Auch Kickl fehlte

13. September 2017 14:37; Akt: 13.09.2017 15:24 Print

Wo ist Strache? Hofer stellt Programm alleine vor

FPÖ-Vizeparteichef Norbert Hofer stellte das FPÖ-Wahlprogramm am Mittwoch alleine vor. Sowohl Parteichef Strache als auch Wahlkampfchef Kickl fehlten.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

In einer Pressekonferenz am Mittwoch stellte die FPÖ ihr Wahlprogramm vor. Überraschenderweise fehlten bei dem Termin allerdings sowohl FPÖ-Chef und Spitzenkandidat Heinz-Christian Strache als auch Wahlkampfchef Herbert Kickl.

Stattdessen stellte sich Ex-Bundespräsidentschaftskandidat und FPÖ-Vizechef Norbert Hofer alleine den Fragen der Journalisten. Darauf angesprochen, warum ihn seine Parteikollegen "alleine" gelassen hätten, erklärte Hofer, Strache sei terminlich verhindert.

Der Parteichef sei auf einem Wahlkampftermin auf der Klagenfurter Herbstmesse. Strache und er würden sich die Termine bewusst aufteilen, sagte Hofer. "So können wir eine größtmögliche Anzahl von Wahlkampfterminen wahrnehmen", erklärte Hofer die Strategie.

"Kein Konkurrenzkampf"

Warum auch Wahlkampfchef Herbert Kickl bei der Programm-Vorstellung fehlte, erklärte Hofer nicht. Die FPÖ sei geschlossen. Es gebe keinerlei interner Konkurrenzkämpfe zwischen ihm und Strache, wie das bereits nach der Bundespräsidentenwahl im vergangenen Jahr kolportiert wurde, betonte Hofer.

Direkte Demokratie als Koalitionsbedingung

Eine blaue Regierungsbeteiligung scheint angesichts der aktuellen Umfragewerte so wahrscheinlich wie selten zuvor. Als Koalitionsbedingung stellt die FPÖ in ihrem Wahlprogramm den Ausbau der direkten Demokratie nach Schweizer Vorbild.

"Wenn das Parlament ein erfolgreiches Volksbegehren nicht umsetzt, muss es eine verpflichtende Volksabstimmung geben". so Hofer.

Rückzieher bei Mindestlohn

Beim geforderten Mindestlohn hat die FPÖ in den vergangenen Wochen dafür zurückgerudert. Im Programm wird ein gesetzlicher Mindestlohn von 1.500 anstatt wie bisher 1.700 Euro gefordert. Als Begründung nannte Hofer, dass die höhere Forderung wohl nicht durchsetzbar wäre.

Keine Integration von Flüchtlingen

In Sachen Flüchtlingspolitik spreche sich die FPÖ dagegen aus, Integrationsmaßnahmen für Asylberechtigte zu setzen. Diese sollen nicht integriert werden, weil Asyl nur Schutz auf Zeit sei. Deutschkurse wären zwar okay, die Wertekurse brauche es aber nicht.

Integrationsmaßnahmen solle es nur für Migranten geben - also Zuwanderer, die vorhätten, hier zu arbeiten und auch entsprechende Qualifikationen mitbrächten.

(red)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • genug am 13.09.2017 15:30 Report Diesen Beitrag melden

    gute nachricht

    koalitionsbedingung " direkte demokratie", das ist mal eine gute nachricht, oder eine oppositionsansage ? nicht noch mal schwarz/rot . wenn sie noch den wählern erklären was "direkte demokratie" bedeutet, dann paßt es.

  • Manfred am 13.09.2017 15:28 Report Diesen Beitrag melden

    Teamarbeit

    Teamarbeit, jeder einzelne auf einer anderen FPÖ Veranstaltung!

    einklappen einklappen
  • Ferdi am 13.09.2017 16:40 Report Diesen Beitrag melden

    Direkte oder repräsentative Demokratie

    Direkte Demokratie - mein Vorschlag Wahl des FP Chefs (d.h. jedes Parteichefs) durch Volksabstimmung - das ist für mich DIREKTE Demokratie - und auch direkte Demokratie bei der Festlegung von Kanzler und aller Minister - könnte ja, der Zeit angepasst, durch e-Voting stattfinden ABER direkt vom Wahlvolk und nicht durch Hinterzimmermauscheleien

Die neusten Leser-Kommentare

  • martin k. am 15.09.2017 14:39 Report Diesen Beitrag melden

    personal austausch

    sind kickl und strache schon heiser ? tja wenn meistens nur alternative wahrheiten rausposaunt werden das stengt an,auch die stimmbänder, und jetzt soll hofer einspringen falls er nicht terminlich weg muß und wenn, wärs auch egal

  • Greenhorn am 14.09.2017 16:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wofür stehens eigentlich?

    Bei der FPÖ weiß man nicht woran man ist und wer wirklich die Fäden in der Hand hat! Für den kleinen Mann habens jedenfalls nix mehr übrig, wenns keine Erbschaftssteuer für Reiche wollen und die Unternehmenssteuern senken! Wer wirds zahlen? Wir!

  • Lupo am 14.09.2017 12:57 Report Diesen Beitrag melden

    Typisch von den

    blaunen Maxln - Mindestlohn ist nicht durchsetzbar, wie wissen eh warum ! Weil sonst der schwarze Wastl mit dem blauen Phrasendrescher niemals eine Koalition machen würde.

  • Dieter am 14.09.2017 12:32 Report Diesen Beitrag melden

    Mehr Mitarbeiter und Mitglieder als 3

    Zur eigentlichen Frage: Wo ist Strache? Seit wann ist die FPÖ eine EinMannPartei? Es gibt mehr Mitarbeiter als 2 oder 3 Maxln

    • Lupo am 14.09.2017 12:58 Report Diesen Beitrag melden

      Bei einer

      Führerpartie kommts halt zuweilen vor, daß einer den Anderen politisch abmurksen will.

    einklappen einklappen
  • Bertl K. am 14.09.2017 11:55 Report Diesen Beitrag melden

    Wo ist Strache?

    Wie immer dort wo das einfache kleine Volk auch ist, statt sich hinter Schutzmauern und jetzt Pollern zu verstecken, bzw nur in geschützten Werkstätten und angekündigten Besuchen mit Pizzen bei Parteifreunden, wo keine Gegenwehr (wie Buhrufe, Tomaten ...) zu befürchten ist ! Das sollten die von "Heute" und "ÖSterreich" Redakteure eigentlich wissen. Nur werden die auch wegen der Fördergelder dazu veranlasst, solch sinnfreie Fragen zu stellen, nur um den politischen Gegner bloßstellen zu wollen ?!

>