Für "Historikerkommission" im Gespräch

07. Februar 2018 09:42; Akt: 07.02.2018 10:15 Print

Uni Wien wettert gegen FP-Historiker

Lothar Höbelt, umstrittener Professor für Geschichte an der Uni Wien, brachte sich für die durch die FPÖ initiierte „Historikerkommission“ ins Spiel. Die Uni Wien ist erbost.

 (Bild: keine Quellenangabe)

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Die "Historikerkommission soll deutschnationale Verbindungen auf Verstrickungen in Rechtsextremismus und Neonazismus untersuchen.

Doch Höbelt selbst soll laut Universität Wien in einer Festschrift für den Holocaust-Leugner David Irving im rechtsextremen Arndt Verlag sowie in der "Aula" geschrieben haben, und zwar zu einer Zeit, als die rechtsextreme Zeitschrift wegen Wiederbetätigung verurteilt wurde.

"Höbelt fiel an der Uni Wien immer wieder durch NS-verharmlosende Äußerungen auf," so Lena Köhler (GRAS), Vorsitzende der ÖH an der Universität Wien. “Ihn als Leiter jener Kommission einzusetzen würde beweisen, wie wenig die FPÖ tatsächlich an der Aufarbeitung ihrer braunen Vergangenheit und Gegenwart interessiert ist.”

Fernerhin soll Höbelt das Verbotsgesetz gegen nationalsozialistische Wiederbetätigung als "Ärgernis" und "in einer Demokratie systemwidrig" bezeichnet haben, da es der Meinungsfreiheit widerspreche. "Mit einer solchen Einstellung zum Verbotsgesetz als wichtigem Instrument zur Bekämpfung neonazistischer Gesinnung ist Höbelt für die Besetzung dieser Historikerkommission - von einem Uni-Lehrstuhl ganz abgesehen - absolut untragbar“, so Sandra Velebit (VSStÖ) vom Vorsitzteam der ÖH an der Universität Wien.

“Auch, dass Höbelt das Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstands (DÖW) als "Propaganda-Institution” bezeichnet zeige, dass er für eine fundierte und ernsthafte historische Aufarbeitung der FPÖ Vergangenheit und Gegenwart in keinster Weise geeignet ist”, ergänzt Magdalena Taxenbacher (KSV LiLi) vom Vorsitzteam.

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(red)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Max Mustermann am 07.02.2018 09:54 Report Diesen Beitrag melden

    Die Aufregung ist für die Katz'

    Wer die Leute der ÖH kennt, den wird dieser Aufschrei nicht verwundern.

  • Heimatland am 07.02.2018 10:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    journalistische Sorgfaltspflicht?

    Diese Überschrift +Uni Wien wettert gegen FP - Historiker+ entspricht nicht den Tatsachen, die im Artikel genannt werden. Nicht die Universität +wettert+ sondern eine Studentenvertreterin von GRAS (grün alternative Studenten), einer Fraktion der Hochschülerschaft. Diese vertritt nicht einmal alle Studenten schon gar nicht ist sie dazu befähigt ein Gutachten abzugeben oder spricht für die ganze Universität!

  • Franz Absberg am 07.02.2018 10:27 Report Diesen Beitrag melden

    Unvoreingenommen und Objektiv

    Wenn Höbelt DÖW als Propagandainstitut bezeichnet zeigt das nur von einer fundierten Kenntnis und sehr höflicher Beurteilung. Er wird sogar vom linken ORF zu Diskussionen eingeladen und ist immer ein disziplinierter objektiver Teilnehmer.

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Die neuesten Leser-Kommentare

  • Grüne Verweigerer am 07.02.2018 20:44 Report Diesen Beitrag melden

    Aufregung für nichts

    Die rotgrün triefenden NeoStalinisten in der ÖH sind 90% der Studenten so was von egal. Diese sind eine staatsgefährdende Organisation.

  • lucifer troll am 07.02.2018 19:48 Report Diesen Beitrag melden

    luschen

    ein paar überbezahlte, mietmaul sozen werden doch zur räson zu bringen sein... wenn die regierung das nicht schafft wie soll sie die wirklichen probleme angehen und lösen konnen..

  • lucifer troll am 07.02.2018 19:36 Report Diesen Beitrag melden

    luschen

    die einzige leugnung 2018 sind geleugneten israelisch verbrechen im nahen osten (auch, aber nicht nur) an den einheimischen. da könnte man , auf frischer tat sozusagen , dokumentieren und aufzeigen. recht viel neues wird von der verbrechen meiner vorgenerationen nicht mehr zu dokumentieren sein.. taten statt worte

  • Krake Paul das Orakel am 07.02.2018 16:12 Report Diesen Beitrag melden

    Ethik statt Geschäftsmodelle

    Der rote Sumpf quillt aus allen Löchern. Ob jetzt das DÖW oder Historiker aus der linken Ecke, die ihre Berufsethik zu Gunsten der politischen "Korrektheit" längst weggelegt haben und ihren Beruf nur noch als Geschäftsidee betrachten. Den es ist sehr einträglich, das nachzuplappern was der linksradikale Mainstream vorgibt. Höbelt ist ein neutraler Historiker, dem Ethik noch etwas wert ist und dem die historische Wahrheit wichtig ist.

    • Plot am 07.02.2018 19:42 Report Diesen Beitrag melden

      Neutral

      Mit etwas Bildung wird wohl jeder feststellen, dass er alles andere als neutral ist, fällt ihnen nichts besseres mehr ein als den linken Mainstream dafür verantwortlich zu machen,

    • Statistiker am 07.02.2018 20:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Plot

      Mit etwas Bildung müsste dir aufgefallen sein, dass Linke nicht in der Lage sind, Neutralität zu erkennen. Sie nehmen sie reflexartig als rechts wahr, wenn sie nicht linksaußen argumentiert wird.

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  • Richard Lego Österreicher am 07.02.2018 15:36 Report Diesen Beitrag melden

    Naja..

    die Uni Wien muß ja herumnerverln um auf jeden Fall als politisch korrekt zu gelten...