Ecclestones Saisonvorschau Formel1

"Würde Schumacher gerne bei Red Bull sehen"

Bernie Ecclestone

Bernie Ecclestone analysiert die Formel 1 vor dem Saisonstart

Bernie Ecclestone

Bernie Ecclestone analysiert die Formel 1 vor dem Saisonstart

Bernie Ecclestone fiebert bereits dem Saisonauftakt in Melbourne entgegen. Wieso er sich Michael Schumacher im Red Bull wünscht, wen er als schärfsten Titelrivalen von Sebastian Vettel sieht und wieso er noch nicht vor hat zu sterben, erzählte der Formel-1-Boss der APA.

Am kommenden Wochenende dröhnen endlich wieder die V8-Motoren der Formel-1-Boliden. Auch Ecclestone freut sich, dass es endlich wieder losgeht. "Es ist das erste Mal, dass wir sechs Weltmeister am Start haben. Das ist also schon einmal eine Premiere. Hoffentlich können sie alle ihre Klasse zeigen, dann werden es Superrennen", so der Brite, der aber hinzufügt: "Ich bezweifle etwas, dass das passieren kann. Wenn sie alle dasselbe Auto hätten, dann könnten wir uns zurücklehnen und schauen, wer wirklich der Beste ist."

Mark Webber

Webber ist für Ecclestone einer der WM-Kandidaten

Webber erster Vettel-Rivale?
An einen Alleingang von Sebastian Vettel wie im Vorjahr glaubt der 81-Jährige nicht. "Er wird es diesmal nicht so leicht haben wie im letzten Jahr." Den schärfste Rivalen sieht Ecclestone in Bullen-Stallgefährte Mark Webber. "Er wird einen viel besseren Job als im vergangenen Jahr machen", glaubt der F1-Boss, der McLaren als ersten Verfolger des österreichischen Rennteams sieht.

Auch zum britischen Stallduell zwischen Jenson Button und Lewis Hamilton hat Ecclestone eine Meinung: "Jenson nutzt die Reifen sehr gut zu seinem Vorteil, er denkt viel mehr nach, schont das Auto, macht wenig Fehler. Lewis ist eher meine Art von Fahrer. Er ist aggressiv, einfach gut in dieser Hinsicht. Aber ich wäre sehr überrascht, wenn es Jenson nicht wie im Vorjahr gelingt, schneller als Lewis zu sein."

Schumacher zu Red Bull?
Die großen Unbekannten in dieser Saison sind Lotus und Mercedes, die beide bei den Wintertests starke Leistungen boten. Ecclestone würde sich wünschen, den für die "Silberpfeile" fahrenden Michael Schumacher "ein paar Mal auf dem Podium sehen. Keine Ahnung, ob er Rennen gewinnen kann. So weit ich weiß, ist sein Auto viel besser als im letzten Jahr. Das ist es, was er braucht."

Michael Schumacher

Schumacher präsentiert sich vor dem Saisonstart in Topform

Doch der größte Wunsch des Milliardärs wäre Schumacher als Teamkollege von Vettel bei Red Bull. "Das war ein bisschen so dahingesagt. Ich würde ihn einfach sehr gern in einem Auto mit dieser Leistungsfähigkeit sehen. Aber ich glaube, Sebastian würde sich darüber freuen, wenn es so käme", glaubt Ecclestone, der mit "Schumi" zur Mitte der Saison gerne sprechen würde, ob er der Formel 1 noch länger als Pilot erhalten bleiben möchte, da dessen Vertrag mit Jahresende ausläuft.

"Räikkönen ist unter allen die unbekannte Größe"
Auch von Kimi Räikkönen, der bei Lotus sein Comeback feiert, erwartet der 81-Jährige einiges: "Er hat bei den Tests eine viel bessere Leistung gezeigt, als ich erwartet hätte. Ich bin sehr beeindruckt von Kimi, er ist unter allen die unbekannte Größe dieses Jahr. Und das Auto ist wohl auch richtig gut."

Aber auch Ecclestone glaubt, dass Ferrari in diesem Jahr wohl mit Problemen zu kämpfen haben wird. "Sie scheinen die ersten Rennen wieder zu verschlafen. Hoffen wir mal, dass sich einige Dinge in deren Lager geändert haben,
wenn die Europa-Rennen beginnen. Ferrari ist eben Ferrari, etwas Besonderes. Also wäre es schön, wenn sie konkurrenzfähig sind. Ich denke nicht, dass Ferrari die Leistung ihres derzeitigen Autos für längere Zeit hinnehmen wird."

Keine Lust auf die Pension
Während andere 81-Jährige längst ihre Pension genießen, arbeitet Ecclestone praktisch rund um die Uhr. An einen Rücktritt denkt der Brite noch lange nicht. "Ich habe derzeit nicht die Absicht zu sterben. Und ganz
sicher werde ich nicht in Rente gehen, ehe ich meine Pläne für die Formel 1 umgesetzt habe. Ich denke also, für ein paar Jahre bleibe ich noch."


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