FPÖ-Chef zu Juden-Sager

31. Januar 2012 22:22; Akt: 24.02.2014 13:42 Print

Strache will "Vergleich nicht so gemacht" haben

Im Rahmen der ZiB2 äußerte sich Heinz-Christian Strache am Dienstagabend erstmals zu den heftigen Vorwürfen rund um seine kolportierten Aussagen im Rahmen des Ball des Wiener Korporationsrings am vergangenen Freitag. Der FPÖ-Chef verteidigte im Gespräch mit Armin Wolf seinen vermeintlichen Juden-Sager, den Vergleich mit der Reichskristallnacht und nahm Stellung zur Orden-Causa.

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des 41-Jährigen zu lesen. Er habe "tiefstes Mitgefühl zu allen Opfern des NS-Regimes".

"Weinende Frauen in Todesangst"

Laut einem Artikel des Standard soll Strache auf dem WKR-Ball im kleinen Kreis "Wir sind die neuen Juden" und "Das ist wie in der Reichskristallnacht" gesagt haben. "Diesen Vergleich habe ich so nicht gemacht", entgegnete der FPÖ-Chef im Interview mit Armin Wolf. Er habe lediglich in einem Vier-Augen-Gespräch gesagt, dass er jetzt begreife, "wie solche totalitären Massenpsychosen wie damals in der Reichskristallnacht zustande kommen". Zuvor sollen im Rahmen des Balls "weinende Frauen in Todesangst", "Frauen denen man ins Gesicht gespuckt und geschlagen hat", hilfesuchend an den FPÖ-Obmann herangetreten sein.

Juden-Zitat von Haider?

Der Satz soll ebenfalls aus dem Zusammenhang gerissen worden sein und stamme nicht von ihm, sondern von Jörg Haider, so Strache. Er habe beim WKR-Ball lediglich über dieses Zitat gesprochen.

Die Redaktion des Standard hielt dagegen in einer schriftlichen Stellungnahme fest, dass gegenüber ihrem Journalisten Tobias Müller an diesem Abend in der Hofburg im persönlichen Gespräch mit Strache nie der Name Haider gefallen sei, auch sei zu keiner Zeit von einem Haider-Zitat die Rede gewesen. Dies könne eine Zeugin bestätigten, die von Anfang an an diesem Gespräch teilgenommen habe.

Bundespräsident hat "nicht einmal angerufen"

Bezüglich der Entscheidung des Bundespräsidenten Heinz Fischer sagte Strache nur, dass er von der Art und Weise der Vorgangsweise enttäuscht sei. Der Bundespräsident habe ihn "nicht einmal angerufen", um seine Sicht der Dinge darstellen zu können, bevor er die Verweigerung des bekanntgegeben habe.

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