Brenzlige Situationen Formel1

Feuer, Crashs & Dreher im Monaco-Training

Feuer, Crashs & Dreher im Monaco-Training

Seltener Nebel, verursacht durch Kovalainens Motorschaden, an der französischen Küste. (© Reuters)

Kovalainen mit Motorschaden
Seltener Nebel, verursacht durch Kovalainens Motorschaden, an der französischen Küste.
Ereignisreich hat der 70. Grand Prix von Monaco begonnen. Das erste Freie Training wurde am Donnerstag nach einem gefährlichen Vorfall im Tunnel vorzeitig abgebrochen, am Nachmittag gab es wegen Regens zahlreiche Dreher und Unfälle.

Schnellster im 2. Training: Jenson Button
Schnellster im 2. Training: Jenson Button
Tagesbestzeit ging mit 1:15,746 Minuten an den englischen McLaren-Fahrer Jenson Button, am Vormittag war Fernando Alonso im Ferrari mit 1:16,265 Min. schnellster Fahrer gewesen. Die ersten fünf Saisonrennen haben fünf verschiedene Sieger - mit den letzten zwei Rennen der vergangenen Saison sind es sogar bereits sieben in sieben Rennen en suite - gebracht. Die Chance, dass am Pfingstsonntag (Start 14 Uhr) wieder ein neuer Pilot vom obersten Treppchen lacht, ist da.

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Grand Prix von Monaco
Fernando Alonso war im ersten, verkürzten Training am schnellsten.
Denn konstantester Fahrer am ersten Monaco-Tag war der 26-jährige Genfer Romain Grosjean, der in seinem Lotus zwei Mal Platz zwei belegte. Er wäre der erste französische Monaco-Sieger seit dem Sensationscoup von Olivier Panis im Jahr 1996. Auch sein erfahrener Teamkollege Kimi Räikkönen ist Mitfavorit, der Finne wurde am ersten Tag aber von argen Problemen verfolgt.

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"Hätte er Angst, könnte er nie so schnell sein"
Imponierend fuhr auch Sergio Perez. Der im Vorjahr nach dem Tunnel schwer verunfallte Mexikaner war am Vormittag im Sauber Drittschnellster und am Nachmittag im Regen gemeinsam mit Pastor Maldonado ganz vorne dabei. "Er ist ein Profi, hat den Unfall perfekt verarbeitet. Hätte er noch Angst, könnte er nie so schnell sein", lebte Perez' österreichischer Fitness-Betreuer Josef Leberer. Maldonado unterstrich mit zwei fünften Plätzen, dass er und sein Williams auch in Monaco stark unterwegs sind.

Für den ersten Schreckmoment hatte Heikki Kovalainen gesorgt. Der Renault-Motor seines Caterham ging zehn Minuten vor Ende des ersten Trainings mitten im Tunnel explosionsartig hoch, der Finne stellte den blockierenden Boliden am Ende mitten in einer dichten Rauchwolke ab. Zum Glück folgte gerade kein anderes Auto, ein Auffahrunfall an der mit 300 km/h schnellsten Stelle der Strecke wäre fatal gewesen.

Supersoft-Reifen im Test
Kovalainen sorgte schließlich auch für den Schlusspunkt, als er am Nachmittag bei Regen leicht verunfallte. Wegen der zahlreichen Vorfälle bekamen die Teams nur bedingt Gelegenheit, die heuer erstmal eingesetzten Supersoft-Reifen zu testen. Button nutzt es jedenfalls, seine auf den superweichen Gummis früh aufgestellte Bestzeit hielt wegen es nach schon 15 Minuten einsetzenden Regens bis zum Schluss.

Die vielen Fragezeichen wurden damit auch in Monaco vorerst nicht ausradiert. Auch der weiterhin ratlose Weltmeister Sebastian Vettel musste sich am Donnerstag mit den bescheidenen Plätzen neun und zehn zufriedengeben. Der zusammen mit Alonso und jeweils 61 Zählern in der WM führende Deutsche verzeichnet somit keinen optimalen Auftakt in Monaco, nachdem er schon vor zwei Wochen in Barcelona mit Platz sechs einen Rückschlag erlitten hatte. Vettel ist als Vorjahressieger in Monaco Titelverteidiger.

Training geht am Samstag weiter
Weiter geht es in Monaco erst am Samstag mit dem dritten Freien Training und der Qualifikation für die Startaufstellung am Sonntag. Der Freitag ist im Fürstentum traditionell rennfrei, dafür jagt ein PR-Termin den anderen.


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