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07.07.2012

GP von Silverstone

Regen-Chaos in der Formel 1: Fans ausgeladen

Jenson Button

Das Wetter in Silverstone stellt Fahrer, Organisatoren und Fans vor eine Herausforderung (© Phil Noble/Reuters)

Kuriose Bitte vom Strecken-Geschäftsführer in Silverstone: Mehr als 20.000 Kartenkäufer für Samstag wurden wieder ausgeladen. Grund dafür ist das Regenwetter und die chaotische Verkehrssituation bei der Anreise. Fernando Alonso war am Samstag Trainingsschnellster.

"Wenn Sie ein Ticket für einen öffentlichen Parkplatz haben, empfehlen wir Ihnen dringend, nicht zu kommen", sagte Strecken-Geschäftsführer Richard Phillips vor dem Qualifying zum Grand Prix von Großbritannien. Grund für die ungewöhnliche Aufforderung ist das Regenwetter und die chaotische Verkehrssituation rund um den Traditionskurs in Mittelengland.

Schon am Freitag war der Verkehr in Silverstone zusammengebrochen. Tausende verpassten deshalb den ersten Trainingstag der Formel 1. Auslöser für die kilometerlangen Staus war die Sperrung zahlreicher unbefestigter Parkflächen wegen des Dauerregens. Dabei hatten die Veranstalter zuvor knapp 1,3 Millionen Euro für ein neues Verkehrskonzept investiert.

Schon einmal gab es ein ähnliches Chaos in Silverstone
Vor zwölf Jahren hatte es in Silverstone schon einmal ein ähnliches Chaos gegeben. Damals steckte sogar Formel-1-Chef Bernie Ecclestone im Stau fest. Wegen des Ärgers hatte der Brite gedroht, den Grand Prix aus dem Kalender zu streichen.

Sollte der Regen wie erwartet anhalten, fürchten die Organisatoren für den Renn-Sonntag weitere Probleme. "Ich habe schon vieles erlebt, aber so eine Wetterlage noch nicht", bekannte Streckenchef Phillips. Das Rennen selbst sei jedoch nicht in Gefahr, fügte er hinzu.

Alonso startet aus der Pole Position
WM-Spitzenreiter Fernando Alonso startet am Sonntag (Start: 14.00 Uhr) von der Pole Position in den Formel-1-Grand-Prix von Großbritannien. Der spanische Ferrari-Star erzielte am Samstag im Qualifying auf dem 5,891 Kilometer langen Kurs in 1:51,746 Minuten Bestzeit und verwies damit den Australier Mark Webber im Red Bull (+0,047 Sek.) hauchdünn auf Platz zwei.

Dahinter landeten Rekordchampion Michael Schumacher (Mercedes/0,274) sowie Weltmeister Sebastian Vettel (Red Bull/0,453/beide GER) auf den Plätzen drei bzw. vier. Für Alonso, der in der WM 20 Zähler vor Webber führt, ist es die 21. "Pole" seiner Karriere. Das Qualifying hatte in der zweiten von drei Phasen wegen zu starken Regens für rund eineinhalb Stunden unterbrochen werden müssen.

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