Reform

14. September 2018 08:24; Akt: 14.09.2018 09:02 Print

Was beim Kahlschlag der Kassen übrig bleiben wird

Die Reform der Sozialversicherungen steht bevor, und es soll kein Stein auf dem anderen bleiben. Von 21 sollen fünf Sozialversicherungsträger bleiben.

Hartinger-Klein stellt klar:

Hartinger-Klein stellt klar: "Die Gespräche laufen noch." (Bild: Denise Auer, picturedesk.com)

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Der Gesetzesentwurf, der der "APA" vorliegt, zeigt massive Änderungen im Kassenbereich. Der Hauptverband soll aufgelöst werden, Chef Alexander Biach steht vor dem Aus und von den 21 Sozialversicherungsträgern wird auf fünf reduziert. Die bleibenden fünf Obleute sollen den Vorsitz im umgebauten Dachverband führen – ab 1. Jänner 2020 abwechselnd.

Bleiben sollen demnach nur die Österreichische Gesundheitskasse, die Allgemeine Unfallversicherungsanstalt, die Pensionsversicherungsanstalt, die Sozialversicherungsanstalt der Selbstständigen sowie die Versicherungsanstalt öffentlich Bediensteter, Eisenbahnen und Bergbau.

Fix ist, dass Harald Mahrer den Posten als Obmann der Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft (SVA) abgeben wird. Die SVA soll mit der Kasse der Bauern zur Sozialversicherung der Selbstständigen fusionieren, die Gebietskrankenkassen zur Gesundheitskasse. Ebenfalls weg: Hauptverbandsgeneraldirektor Josef Probst, er geht laut "Kurier" in Pension.

"Bittsteller gegenüber der Regierung"

Während ÖVP und FPÖ die Reform "auf Schiene" sehen, kommt heftige Kritik von den Kassen und der Opposition. Auch daran, dass die Regierung versierte Experten in den Kassen absäge und sich durch neue Besetzungen politische Macht mit genehmen Persönlichkeiten sicher wolle. "Es sollen die Arbeitnehmer - die Versicherten und ihre Vertreter - massiv geschwächt und zu Bittstellern gegenüber Wien und der Bundesregierung degradiert werden", so Tirols Arbeiterkammer-Präsident Erwin Zangerl.

Noch am Freitag will die Regierung die Pläne konkretisieren.

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(red)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Angel66 am 14.09.2018 08:39 Report Diesen Beitrag melden

    Wer zahlt, schafft an!!

    ...außerdem...!!.... der Österreicher ist NIEMALS BITTSTELLER, sondern als Versicherungszahler AUFTRAGGEBER!!... "Wer zahlt, schafft an!!"

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  • Angel66 am 14.09.2018 08:36 Report Diesen Beitrag melden

    Weg mit dem Speck...Vorstände abmontiert..

    Wieso werden hier Versicherte geschwächt?..abgespeckt wird bei den "Managergehältern", die nun Versicherte nicht mehr bezahlen müssen!... es müßte nach "Adam Riese" nun sogar um diese Beträge mehr Geld für Behandlungen überbleiben ?!...und das ist viel...!!... die Vorstände haben sich sicherlich gönnerhaft Gehälter ( 150.000 p.a. und mehr..) geleistet,die jetzt nicht mehr bezahlt werden müssen...?!..

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  • Wunderlich am 14.09.2018 09:08 Report Diesen Beitrag melden

    " kommt heftige Kritik von den Kassen"

    Ach welch Überraschung. Die Kassen sind gegen die Zusammenlegung? Ah geh, haben da gewisse Herren und Damen vielleicht Angst um den fetten Futtertrog, an dem sie bis dato stehen durften und nun nicht mehr?

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Insider am 15.09.2018 22:57 Report Diesen Beitrag melden

    Ahnungslose

    Die meisten Poster haben keine Ahnung von der Selbstverwaltung der SV-Träger und plappern das nach was die Politiker für ihre Interessen vorgeben. Das nennt man Propaganda! Es gibt keine Pfründe und die Firmenpension muss jeder Angestellte selbst jeden Monat einzahlen. Sonst gibt es de facto keine Privilegien mehr.

  • e.e. am 15.09.2018 18:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Vorbereitung ist Alles

    Frau Hartinger-Klein hätte sich besser auf das Interview in der ZIB2 vorbereiten sollen. Wenn 1 Milliarde in 4 Jahren eingespart werden können, dann hätte sie mit ein bisschen Vorbereitung diese auch aufzählen können. Zumal die Frage sicher nicht unwahrscheinlich war.

  • Manfred Eder am 15.09.2018 18:35 Report Diesen Beitrag melden

    Generaldirektoren

    Den für die Regierungspropaganda gebrauchten Titel Generaldirektor hat es in den GKK nie gegeben. Die Gehälter der Führungskräfte sind der Qualifikation und Verantwortung angemessen. Und es wird diese oder schwarz- blaue Führungskräfte mit den gleichen Bezügen auch nach 2020 geben.

  • Jack Bauer am 15.09.2018 11:57 Report Diesen Beitrag melden

    Dummheit die wohl bestraft werden wird.

    Euer Wort in Gottes Ohr liebe Poster. Jedoch sollte dem nicht so sein dass diese Reform das bringt was man Verspricht oder zumindest in den Raum stellt denn versprochen direkt Habens ja nichts. (Bin überzeugt davon dass man dann in ein zwei Jahren sagen wird da haben sie mich falsch verstanden oder falsch Zitiert) Sollte es allerdings anders sein dann wünsche ich euch viel Spass dabei wenn ihr Privatversicherungen braucht diese aber nicht finanzieren könnte oder die Versicherung gar nicht abschliessen könnt da ihr schon zu Krank für eine Versicherung seid. Dann ist es zu spät!

  • Spö_Wähler ex am 15.09.2018 10:45 Report Diesen Beitrag melden

    Zangerl, Katzian & Co

    fürchten nur, daß bald ihre Spezies nicht mehr in hochbezahlten Posten sitzen, und sich auf Kosten der Kranken bereichern dürfen. Mich wundert ja auch, wie ein Katzian (dessen Bildung und Sprache fragwürdig ist. O-Ton: "in das System mehr hinein geben wird müssen" ...) zu so einen Posten kommen konnte ! Denen geht es allein um deren Pfründe, die ab der Zusammenführung endlich wegfallen. Was haben denn die GW die letzten Jahrzehnte für uns getan ?!