Nach Klage

12. Februar 2018 13:55; Akt: 12.02.2018 14:10 Print

Strache zieht Sager zu Islam-Speerspitze zurück

FPÖ-Obmann Heinz-Christian Strache, die FPÖ und der Parlamentsklub müssen ihre Aussagen über die Muslimische Jugend Österreich zurückziehen.

FPÖ-Vizekanzler Heinz-Christian Strache musste seine Aussagen zurückziehen. (Bild: Helmut Graf)

FPÖ-Vizekanzler Heinz-Christian Strache musste seine Aussagen zurückziehen. (Bild: Helmut Graf)

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Anfang Juni 2017 hatte Strache in einer Pressekonferenz und bei einem TV-Auftritt zu einem Rundumschlag gegen Muslime ausgeholt. "Der Islam ist nicht Teil von Österreich. Wir müssen den Austausch der Bevölkerung stoppen" und "In den letzten Jahren war fast jeder Terrorist ein Moslem" polterte der Neo-Vizekanzler damals im TV. Und legte in der Konferenz sowie auf der FPÖ-Webseite nach, dass es "zahlreiche Hinweise" gäbe, die Muslimische Jugend Österreich (MJÖ) sei "Speerspitze islamistischer Ideologien" und "Teil eines verschachtelten Netzwerkes (...), über welches sich der politische Islam organisiere".

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Die MJÖ klagte gegen diese Behauptungen und bekam nun, acht Monate später, Recht. Strache, die FPÖ und der Freiheitliche Parlamentsklub konnten laut MJÖ vor dem Handelsgericht Wien nicht beweisen, dass die Behauptungen wahr seien. "Diese von immer denselben Einzelpersonen gezielt in Umlauf gebrachten Aussagen über eine vermeintliche Nähe zum politischen Islam und zur Muslimbruderschaft entbehren jeglicher Grundlage", so der MJÖ.

Die MJÖ hat das Vergleichsangebot der FPÖ angenommen, weil ihren Forderungen nach Unterlassung dieser Behauptungen, Widerruf und vollem Kostenersatz entsprochen wurde, heißt es. Die Vergleichsveröffentlichung der FPÖ erfolgte postwendend. "Als Zeichen unseres Einsatzes gegen jede Form von Hass und Diskriminierung wird die MJÖ einen Teil der von der FPÖ zu ersetzenden Verfahrenskosten an den Verein Zivilcourage und Antirassismus Arbeit, Dokustelle Muslime und das Mauthausen Komitee spenden", so der MJÖ.

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(red)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Patriot5611 am 12.02.2018 15:47 Report Diesen Beitrag melden

    Was ist daran falsch, wenn ich sage:

    Nicht jeder Moslem ist ein Terrorist, aber 90% der Terroristen sind/waren Moslem. Das ist nun mal die Wahrheit - und die wird man ja wohl noch sagen dürfen - oder?

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  • Kritischer Geist am 12.02.2018 15:11 Report Diesen Beitrag melden

    Empörungsmasche ...

    Dieser Rückzieher ist ganz schlecht. Er beweist nur, dass man mit der Empörungsmasche immer noch in öffentliche Diskurse eingreifen kann und die politisch korrekten Denk- und Sprechverbote der Linken immer noch bestehen.

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  • Siggi am 12.02.2018 19:15 Report Diesen Beitrag melden

    Eigene Klassen für Österreicher !

    Schluss mit der Islamisierung. Es reicht, in den wiener Grundschulen sind 90 % Ausländer. Da kann man nichts lernen !

Die neuesten Leser-Kommentare

  • So Was am 13.02.2018 17:05 Report Diesen Beitrag melden

    Ähnlichkeiten

    Wenn man ähnliches über die Burschenschaft behaupten würde, würden diese Herren klagen. Beide Seiten haben solche Ansichten. Die beiden Gruppierungen sind sich sehr ähnlich.

  • Siggi am 12.02.2018 19:15 Report Diesen Beitrag melden

    Eigene Klassen für Österreicher !

    Schluss mit der Islamisierung. Es reicht, in den wiener Grundschulen sind 90 % Ausländer. Da kann man nichts lernen !

  • Ruhe69 am 12.02.2018 18:18 Report Diesen Beitrag melden

    HC

    Tja die Wahrheit vertragen sehr viele nicht aber wo er recht hat, hat er recht!

  • fuhrinat am 12.02.2018 18:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Aussage

    Das stimmt doch, oder

  • Patriot5611 am 12.02.2018 15:47 Report Diesen Beitrag melden

    Was ist daran falsch, wenn ich sage:

    Nicht jeder Moslem ist ein Terrorist, aber 90% der Terroristen sind/waren Moslem. Das ist nun mal die Wahrheit - und die wird man ja wohl noch sagen dürfen - oder?

    • Das omen am 12.02.2018 16:19 Report Diesen Beitrag melden

      einfacher formuliert

      na weil es darum nicht gegangen ist in dem artikel. es ging darum das strache gegen menschen ausagen getätigt hat die einer verallgemeinerung gleich kamen und nicht der wahrheit entsprochen haben. für sie übersetzt heisst das FAKE NEWS. Stache hat mit fake news ein problem wenn es um ihn und seine sache geht. bei anderen nimmt er es mit der wahrheit nicht so genau. das nennen experten das populismus.

    • Eins Elf am 12.02.2018 17:10 Report Diesen Beitrag melden

      Quelle?

      Solang Sie das nicht belegen können, so ziemlich alles. Außerdem: wo? AT? GER? EU? Europa? Welt?

    • M.arion am 12.02.2018 17:54 Report Diesen Beitrag melden

      Prinzipiell natürlich schon

      Das Problem ist nicht die Aussage per se, das Problem ist, dass er diese Aussage mit einer konkreten Gruppierung in Zusammenhang gebracht hatte.

    • gü07 am 12.02.2018 18:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Das omen

      falsch.

    • Censorship am 13.02.2018 11:27 Report Diesen Beitrag melden

      @Das omen

      Dann lesen sie mal besser nicht den Koran... ;)

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