Österreich

Wirbel um Islam-Folder: Kopftuch für Sechsjährige

Das Islamische Zentrum in Wien, wirbt offensiv für eine Schule, in der schon sechsjährige Mädchen Kopftuch tragen. Die Aufregung ist groß!

Heute Redaktion
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Kopftuch schon in der Volksschule?
Kopftuch schon in der Volksschule?
Bild: imago stock & people

Nach dem "Heute"-Bericht vom Montag herrscht große Aufregung in den sozialen Medien, sogar FP-Chef H.C. Strache hat sich auf Facebook in die Debatte eingemischt. Zitat: "Hier werden Mädchen von klein auf unterdrückt. Damit gehen wir einen weiteren Schritt in Richtung Parallelgesellschaft!"

Folder empfiehlt Islam-Schule!

Was war passiert? Die größte Moschee in Wien, das Islamische Zentrum in Floridsdorf, ruft in Info-Foldern Gläubige auf, ihre Kinder in die "Isma-Gesamtschule" in Wien-Meidling zu schicken. Diese ist dafür bekannt, dass schon sechsjährige Tafelklasslerinnen Kopftücher tragen. Auch am Folder sind kleine Mädchen mit Kopftüchern abgebildet.

Selbst Islam-Sprecherin kritisch

Selbst die Sprecherin der Islamischen Glaubensgemeinschaft, Carla Amina Baghajati, sieht das Bildungsinstitut kritisch: "Das Kopftuch ist nur etwas für die religiös mündige Frau!" Die Schulgründung ging von Muhammad Ismail Suk aus, dem Kontakte zu salafistischen Predigern nachgesagt werden.

Direktorin wehrt sich

Direktorin Petra Klier hält fest, dass Suk "längst nicht mehr im Verein ist" und argumentiert das Kopftuch als "Ausdruck der Willensfreiheit" der Sechsjährigen. Und: "Manche Mädchen ziehen genau das an, was die Mutter ihnen hinlegt, andere genau deswegen was anderes."

"Kinder werden instrumentalisiert"



Strache fordert erneut ein "sofortiges Kopftuchverbot in Kindergärten, Schulen, Universitäten und im öffentlichen Dienst." Es gehe nicht an, dass kleine Kinder für den politischen Islam instrumentalisiert werden.