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21.07.2012

Team schließt Defekt aus

Unglückspilotin De Villota aus Spital entlassen

Maria de Villota

Maria de Villota lag zwei Wochen im Krankenhaus (© dapd)

Maria de Villota, die am 3. Juli bei einem Formel-1-Test in England schwer verunglückt war, wurde am Freitag aus dem Addenbrooke's Spital in London entlassen und ist nun zurück in ihrer Heimat Spanien. Das Marussia-Team weist unterdessen jede Schuld am Unfall von sich.

"Im Lauf der vergangenen zwei Wochen hat Maria deutliche Fortschritte gemacht. Ein behaglicheres und vertrauteres Umfeld, zusammen mit der Unterstützung ihrer Familie und Freunde, werden zweifellos für eine Umgebung sorgen, die der nächsten Phase ihrer Genesung zuträglich ist", erklärte Marussia in einer Aussendung.

Die 32-Jährige war bei einem Geradeaus-Test mit ihrem Wagen gegen die Laderampe eines Lasters gekracht. Dabei zog sie sich schwere Schädelverletzungen zu und verlor zudem ihr rechtes Auge. "Das Management-Team wird weiterhin mit Maria und ihrer Familie in Kontakt bleiben und ihr in den kommenden Monaten jede mögliche Unterstützung gewähren", meinte das Team weiter.

Team nur wenig einfühlsam
So groß die Anteilnahme des russischen Teams auch scheinen mag, Marussia agierte in den letzten Tagen in punkto Außendarstellung wie der Elefant im Porzellanladen. Derzeit wird der Unfall noch von den britischen Behörden untersucht. Umso überraschender war dann eine Aussendung des Rennstalls vor dem Grand Prix in Silverstone.

Darin hieß es: "Wir sind zufrieden, dass die Erkenntnisse unserer internen Untersuchung das Auto als Faktor im Unfall ausschließen." Somit gaben sie der Schwerverletzten, die damals noch im Spital lag, indirekt die Schuld, sie hätte das Drama durch einen Fahr- oder Bedienungsfehler selbst herbeigeführt.

Auch zweiter Test entlastet Team
Wieso auch immer ging das Team am Hockenheim-Wochenende noch einmal vor die Presse. Teamchef John Booth verteidigte das Vorgehen: "Wir wollten das Fahrzeug als Ursache ausschließen können, wo doch Silverstone unmittelbar bevorstand. Wir stellten es so fest, sichteten unsere Erkenntnisse nach Silverstone aber noch einmal."

Booth war aber auch wichtig zu betonen, dass auch die zweite Untersuchung kein neues Ergebnis brachte: "Jetzt sind wir zu einhundert Prozent davon überzeugt: Das Auto trifft nicht im Geringsten eine Schuld."



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