Streit in der Formel 1 Formel1

Ferrari-Boss zweifelt an Vettel - Berger kontert

Ferrari-Boss zweifelt an Vettel - Berger kontert

Luca di Montezemolo glaubt, dass in der nächsten Saison alles wieder besser wird für Ferrari (© Reuters)

Luca di Montezemolo
Luca di Montezemolo glaubt, dass in der nächsten Saison alles wieder besser wird für Ferrari
Da prallen zwei Meinungen aufeinander. Ferrari-Boss Luca di Montezemolo hält Fernando Alonso für einen besseren Piloten als Sebastian Vettel. Doch Gerhard Berger ist da völlig anderer Ansicht.

Der deutsche Boulevard ist entsetzt über Luca di Montezemolo. Der Ferrari-Boss, der vor kurzem sein 20-jähriges Jubiläum als Chef der Scuderia feierte, traut sich doch tatsächlich, Sebastian Vettels Können in Frage zu stellen. "Wir haben einen Vertrag mit Fernando Alonso, der bis 2016 läuft. Bei allem Respekt für die anderen Piloten ist Alonso im Rennen der Beste der Welt", so der Italiener in der Gazetto dello Sport.

Gerhard Berger
Gerhard Berger ergreift Partei für Vettel
Dem widerspricht Gerhard Berger in der Speedweek, der große Stücke auf seinen ehemaligen Schützling Sebastian Vettel hält: "Schneller fahren und weniger Fehler machen geht ja fast nicht mehr. Deshalb wird er sich vor allem als Person und Charakter weiterentwickeln und seine Leistung noch über viele Jahre aufrechterhalten."

Der ehemalige Ferrari-Pilot sieht Red Bull auch in den kommenden Jahren an vorderster Front: "Sie haben mit Webber einen sehr guten Piloten und mit Vettel einen absoluten Ausnahmefahrer. Beide harmonieren. Also sind Ferrari, McLaren und Mercedes nicht gerade zu beneiden."

Dass der zweifache Weltmeister Alonso mit viel Talent gesegnet ist, steht außer Frage. Doch in diesem Jahr läuft es gar nicht rund für den 27-fachen Grand-Prix-Sieger. Nur einmal (Silverstone) durfte er in dieser Saison von der obersten Stufe des Stockerls jubeln. Ansonsten war der Ferrari 150° Italia höchstens erster Verfolger von Red Bull und Ferrari.

Alonso und Vettel
Alonso fuhr Vettel 2011 nur hinterher
Das wurmt auch Montezemolo. Ihm zufolge sei Ferrari zu konservativ bei der Entwicklung des Boliden vorgegangen: "Wir interpretierten das Reglement nicht sehr gut und riskierten bei der Technologie unseres Projektes nichts." Auf einer Skala von eins bis zehn gibt er seinem Team für diese Saison "eine Fünf. Ich erhöhe aber auf eine Sechs - wegen des Einsatzes und des Sieges in Silverstone."

Am Wochenende hat Ferrari noch eine letzte Chance, es Red Bull zu zeigen. Doch beim Saisonfinale in Brasilien werden die Augen der Fans nicht nur auf Red Bull und Ferrari gerichtet sein, die Brasilianer haben mit Bruno Senna ihren sentimentalen Favoriten.


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2 Kommentare
Sunny_Y Veteran (421)

Antworten Link Melden 0 am 23.11.2011 07:06

dass dzt. Vettel / Red Bull gewinnt und Alonso/Ferrari nicht. Alles Andere ist unnötiges bla bla

wieschrecklich Newcomer (5)

Antworten Link Melden 0 am 22.11.2011 19:04

Nun, der alonso ist nicht schlecht, aber Ferrari hat wider das alte Problem- jeder will der Beste sein und dann gelingt dort nichts- zu Schumis Zeiten waren da andere am Ruder - und das hat denn Erfolg gebracht- die reisen nächste jahr auch nix....

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