De Villota bei Bewusstsein Formel1

Piloten widmen Grand Prix verunglückter Testpilotion

Maria de Villota

Mehrere Piloten wie etwa Fernando Alonso (unten) oder Lewis Hamilton (oben) trugen auf ihren Helmen Sterne, um das Rennen der verunglückten Testfahrerin Maria de Villota zu widmen

Maria de Villota

Mehrere Piloten wie etwa Fernando Alonso (unten) oder Lewis Hamilton (oben) trugen auf ihren Helmen Sterne, um das Rennen der verunglückten Testfahrerin Maria de Villota zu widmen

Die Rennfahrer-Kollegen der schwer verunglückten Formel-1-Testpilotin Maria de Villota drückten im Rahmen des Silverstone-Rennens ihr Mitgefühl aus. Die 32-Jährige steht nach einer erneuten Operation vor einem langen Weg zurück ins Leben. Sie wurde am Freitag erneut operiert und ist nun wieder bei Bewusstsein. Wie auch die Genesung der Pilotin werden auch die Ermittlungen viel Zeit in Anspruch nehmen.

Ferrari-Star Fernando Alonso klebte das orangefarbene Sternchen-Logo der Pilotin auf seinen Helm und widmete ihr dann auch seine Pole Position. "Alles, was wir an diesem Wochenende tun, gibt ihr und ihrer Familie hoffentlich Kraft. Wir wünschen ihr gute Besserung", sagte De Villotas Landsmann Alonso. Das Mercedes-Duo Michael Schumacher und Nico Rosberg sowie Lewis Hamilton und Jenson Button von McLaren fuhren ebenfalls mit dem De-Villota-Stern auf dem Helm. Weitere Piloten folgten diesem Beispiel.

"Lange Zeit, bis sie wieder ganz gesund ist"
"Sicher ist, dass es lange Zeit dauern wird, bis sie wieder ganz gesund ist. Man muss derzeit noch von Stunde zu Stunde und von Tag zu Tag sehen, ob es bergauf geht", sagte Marussia-Teamchef John Booth vor dem Grand Prix in Silverstone. Nach ihrer erneuten Operation ist sie nun wieder bei Bewusstsein. "Sie ist wach und spricht mit der Familie", sagte Marussia-Teamchef John Booth am Sonntag in Silverstone dem britischen Sender Sky Sports News.

De Villota war am Dienstag bei Testfahrten gegen die Laderampe eines Lasters geprallt. Sie zog sich dabei einen Schädelbruch zu und verlor ihr rechtes Auge. Nach dem Unfall war sie zunächst für rund zwölf Stunden operiert und danach in ein künstliches Koma versetzt worden. Am Freitag gaben die Ärzte dann grünes Licht für einen zweiten Eingriff. Die Operation am Gesicht sei in deutlich kürzerer Zeit abgeschlossen worden, hieß es.

De Villota reagiere positiv auf die Behandlungen, versicherte der Rennstall. "Diese Entwicklungen und die deutlich besseren Signale für Marias Familie haben uns sehr ermutigt", hieß es in einer Mitteilung des Marussia-Teams.

"Ermittlungen werden Monate dauern"
Zur Ursache des Unfalls auf dem Flugfeld im englischen Duxford macht das Team aus juristischen Gründen weiterhin keine Angaben. "Die Ermittlungen werden Monate dauern", sagte Teamchef Booth der Bild-Zeitung (Samstag-Ausgabe). De Villota war nach einer ersten Proberunde auf gerader Strecke zurück an die Box gekommen und hatte dabei die Kontrolle über das Auto verloren. Die Rennfahrerin sollte an zwei Tagen neue Bauteile für die Autos der Marussia-Stammpiloten Timo Glock und Charles Pic testen.

Vorwürfe, der Rennstall sei mit De Villota ein zu hohes Risiko eingegangen, wies Booth zurück. Die 32-Jährige besitzt keine Superlizenz und dürfte daher nicht an einem Formel-1-Rennen teilnehmen. "Wir haben nicht fahrlässig gehandelt", sagte Booth. Testfahrten auf gerader Strecke seien "die normale Methode eines Teams, seine jungen Ersatzfahrer zu schulen und ihnen Erfahrung zu bringen. Und es war auch nicht das erste Mal, dass Maria ein modernes Formel-1-Auto gefahren ist", erklärte der Brite.


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