Neonazi-Vergangenheit

22. Dezember 2017 17:02; Akt: 22.12.2017 17:02 Print

Wirbel um Norbert Hofers Kabinettschef Schimanek

Die Vergangenheit von René Schimanek, Kabinettsleiter von Infrastrukturminister Norbert Hofer, sorgt für Gesprächsstoff.

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Die Vorwürfe sind nicht neu, werden jetzt nach der Beförderung von René Schimanek zum Kabinettsleiter des FP-Verkehrsministers Norbert Hofer allerdings wieder brisant: Der Niederösterreicher, der schon seit Jahren für Hofer arbeitet, soll in den 1980er-Jahren in Kreisen des verurteilten Neonazis Gottfried Küssel aktiv gewesen sein.

"Falter"-Chef Florian Klenk bringt Schimaneks umstrittene Vergangenheit im Umfeld der "Vaterländischen Außerparlamentarischen Opposition" (VAPO) wieder ins Gespräch. Am Freitag zwitschert der Journalist: "Der neue Stil: Rene Schimanek wird Kabinettschef im Infrastrukturministerium Norbert Hofers und damit ein mächtiger Mann. Ein Blick ins Archiv: Schimanek war Knüppeldemonstrant im Team des mehrfach verurteilten Neonazi-Führers Gottfried Küssel."

Ein Foto liegt als "Beweis" vor. Auf diesem zu sehen ist Schimanek (inklusive Schlagstock und Militärstiefel) beim Demonstrieren gemeinsam mit seinem Bruder Hans Jörg jun., der nach dem NS-Verbotsgesetz vorbestraft ist, und dem Ex-VAPO-Chef Gottfried Küssel.


Der "Falter" hatte die Angelegenheit schon 2016 im Zuge des Bundespräsidentschaftswahlkampf thematisiert. Der "Kurier" sprach Schimanek damals darauf an. "Vergangenheit ist Vergangenheit", erwiderte der heutige Kabinettsleiter.

Erst vor wenigen Tagen sorgte ein weiterer FP-Mitarbeiter für Aufregung: Alexander Höferl ist zum Kommunikationschef des neuen Innenministers Herbert Kickl ernannt worden. Höferl wurde teilweise als Chefredakteur der umstrittenen FPÖ-nahen Plattform "unzensuriert.at" geführt. Als deren Initiator gilt der damalige dritte Nationalratspräsident Martin Graf (FPÖ).

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(red)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Zuschauer am 22.12.2017 18:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Was ist besser?

    Österreich hat zwei Möglichkeiten: entweder wir enden durch die rotgrünen wie die 3.welt am Hungertuch oder die Rechten retten uns vorm Untergang. Daumen hoch für Rettung Daumen runter für Vernichtung.

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  • Bärli am 22.12.2017 18:14 Report Diesen Beitrag melden

    Geltendes Recht

    Jeder verurteilte Schwerverbrecher kriegt eine 2. Chance. Hier wird auf einem Mann herumgetrampelt, der noch nicht einmal verurteilt wurde. Ja gut, er hat in seiner Jugend eine Fehlorientierung gemacht. aber ohne rechtliche Relevanz. Er hat bisher anscheinend einen tadellosen Leumund. Sippenhaftung gibt es nicht. Basta. Warum soll er NICHT Kabinettchef sein? Nur weil er von der FPÖ ist, gelten andere Regeln????

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  • Ingrid am 22.12.2017 18:59 Report Diesen Beitrag melden

    Falter

    Den Falter wird es bald nicht mehr geben und das ist gut so!

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Die neuesten Leser-Kommentare

  • Staatsbürger am 24.12.2017 09:33 Report Diesen Beitrag melden

    Wer gebietet Einhalt

    War zu erwarten. Jetzt kriechen alle rechts Rechten aus ihren Löchern und verprassen unser Geld. Nicht einmal Hr. Kurz und Hr. Strache mit ihrem Staatsgetue werden etwas dagegen tun können. Justiz und Verfassung sind unterminiert. Kann man nur noch auf die Medien hoffen, falls sie nicht mundtot gemacht werden. Dagegen sind Polen und Ungarn harmlos. Österreich ist seit Kriegsende in der schlimmsten Situation!

  • Rorschach am 23.12.2017 16:47 Report Diesen Beitrag melden

    Solche Lausbubenstreiche

    sollten doch wohl noch erlaubt sein, ohne dass man später mal eine schlechte Nachred' hat...

  • Josef Vouivre am 23.12.2017 15:54 Report Diesen Beitrag melden

    nicht träumen lassen.

    Das hätten sich diese ganzen rechten Recken, die damals mit Küssel durch den Wald gerobbt sind und für die gewaltsame Machtübernahme geübt haben wahrscheinlich nicht träumen lassen, dass es offenbar genug Wähler gibt, welche auch von diesen Ideen so begeistert sind, dass sie gewaltfrei an der Macht sind.

  • hans mayerhofer am 23.12.2017 09:59 Report Diesen Beitrag melden

    und der falter ?

    steht den ideen lenins und stalins sehr nahe ? oder ist der falter objektiv- immerhin war das vor 30 jahren und da sollte sich doch etwas geändert haben.

    • genug am 23.12.2017 10:12 Report Diesen Beitrag melden

      @hans mayerhofer

      vor lauter vergangenheit kann man leicht die gegenwart übersehen ! manch falter bleibt im kokon stecken !

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  • geng am 23.12.2017 09:38 Report Diesen Beitrag melden

    wie gut !

    wie alt war jener mir bis dato unbekannte Hr. Schimanek jr. damals ? unbestritten war diese aktion nicht positiv. menschen können sich ändern. was sich meiner meinung ändern sollte ist diese lust am vernadern, am wühlen , am anpatzen.