigtes Naheverhältnis zum Nationalsozialismus aufweist. Das darf und muss thematisiert werden.

    einklappen einklappen
  • Max Mustermann am 30.11.2017 06:38 Report Diesen Beitrag melden

    Linksextremistische Verstrickungen

    Wie wäre es, wenn man auch ein Dossier über Linksextremisten verfasst? Leute, die wegen eines Burschenschafterballs Radikale aus halb Europa ankarren und dann in der Innenstadt vandalieren. Die gehören ebenfalls an den Pranger.

  • Manolo am 29.11.2017 17:47 Report Diesen Beitrag melden

    So nicht

    Bekommen Keine Spende mehr von mir Und meiner ganzen Familie. SOS Mitmensch hat sich in politische Angelegenheiten nicht einzumischen

  • Österreichischer Patriot am 29.11.2017 16:02 Report Diesen Beitrag melden

    NGOs sind ein Segen für Österreich

    Sehr gut SOS ,Rechter Extremismus muss an allen Fronten bekämpft werden.