Kanzler im 71er

25. September 2017 16:02; Akt: 26.09.2017 08:13 Print

Kern im Öffi-Talk: Warum er gern Tretroller fährt

„Heute“ dreht mit den Spitzenkandidaten eine Runde in den Öffis. Mit Kanzler Christian Kern (SP) ging es in seiner „Heimatlinie“ durch Wien-Simmering.

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Wir treffen den Bundeskanzler am Bahnhof Simmering. Dass er in der Gegend aufgewachsen ist, merkt man sofort: Kern nimmt eine Abkürzung quer durch das Stationsgebäude, steuert auf die Straßenbahn 71 zu. „Das war meine Heimatlinie“, erzählt er. „Mit dem 71er bin ich in die Schule und später auf die Uni gefahren.“

Zeit für Besuche in Simmering, wo seine Mutter lebt, bleibt ihm zwar im Wahlkampf, aber „nur einmal in der Woche“. Genauso oft komme er zum Laufen. Dafür kurve er gerne mit einem Tretroller herum – der sei „für kurze Wege ideal“.

Überraschte Gesichter dann in der Bim, als Kern zusteigt. Er schüttelt Fahrgästen die Hände und winkt oft nach draußen. Am Ring versetzt er Schülerinnen fast in Ekstase – sie kreischen, winken, zücken ihre Handys.

Drinnen geht es um Inhalte. Bildung ist für Kern „die wichtigste Zukunftsfrage“: „Wir müssen allen Kindern die Chance geben, ein geglücktes Leben zu führen.“ Die SPÖ fordert ein zweites Gratis-Kindergartenjahr und flächendeckend ganztägige Betreuungseinrichtungen. Volksschulen bräuchten „mehr Lehrer und Sozialarbeiter, vor allem dort, wo Deutsch nicht die Muttersprache ist.“ Die Lehrlingsausbildung soll attraktiver werden.

Beim Thema Migration ist für ihn klar, dass es „keine weitere illegale Migration und keine weitere aus wirtschaftlichen Gründen geben darf.“ Für Arbeitende fordert Kern einen „Mindestlohn von 1.500 €: Wir haben derzeit 300.000 Österreicher, die 40 Stunden arbeiten, aber nicht einmal so viel verdienen – das ist inakzeptabel.“

Wahlziel ist, am 15. Oktober vorne zu liegen. In Koalitionsfragen gehe es „darum, Bündnispartner zu finden, die unsere Ziele – das Leben der Menschen besser zu machen – umsetzen wollen.“ Kern selbst will weiter gestalten: „Ich werde zehn Jahre an der Spitze der SPÖ bleiben.“

(uha)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • simmeringer am 26.09.2017 06:44 Report Diesen Beitrag melden

    Bim Fahrt

    Was man nicht alles vor der Wahl macht , sogar Strassenbahnfahren Hr Kern glauben sie im ernst das ihnen das Stimmen bringt ??

  • Zillerthaler Burkinijäger am 26.09.2017 06:46 Report Diesen Beitrag melden

    Personalmangel

    Ich dachte nach Faymann kann es nicht noch weiter bergab gehen mit den Sozen. Ich habe mich geirrt. Entweder wird Kern von der FPÖ bezahlt oder ich verstehe nicht wie man sich so verhalten kann. Bei der Geschichte mit den internen Dokumenten gibt er öffentlich zu, dass Zeitungen durch die SPÖ angefüttert werden. Was ist los mit dem? Beim Häupl weiß man ja warum er sagt was er so sagt, aber bei dem?

  • ExSpö Mitglied am 26.09.2017 07:18 Report Diesen Beitrag melden

    Kern selbst will weiter gestalten: Ich werde zehn

    Hoffentlich pfeiffen ihn seine eigenen "Genossen und Brüder" den Marsch in eine gut dotierte "Manager Position" - wie sie es seit Jahrzehnten machen. Als Kanzler ist er eine mimosenhafte Marionette der grauen Eminenzen und er kann dies nicht einmal ansatzweise kaschieren. Wenn der ein privates Unternehmen führen würde, wäre er schnell ein AMS-Empfänger ohne Chance auf irgendeine Stelle am freien Arbeitsmarkt. Hoppala nein nicht ganz - er könnte noch immer als Schaufensterpuppe agieren, solange er richtig dekoriert hin gestellt wird.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Hannah am 26.09.2017 13:41 Report Diesen Beitrag melden

    Kern Superstar

    Na liab, die schauen alle in verschiedene Richtungen, ob da wirklich der Kern gemeint ist? Ich glaubs ja net wirklich.

  • Luzifer van der Hölle am 26.09.2017 13:07 Report Diesen Beitrag melden

    Wahlziel ist, am 15. Oktober vorne zu liegen

    Vor WEM, ausser Pilz, Strolz, Lunaschreck oder Liste "wurscht", wollen sie denn zu liegen kommen ?! Vor allem mit solch mimosenhaften Ausreden samt Drohung, nicht mehr eine bisher üppig bezahlte Zeitung finanziell unterstützen zu wollen, zeugt von Verzweiflung und innerer Aufgabe, der man sichtlich gar nie gewachsen war wie der Werner F. zuvor ! Mir ist es recht, denn dadurch gewinnt die Fpö verdient etliche Stimmen, welche bisher durch teure Wahlwerbung(manipulation), siehe BP-Wahlkrampf erkauft werden konnten.

  • Demokrit am 26.09.2017 11:15 Report Diesen Beitrag melden

    Interessant

    .......dass es noch immer einige Anhänger von Kern gibt, die für ihn stimmen werden, obwohl er als Politiker völlig ungeeignet ist.

  • pipolo am 26.09.2017 10:07 Report Diesen Beitrag melden

    unsin

    Vor der Wahl lächeln, Händeschütteln, Versprechen, nach der Wahl alle u. alles Ignorieren

  • ChrisW am 26.09.2017 09:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Das gab es schon

    Mit dem 71er ist ja schon Strache gefahren. Kern hätte vielleicht den 6er nehmen sollen. Da hätte er viiiele bunt durchgemischte Leute getroffen und noch länger plaudern können ;-)

    • 71erFahrer am 26.09.2017 10:50 Report Diesen Beitrag melden

      Dieser 71er spiegelt nicht das wieder

      was ich sehe, wenn ich damit fahre. Und die Schulklasse scheint gestellt, denn Schüler in Simmering sind MultiKulti.

    • Luzifer van der Hölle am 26.09.2017 12:53 Report Diesen Beitrag melden

      darum winkt er ja auch so oft

      nach draussen, da ihn im realen Leben einer Strassenbahnfahrt vor allem der Linie 6 & 71, wohl nur wenige sprachlich verstehen werden. Man sieht dem wie Vranitzky bis Fayman seine Abgehobenheit an, auch wenn er versucht, sich anders zu geben. Wahrscheinlich vertraut er nun wegen des Fellner Blatt darauf, daß es noch ausreichend viele ge- bzw verwöhnte Rotwähler" gibt, welche ihn egal was er tut oder sagt, wählen werden. Die befürworten auch seinen Mauer um die Löwelstrasse bis zum BP-Palast !

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