"Unfassbare Entgleisung"

12. Februar 2018 12:16; Akt: 12.02.2018 13:30 Print

Vilimsky fordert Rücktritt von ORF-Chef Wrabetz

Der freiheitliche Generalsekretär Harald Vilimsky ortet eine "unfassbare Entgleisung" von ORF-Boss Alexander Wrabetz und fordert dessen Rücktritt.

Nach Meinung von Harald Vilimsky sollte ORF-Boss Wrabetz besser seinen Rücktritt bekannt geben. (Bild: imago stock & people, Montage)

Nach Meinung von Harald Vilimsky sollte ORF-Boss Wrabetz besser seinen Rücktritt bekannt geben. (Bild: imago stock & people, Montage)

Zum Thema
Fehler gesehen?

ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz soll einen Tweet des Tiroler Publizisten Markus Wilhelm, in dem dieser Vizekanzler Heinz Christian Strache, die Abgeordnete Carmen Schimanek und den Tiroler FPÖ-Spitzenkandidaten Markus Abwerzger als NS-Verbrecher bezeichnet, geliked haben.

Umfrage
Ist der Vorwurf gegen den ORF gerechtfertigt?

Mittlerweile ist der ORF-Chef nicht mehr unter den "Gefällt mir"-Angaben des fragwürdigen Tweets zu finden, bis vor Kurzem aber offenbar schon, wie einige Screenshots davon im Netz belegen.

Der blaue Generalsekretär Harald Vilimsky hat jedenfalls davon Wind bekommen und fordert nun, auch angesichts des vorangegangenen Wirbels um einen umstrittenen Beitrag von "Tirol heute", Konsequenzen. "Nicht nur, dass der ORF-Tirol schwer manipulativ in seine Berichterstattung über den FPÖ-Spitzenkandidaten Markus Abwerzger eingriff, 'liked' vor kurzem ORF-General Alexander Wrabetz einen Tweet, in dem Vizekanzler Strache, die Abgeordnete Schimanek und Abwerzger als NS-Verbrecher bezeichnet werden", so Vilimsky in einer Aussendung am Montag.


Weiters ist der FPÖ-Politiker der Ansicht, dass jenes Verhalten eines Generaldirektors unwürdig sei. "Es kann nicht sein, dass Wrabetz ein solch ungeheuerliches Statement eines linksradikalen Aktivisten mit einem 'like' auszeichnet. Ein solches Verhalten ist eines Generaldirektors mehr als unwürdig und müsste einen sofortigen Rücktritt zur Folge habe", so Vilimsky.

Schimanek kündigte gegenüber der FP-nahen Plattform "unzensuriert.at" indes an, rechtliche Schritte wegen des beleidigenden Tweets zu prüfen.


Mittlerweile hat sich Wrabetz zu Wort gemeldet und will richtig stellen, dass er den Tweet nicht geliked habe.


Zum vorangegangenen Streit mit den Freiheitlichen, "heute.at" berichtete ausführlich, kündigte der Generaldirektor des öffentlich-rechtlichen Rundfunks eine umfassende Klärung an. "Tirol heute" sendete einen Beitrag über den Tiroler Spitzenkandidaten Abwerzger, der diesen in ein falsches Licht rückt. Am Dienstag soll ein Bericht vorliegen, der erklären soll, warum antisemitische Aussagen eines Passanten unkommentiert gezeigt und weshalb Abwerzger verkürzt wiedergegeben wurde.

Immer wieder Zankereien

Der Clinch zwischen den Freiheitlichen und dem ORF geht demnach in eine weitere Runde. Immer wieder liegen sich die Partei und der Sender in den Haaren. Zuletzt sorgte eine "ZiB"-Ausgabe für Unmut bei den Blauen, da in der Berichterstattung über den Münchner Brennergipfel Verkehrsminister Norbert Hofer nicht vorkam. Die FPÖ warf dem ORF daraufhin "redaktionelle Arroganz" und "Berichterstattung nach politischer Gefälligkeit" vor.

Hier der "Tirol heute"-Beitrag zum Nachschauen:

Die Bilder des Tages:
Die Bilder des Tages

(red)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Siggi am 12.02.2018 12:58 Report Diesen Beitrag melden

    Zwangsgebühren abschaffen

    ORF privatisieren und Zwangsgebühren abschaffen.

    einklappen einklappen
  • Luzifer van der Hölle Wiens am 12.02.2018 13:02 Report Diesen Beitrag melden

    unabsichtlich gelikt ?

    Na freilich, und der Papst ist sicher eine Frau, und die Erde eine Scheibe ... ! Der Wrabetz ist im ORF mit eine Wurzel vielen Übels, da der nicht nur wirklich gute Moderatore wie einen Takacs (60 Minuten Politik) gegen die erzrote Thurnherr tauschte, um seiner roten Partei mit solch feigen Tricks, wahlwerbewirksam helfen zu wollen. Das der jetzt den Aufklärer spielen will, glaubt dem niemand ! Weg mit dem manipulativen (roten Familien)Sender ORF, der zulange schon grossen Schaden anrichten, und dafür kassieren durfte, in die Privatwirtschaft !

    einklappen einklappen
  • Paul am 12.02.2018 13:09 Report Diesen Beitrag melden

    ORF ...

    Ich hab ja auch so meine "Probleme" mit den freiheitlichen, aber nicht so ganz unbegründet wird der ORF ja auch "Österr. Rot-Funk" genannt.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Aref am 13.02.2018 14:45 Report Diesen Beitrag melden

    Gut so

    Ja und soll Wolf gleich mitnehmen.

  • Renner am 13.02.2018 13:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Löschen Sie Ihre Position im ORF

    Ich habe das nicht geliked, werde aber die Löschung veranlassen. Was nun, Herr Wrabetz? Wenn nicht getan, wozu löschen? Was wollen Sie löschen? Stehen Sie nicht zu dem, was sie tun? Ihre private Meinung zur Politik interessiert niemanden. Sie haben einen öffentlich-rechtlichen Auftrag! Der gilt übrigens auch für Ihre Journalisten.

  • Clarissa am 12.02.2018 23:00 Report Diesen Beitrag melden

    FPÖ-Krankheit

    Die FPÖ-Krankheit erfasst bald alle. Schönes neues Österreich

    • Kritischer Geist am 13.02.2018 08:20 Report Diesen Beitrag melden

      @Clarissa

      Immer nur inhaltsleere Parolen von den Linken. Argumente sind offenbar nicht mehr angesagt.

    einklappen einklappen
  • M.arion am 12.02.2018 18:25 Report Diesen Beitrag melden

    Kompletter Austausch der

    Führungskräfte, sowie sämtlicher Moderatoren von Nachrichtensendungen und politischen Gesprächsrunden. Es ist an der Zeit Köpfe zu tauschen

  • SockenRambo am 12.02.2018 17:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wrabetz weg

    Recht hat er!!! Wrabetz muss weg.....