Umfrage

07. Dezember 2017 12:59; Akt: 07.12.2017 13:48 Print

Zwei Drittel der Wirte für geltende Rauch-Regelung

Der Mehrheit der Gastronomen lehnt das 2018 in Kraft tretende allgemeine Rauchverbot ab. Sie wünschen sich, dass die aktuelle Regelung beibehalten bleibt.

Zum Thema
Fehler gesehen?

Fast zwei Drittel (63 Prozent) der österreichischen Gastronomen sind für eine Beibehaltung der geltenden Regelung des Rauchverbots. Das geht aus einer aktuellen Umfrage des Eyett Marketingforschungsinstitutes im Auftrag des Fachverbandes Gastronomie hervor. Ein großer Teil der Befragten spricht sich damit gegen das komplette Gastro-Rauchverbot aus, das im Mai 2018 in Kraft treten soll.

Umfrage
Soll die neue Koalition das Rauchverbot kippen?
38 %
19 %
42 %
1 %
Insgesamt 4265 Teilnehmer

Dieses Stimmungsbild sei über die vergangenen Jahre konstant geblieben, so der Fachverband Gastronomie in einer Aussendung am Donnerstag.

"Auftrag an die Regierungsverhandler"

"Dieses Ergebnis ist ein klarer Auftrag an die Regierungsverhandler, die aktuelle Regelung zur Raumabtrennung beizubehalten. Diese hat sich in der Praxis bewährt, aus Sicht der Gastronomen gibt es keinen Grund, davon abzuweichen", sagt der Obmann des Fachverbandes Gastronomie in der WKO, Mario Pulker.

Die Zustimmung für eine Beibehaltung im Bereich der Unterhaltungsgastronomie mit rund 72 Prozent sei besonders hoch, heißt es. "Die derzeitige Lösung schafft einen ausgewogenen Kompromiss, der alle unterschiedlichen Interessenlagen bestmöglich berücksichtigt", so Pulker.

Thema bei Koalitionsverhandlungen

Das Rauchverbot ab Mai 2018 ist ein potenzielles Streitthema bei den Koalitionsverhandlungen zwischen ÖVP und FPÖ. Das erklärte Ziel der Freiheitlichen ist das Kippen des 2015 beschlossenen Verbots in der Gastronomie.

Zuletzt hatte sich die Volkspartei in einer Email vom September für ein Festhalten am Verbot ausgesprochen. In Kurz' Namen schrieb sein Team folgende Zeilen an einen Nichtraucher-Lobbyisten: "Um die Betroffenen nun nicht wieder zu verunsichern, werden wir an dieser Entscheidung, die mit drei Jahren Vorlaufzeit im Mai 2018 in Kraft tritt, klar festhalten. Wir sind davon überzeugt, dass Österreich nicht länger Schlusslicht in Europa sein soll, auch in Verantwortung für die junge Generation."

Vertreter der Grünen und der SPÖ kritisierten das potenzielle Aus des Verbots. Die NEOS unterstützen die Forderung der Gewerkschaft vida, des WKÖ und des Shisha-Verbands, Wasserpfeifen-Lokale vom Verbot auszunehmen.

Die Bilder des Tages

Die Bilder des Tages

Bleiben Sie informiert mit dem Newsletter von heute.at


Das könnte Sie auch interessieren:

(lu)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Jelena am 10.12.2017 02:14 Report Diesen Beitrag melden

    schon traurig, lasst die Raucher

    ich frage mich wie wir es früher überlebt haben, als alle geraucht haben und keine regelungen es gab, weltwunder. Und jetzt auf einmal verlangen die sogenannten nichtraucher eine totalen rauchverbot. Schon traurig, dass dann die gäste ausbleiben, und wahrscheinlich die leute die dort arbeiten auch kein bock haben auf der straße zu stehen um zu qualmen, zudem sieht das bescheuert aus. Ich als nicht raucherin würde niemals mich im leben eines menschen ein mischen, das ist doch seins, wenn einer raucht, wieso seid ihr so unmenschlich. Aber anderes ist euch am ars..wichtiger.

  • Harold-Joseph am 10.12.2017 22:33 Report Diesen Beitrag melden

    Schlangenhafte ZWEIZÜNGIGKEIT: STAAT

    eineBevormundung von steuerzahlenden Bürgern!man muss Unterscheiden: Restaurants/Grossgastronomie und Speiselastige Lokale werden sicher keine Einbussen haben ABER der Grossteil der Klein/FamilienLokale wo schwerlastig Getränke den Umsatz ausmachen - da wirds Katastrophal! es ist auch eine gewisse ZWEIZÜNGIGKEIT vom STAAT aus - auf der einen Seite 100e Millionen Steuereinnahmen mit den Zigaretten auf der anderen Seite die Gesundheit vorschieben ... warum nicht den mündigen Bürger entscheiden lassen und pro Packung 1 EURO mehr verlangen somit finanziert sich die daraus ergebenden Krankheiten

  • Antigone am 08.12.2017 13:45 Report Diesen Beitrag melden

    Viel Spaß

    ARBEITNEHMERSCHUTZ ist oberste Priorität für die EU. Strache müsste uns aus der EU hinaus boxen,um sein populistisches Qualm-Versprechen einhalten zu können.

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Harold-Joseph am 10.12.2017 22:33 Report Diesen Beitrag melden

    Schlangenhafte ZWEIZÜNGIGKEIT: STAAT

    eineBevormundung von steuerzahlenden Bürgern!man muss Unterscheiden: Restaurants/Grossgastronomie und Speiselastige Lokale werden sicher keine Einbussen haben ABER der Grossteil der Klein/FamilienLokale wo schwerlastig Getränke den Umsatz ausmachen - da wirds Katastrophal! es ist auch eine gewisse ZWEIZÜNGIGKEIT vom STAAT aus - auf der einen Seite 100e Millionen Steuereinnahmen mit den Zigaretten auf der anderen Seite die Gesundheit vorschieben ... warum nicht den mündigen Bürger entscheiden lassen und pro Packung 1 EURO mehr verlangen somit finanziert sich die daraus ergebenden Krankheiten

  • Jelena am 10.12.2017 02:14 Report Diesen Beitrag melden

    schon traurig, lasst die Raucher

    ich frage mich wie wir es früher überlebt haben, als alle geraucht haben und keine regelungen es gab, weltwunder. Und jetzt auf einmal verlangen die sogenannten nichtraucher eine totalen rauchverbot. Schon traurig, dass dann die gäste ausbleiben, und wahrscheinlich die leute die dort arbeiten auch kein bock haben auf der straße zu stehen um zu qualmen, zudem sieht das bescheuert aus. Ich als nicht raucherin würde niemals mich im leben eines menschen ein mischen, das ist doch seins, wenn einer raucht, wieso seid ihr so unmenschlich. Aber anderes ist euch am ars..wichtiger.

  • Antigone am 08.12.2017 13:45 Report Diesen Beitrag melden

    Viel Spaß

    ARBEITNEHMERSCHUTZ ist oberste Priorität für die EU. Strache müsste uns aus der EU hinaus boxen,um sein populistisches Qualm-Versprechen einhalten zu können.

  • Kleopatra am 08.12.2017 09:27 Report Diesen Beitrag melden

    Verantwortungslos

    Minister Dr. Mitterlehner hat in einem Fernsehinterview zugegeben,dass diese ominöse 3 jährige Übergangsfrist zum Rauchverbot die Grenzen der Zustimmung-betzreffend den Arbeitnehmerschutz- bei der EU ausgereizt hat. Für eine weitere Aufweichung oder Verschleppung usw. des Gesetzes fehlt diesbezüglich jeglicher Handlungsspielraum. Welche Chancen eine von der EU feindlichen FPÖ vorangetriebene Gesetzesänderung bei der EU hätte,überlasse ich der Fantasie der Leser.

  • Hubert Buhlan am 07.12.2017 23:20 Report Diesen Beitrag melden

    Rauchen selbst

    Das sind genau die Wirte, die selbst rauchen.

    • Martina am 10.12.2017 02:07 Report Diesen Beitrag melden

      eigenartige aussage

      Meine freunde und meine verwandten rauchen auch und was soll ich jetzt machen, keine freunde mehr haben und meine verwandten meiden, weil die qualmen? Sie sind mir ein wunderkind. Wenn ich so eine aussage lese, da sind mir die Raucher 100 mal lieber.

    • Harold-Joseph am 11.12.2017 10:13 Report Diesen Beitrag melden

      ... SACK

      ich selbst hatte 2 (Raucher)Lokale UND bin selbst NICHTRAUCHER - man soll MÜNDIGE nicht ENTMÜNDIGEN - diese politische SCHEINHEILIGKEIT geht mir schon auf den ... die aberMILLIONEN aus dem ZIGARETTENVERKAUF sollten ZWECKGEBUNDEN verwendet werden!!! Win-Win Situation für Staat und Bürger wobei der Staat mehr Vorteile daraus zieht ...

    einklappen einklappen