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07.03.2012
Radikaler Umbau geplant
Geheimtest soll Ferraris Schnecke Beine machen
Die Ingenieure rätseln weiter, wieso der Ferrari so langsam ist (© APA)
Folgt ein weiteres Seuchenjahr muss Domenicali wohl seine Sachen packen (© APA)
Teamchef ist angezählt
Montezemolo nimmt die Bedenken des zweifachen Weltmeisters Ernst: "Ich hoffe, dass Fernando Alonsos Sorgen unbegründet sind, aber er ist immer objektiv." Gleich nach dem letzten Test in Barcelona war Teamchef Stefano Domenicali an die Öffentlichkeit getreten und hatte einen Podestplatz beim Saisonauftakt abgeschrieben (Heute.at berichtete).
Ferrari holt den F10 wieder aus dem Museum (© APA)
Auto soll radikal umgebaut worden
Verzweifelt will man jetzt das Konzept wieder auf den Kopf stellen. Laut Gazzetta dello Sport werden unter anderem komplett neue Seitenkästen entworfen. Deshalb muss der F2012 erneut zum Crashtest. Wird dieser nicht bestanden, müssen Alonso und Teamkollege Felipe Massa mit dem "alten" Auto und somit mit stumpfen Waffen kämpfen. Doch vermutlich wird der Umbau ohnehin frühestens bis zum zweiten Rennen in Malaysia fertig sein, darauf deuten auch die Geheimtests hin.
Mika Salo wurde zu Testfahrten eingeladen (© APA)
Ein weiteres Problem: Bis zum Saisonstart in Melbourne (18. März) stehen keine offiziellen Tests mehr am Programm. Wie jetzt aber durchsickerte, wird Ferrari das Testverbot aber umgehen. Denn laut Regeln ist es erlaubt zu testen, wenn das Auto mindestens zwei Jahre alt ist. Gefahren wird am Wochenende des Australien-GP auf der Rennstrecke in Suzuka (JPN), die vor allem dafür bekannt ist, dass sie die aerodynamischen Schwächen der Autos gnadenlos aufzeigt.
Der F10 wurde von Ferrari in der Saison 2010 eingesetzt, als Alonso hinter Sebastian Vettel Vizeweltmeister wurde. Interessantes Detail am Rande: Den Test wird nicht einer der drei (!) Testfahrer bestreiten, sondern Mika Salo, der 1999 Michael Schumacher nach dessen Beinbruch vertrat.
Der Finne war höchst überrascht über den Anruf aus Maranello, "schließlich bin ich seit zehn Jahren nicht mehr ernsthaft ins Formel-1-Geschehen involviert". Doch das Unterfangen ist so geheim, dass man selbst Salo im Dunkeln tappen lässt. "Ich habe versucht, herauszufinden, ob es sich dabei nur um einen Showrun handelt, aber sie gaben mir keine weiteren Informationen", so der 45-Jährige gegenüber MTV3.
(© Markus Miksch)
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