ORF-Beitrag über Abwerzger

11. Februar 2018 18:30; Akt: 22.02.2018 13:51 Print

Wrabetz fordert Klärung, FPÖ ortet Manipulation

Der umstrittene TV-Beitrag des ORF über den Tiroler FPÖ-Spitzenkandidaten Markus Abwerzger sorgt weiter für Aufregung.

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Während die FPÖ dem ORF einem Manipulationsskandal vorwirft, will der Chef des öffentlich-rechtlichen Senders, Generaldirektor Alexander Wrabetz, die Klärung der Causa und hat diesbezüglich schon erste Schritte eingeleitet.

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Der Tiroler Landesdirektor Helmut Krieghofer wurde beauftragt, bis Dienstag einen Bericht vorzulegen. Außerdem wurde die verantwortliche Redakteurin von der Moderation der "Elefantenrunde" zur kommenden Landtagswahl ausgeschlossen.

Der Bericht soll eindeutig erklären, wie der umstrittene Beitrag journalistisch zu bewerten sei. Das heißt es soll einerseits begründet werden, weshalb Abwerzger verkürzt wiedergegeben wurde und andererseits die Frage geklärt werden, warum antisemitische Aussagen eines Passanten unkommentiert gezeigt wurden.

"Vermeintliche Aufklärung lässt Fass überlaufen"

Die FPÖ zeigt sich indes empört, vor allem auch vom Aufklärungsversuch von "Tirol heute" am Samstag. "Die Einmoderation von Tirol-heute Redakteurin Sybille Brunner war rein rabulistisch motiviert, um die Manipulation des Vortages möglichst vergessen zu lassen. Es findet sich kein Wort der Entschuldigung – der ORF-Fehler wird ebenfalls nicht erwähnt. Stattdessen wird einmal mehr falsch missverständlich und manipulativ berichtet", so der medienpolitische Sprecher der FPÖ, Hans-Jörg Jenewein, am Sonntag.

Die Freiheitliche Partei will auch rechtlich gegen den ORF vorgehen, so Jenewein.

Was war passiert? In einer Reportage über den Tiroler FP-Spitzenkandidaten Markus Abwerzger lobt ein 86-jähriger Passant die militärische Ausbildung bei der Hitlerjugend und kritisiert, man dürfe heute nicht mehr "die stinkenden Juden" sagen. Abwerzger steht mit versteinerter Mine daneben und nickt am Ende der Szene, was ihm Gegner als Zustimmung auslegten. Was nicht mehr zu sehen war: Der Politiker weist den Pensionisten danach zurecht und stellt klar, "das soll man auch nicht sagen". FP-Klubchef Rudi Federspiel wirft ein: "Jeder Mensch hat seine Würde, jeder Mensch hat seine Rechte."

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(red)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Patriot5611 am 11.02.2018 19:06 Report Diesen Beitrag melden

    ORF beging strafbare Handlung!

    ORF beging hiermit eindeutig eine strafbare Handlung!!! ::: Verbreitung falscher Nachrichten bei einer Wahl oder Volksabstimmung (Paragraph 264 StGB), die geeignet sind, Wahl- oder Stimmberechtigte zu beeinflussen können mit Freiheitsstrafe bis zu sechs Monaten bestraft werden. Für mich ist das ziemlich eindeutig, dass hier eine Straftat des ORF vorliegt, die anzuzeigen, strafrechtlich zu verfolgen und zu verurteilen ist. :::

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  • Josef Vouivree am 11.02.2018 18:59 Report Diesen Beitrag melden

    Farbwechsel

    Hoffentlich passiert auch beim ORF eine Umfärbung. Siehe ÖBB

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  • Tante Hilde am 11.02.2018 19:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ein verdrehter Sender

    ORF abmelden und die Gschicht hat sich,aus und fertig

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Guziwuzi am 13.02.2018 10:09 Report Diesen Beitrag melden

    Manipulativ

    Manipulativ daß es schon kriminell ist, ähnliches erwartet man sich vielleicht in China oder Russland, aber bei uns darf so was nicht geduldet werden!!!

  • Reinhard am 12.02.2018 07:50 Report Diesen Beitrag melden

    Meine Meinung

    Spätestens jetzt ist der ORF ein Fall für den Staatsanwalt

  • Helmut Dirk am 12.02.2018 07:38 Report Diesen Beitrag melden

    Breitgetreten

    Durch die Manipulation durch den ORF ist dieser Sager einer breiten Öffentlichkeit zu Ohren gekommen. Allein dies sollte bereits strafbar sein.

  • Fretl am 12.02.2018 06:31 Report Diesen Beitrag melden

    Überheblch

    Das wäre ja jetzt die Gelegenheit für die Regierung,die GIS abzuschaffen.Überbezahlte arrogante Schnösel sollten auch mal Grenzen kennen lernen.Wenn das eine privat Person macht , wird er von sämtlichen Anwälten in der Luft zerrissen.

  • Das omen am 12.02.2018 01:18 Report Diesen Beitrag melden

    lasst die kirche mal im dorf

    Jungs nun lasst doch alle einmal die kirche im dorf. lasst den orf orf sein. ihr müsst ja nicht die nachrichten schauen. könnt ja auch auf andere sender umwechseln. man erfährt viel über land und leute. es gibt dokumentationen über unser land die nur der orf macht. die werden auch auf ard und zdf ausgestrahlt. wir haben ein wunderschönes land. und der orf hilft uns immer wieder dieses land im tv zu erkunden. die privaten haben dazu zu wenig interesse oder möglichkeiten. es gibt viele aspekte die der orf hat. versteift euch nicht nur auf die nachrichten. man vermisst nur sachen die man nicht me

    • gerraldo am 12.02.2018 04:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Das omen

      Seien sie bitte ehrlich: Sie machen gerade genau das, was sie (und andere) den "Rechten" immer vorwerfen. Etwas verharmlosen... Wenn das ein vermeintlich "Rechter" macht, dann Gnade im Gott! ;)

    • Patriot5611 am 12.02.2018 06:07 Report Diesen Beitrag melden

      @ Das omen - versus strafbare Handlung

      Der ORF hat eine strafbare Handlung begangen und sie wollen die "Kirche im Dorf lassen"? Bitte denken sie noch einmal darüber nach. Beim Vorverurteilen unschuldiger Freiheitlicher haben sie auch nicht "die Kirche im Dorf" gelassen.

    • Guziwuzi am 13.02.2018 10:11 Report Diesen Beitrag melden

      das sind Ja Manipulationen

      das sind Ja Manipulationen wie im 3.Reich

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