Wirtschaftsministerin

12. Januar 2018 20:16; Akt: 12.01.2018 20:45 Print

Für Job sollen junge Arbeitslose umziehen

Laut Ministerin Margarete Schramböck sollen junge Menschen ihre Flexibilität nutzen, um Arbeitsplätze an anderen Orten anzunehmen.

Margarete Schramböck, die erst am 17. Oktober (also zwei Tage nach der Wahl) bei der A1 Telekom Austria aufgehört hatte, ist Bundesministerin für Wirtschaftsstandort und Digitalisierung. (Bild: picturedesk.com)

Margarete Schramböck, die erst am 17. Oktober (also zwei Tage nach der Wahl) bei der A1 Telekom Austria aufgehört hatte, ist Bundesministerin für Wirtschaftsstandort und Digitalisierung. (Bild: picturedesk.com)

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Man müsse "Fachkräfte dort hin bringen, wo sie gebraucht werden", sagte die neue Bundesministerin für Wirtschaftsstandort und Digitalisierung Margarete Schramböck (ÖVP) im Interview mit dem "Standard" am Freitag. Dabei ist auch nicht ausgeschlossen, dass junge Menschen ihren Wohnort ändern sollen.

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Soll bei Arbeitslosen nach einer gewissen Zeit auf das Privatvermögen zugegriffen werden?

Angesprochen auf den Umstand, dass es ungefähr gleich viele offene Stellen wie arbeitslose Köche gebe, antwortete die Ministerin, dass es "ein regionales Thema" sei.

Ein Wechsel des Wohnorts sei für junge Arbeitssuchende eine Option: "Es geht um die Lebensumstände. Bei jungen Menschen ist nicht einzusehen, dass sie sich nicht bewegen." Bei einer Familie oder Pflegeverpflichtungen sei das "etwas anderes". Schramböck würde sich "von den Jungen" Motivation erwarten, da sie flexibel seien und viele Chancen nutzen könnten.

Bürokratie eindämmen

Ihre Aufgabe in der Regierung sei es, "darauf zu achten, dass die Unternehmen das bekommen, was sie brauchen", um den Wirtschaftswachstum zu sichern und Arbeitsplätze zu schaffen. Sie werde sich auf die Hauptthemen Fachkräfte und Wirtschaftsmaßnahmen konzentrieren.

Außerdem arbeite man daran, die Bürokratie zu vereinfachen, also nicht dieselbe Information immer wieder von Neuem erfassen zu müssen. Das Ziel sei es, zum Beispiel bei der Anmeldung eines Wagens zur Kfz-Steuer die Daten zu erfassen und später von einem Unternehmen nur noch die Angaben für die "gewerbliche Nutzung" einfordern zu müssen. Davon erhofft man sich Einsparungspotenzial.

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(lu)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Hackler am 12.01.2018 21:49 Report Diesen Beitrag melden

    Höhere Löhne braucht das Land

    Warum soll sich ein Koch aus Wien nach Tirol zum Beispiel bewegen für 1200-1400 Netto? Geht's noch? Zuerst Löhne erhöhen,dann sehen wir weiter.

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  • Nicole am 12.01.2018 21:59 Report Diesen Beitrag melden

    unrealistische Hirngespinste

    Die Frau hat Ideen, da stellts mir die Haare auf. Natürlich kann man seine Wohnung aufgeben (2 kann man ja nicht bezahlen), und eine Neue anmieten. Ist js sooo billig, da bleibt dann sicher viel über vom Gehalt. - Ironie- So etwas ist nur ausnahmsweise zu überlegen, aber generell bei den hohen Mietkosten gar nicht für jeden Jungen möglich! Solche Ideeen kann man sicher mit einem Ministergehalt umsetzten, aber nicht damit was der Normalbürger /junge Leute verdienen.

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  • Stefan am 12.01.2018 21:49 Report Diesen Beitrag melden

    Ja spinnt die???

    Und das soll familienfreundlich sein? Hunderte Km wegziehen? Alle sozialen Bindungen aufgeben? Und am besten: Koch in Tirol, Billiglohn in Hochpreisland (nur zB). Seit Wochen stammeln die Politiker fast nur Unsinn. Für mich hat sich schwarz und blau erledigt.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Linkswähler am 16.01.2018 11:37 Report Diesen Beitrag melden

    Wer zahlt?

    Wohin kann man die Rechnung schicken? Koch in Salzburg gesucht, also Wohnung und Umzugskosten, und nächstes Jahr Koch in Tirol gesucht, noch mal, und ein Jahr später Koch in Steiermark gesucht.

  • Josef Vouivre am 15.01.2018 19:14 Report Diesen Beitrag melden

    Ist zumutbar

    Ja, die Frau hat recht. In Ungarn müssen Arbeitslose auch zugeteilte Arbeit annehmen. In Ganz Ungarn. Wo immer Sie behördlich zugeteilt werden. Für es. 220 Euro. Und so begeistert der Basti, der Bumsti und die Blau-Wähler von Orban sind wird das wohl auch für Österreicher zumutbar sein.

  • teer und federn am 15.01.2018 02:06 Report Diesen Beitrag melden

    massendeportationen und zwangsarbeit

    statt ordentlicher löhne. das ist ein faschistisches programm. würden die gierigen unternehmer (seht euch mal den unfassbaren reichtum der tourismusunternehmer an, den supergierigen schellhorn zb.) angemessene löhne zahlen (die arbeit im tourismus ist eine höllenqual) würden sich ausbeutungswillige glücksritter finden die in kurzer zeit viel geld machen wollen.

  • teer und federn am 15.01.2018 01:56 Report Diesen Beitrag melden

    deportation zur zwangsarbeit

    ist eindeutig ein faschistisches programm. ausgerechnet die wähler der rechten die ständig von "aufgewacht" reden bemerken das nicht, fatal.

  • Nil am 14.01.2018 18:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nur weg

    Am besten richten wir ein Spendenkonto für die ahnungslose Ministerin ein und schicken sie weit weg wo sie denn ÖsterreicherInnen nicht schaden kann.

    • Josef Vouivre am 15.01.2018 19:20 Report Diesen Beitrag melden

      Grenzen

      Aber warum denn? Diese Art Politik wird von der Mehrheit der Wähler gewünscht. Dass diese Parteien wirtschaftsfreundlich und arbeitnehmerfeindlich sind, ist doch schön lang offensichtlich und jedem Wähler bekannt. Das ist erst der Anfang. Sobald derartige Grenzüberschreitungen normal werden werden die Grenzen ausgeweitet. Ich bin gespannt wie sozial kalt es in Ö. In 5 Jahren sein wird. Die Wähler werden immer noch jubeln.

    • Josef Vouivre am 15.01.2018 19:32 Report Diesen Beitrag melden

      Und die Wähler?

      Was machen wir denn mit den Wählern der beiden Regierungsparteien? Auch ein Spendenkonto? Denn die wollen ja diese Art Politik.

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