Interna dringen nach außen EM 2012

Lahm: Kein Spion gegen "Maulwurf"

Philipp Lahm, Kapitän der deutschen Nationalmannschaft

Philipp Lahm, Kapitän der deutschen Nationalmannschaft

Philipp Lahm, Kapitän der deutschen Nationalmannschaft

Philipp Lahm, Kapitän der deutschen Nationalmannschaft

Kapitän Philipp Lahm hat nochmals an die Spieler der deutschen Fußball-Nationalmannschaft appelliert, interne Informationen vor dem EM-Halbfinale nicht wieder nach außen zu tragen. "Es ist natürlich schade, wenn Dinge herauskommen. Die ganze Nation fiebert mit und will, dass wir weiterkommen", erklärte Lahm am Sonntag in Danzig.

Vor dem Viertelfinale gegen Griechenland waren schon Stunden vorher die Offensivumstellungen von DFB-Trainer Joachim Löw in Medien verbreitet worden und wurden so auch dem Gegner bekannt. "Das ist nicht das Problem der Mannschaft. Eher hat der ein Problem, der etwas preisgibt", betonte Lahm.

Jedem sollte bewusst sein, was auf dem Spiel steht, wenn er Informationen weitergibt, betonte Lahm. Sonst habe er "den Sport nicht ganz verstanden, wie so etwas abläuft. Aber wir werden jetzt keinen Spion darauf ansetzen". Das sei das Thema für 23 Spieler und das Trainerteam, meinte der 28-jährige Münchner.

Natürlich könne jeder mit seiner Frau, seiner Freundin oder seinem Berater sprechen. Aber was interne Sachen betrifft, "das bleibt in den vier Wänden bei uns", forderte Lahm. Nach dem Vorstoß unter die letzten vier sieht der DFB-Kapitän auch keinen Grund für Lockerheit.

"Der Druck ist immer noch da, wir wollen ins Finale. Die Anspannung wird immer groß sein", sagte der Abwehrspieler am ersten komplett freien Turniertag der 23 deutschen EM-Spieler. Nach vier Siegen in vier Spielen könne man mit breiter Brust ins Halbfinale am kommenden Donnerstag gehen.

"Italien oder England - was will man mehr? Wir können uns auf einen echten Klassiker freuen", meinte Lahm. Beide Kontrahenten seien stark, "aber beide freuen sich auch nicht, gegen uns zu spielen." Für ihn sei aber weiterhin Welt-und Europameister Spanien "das Maß aller Dinge. Die Spanier gilt es zu schlagen."

APA/red.


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