Das sagt Legende Hans Huber EM 2012

"Heute“-Leser rechnen mit ORF-Berichterstattung ab

Oliver Polzer

ORF-Kommentator Oliver Polzer (li. mit Herbert Prohaska) erhitzt die Fußball-Gemüter (© Picturedesk)

Halbwissen, abgedroschene Phrasen, überheblich – dieses Bild haben Österreichs Fußball-Fans von den ORF-EM-Kommentatoren. Zum brisanten Thema erreichten uns Hunderte Leserbriefe. Es ist demnach kein Zufall, dass immer mehr wegschalten.

Heute-Recherchen ergaben: Bis zu 250.000 (!) Zuschauer verfolgen ein EM-Spiel lieber im deutschen Fernsehen (ARD, ZDF) als im ORF. Viele schalten auch erst in Verlängerung oder Elfmeterschießen um – wenn es spannend wird, wenn schlüssige Kommentare gefragt sind. Die bekommen sie im ORF offenbar nicht.

"Wir reagieren natürlich auf Beschwerden, analysieren alles ganz genau", sagt ORF-Sportchef Hans-Peter Trost zu Heute. Viele Leser sehnen sich auch nach der guten, alten Zeit – nach Legenden wie Robert Seeger oder Hans Huber.

War damals alles besser? Heute hat nachgefragt.
"Natürlich nicht", lacht Huber (68), der Tausende TV-Einsätze am Buckel hat. "Auch wir wurden kritisiert, machten Fehler – daraus muss man lernen." Was macht einen guten Kommentator aus? "Wenig reden, viel sagen. Du darfst nie der Mittelpunkt, sondern nur eine Stütze für den Zuschauer sein", erklärt er.

Klaus Pfeiffer

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