Formel-1-Kolumne Formel1

Meine Tops und Flops beim Deutschland-GP

Meine Tops und Flops beim Deutschland-GP

Markus Miksch ist Sportchef bei Heute.at. (© Hertel)

Markus Miksch
Markus Miksch ist Sportchef bei Heute.at.
Der Grand Prix von Deutschland gliederte sich erneut in die Kette der spannenden Rennen in dieser Saison. Mehr als ein Drittel des Rennens kämpften gleich drei Piloten getrennt durch drei Sekunden um den Sieg. Wer sich bei diesem Krimi besonders hervortat und für wen dieses Rennwochenende in Hockenheim eine Niederlage war, lesen Sie in meinen Tops und Flops.

Top

Fernando Alonso
Mit seinem 30. Sieg ist der Spanier einer von nur fünf Piloten der Formel-1-Geschichte im 30er-Klub. Diesen Triumph hat er sich absolut verdient. Sowohl im nassen Qualifying als auch unter trockenen Bedingungen im Rennen war der Ferrari-Pilot absolut der schnellste Mann. In dieser Form ist Alonso auch Top-Favorit in einer Woche am Hungaroring.

Jenson Button
Nach dem Auftaktsieg in Australien klappte rein gar nichts mehr beim wohl durchtrainiertesten Piloten im Feld. Endlich ist der Weltmeister von 2009 wieder vorne mit dabei und zurück am Stockerl. Dass ausgerechnet bei Buttons zweitem Stopp ein Saisonrekord (2,3 Sekunden) beim Reifenwechsel gelang, ist angesichts der vielen McLaren-Pannen in diesem Jahr herausragend.

Sauber F1 Team
Im Qualifying eine Enttäuschung - Kamui Kobayashi nur Zwölfter, Sergio Perez sogar nur 17. Im Rennen legten die Sauber-Boys aber einen ordentlichen Zahn zu und fuhren als Vierter bzw. Sechster über die Ziellinie.

Kimi Räikkönen
Der schweigsame Finne fuhr - auch dank der Vettel-Rückversetzung - erneut als Dritter auf das Podest. Wenn der Lotus-Pilot jetzt auch noch zu siegen beginnt, ist in der WM noch einiges möglich.

Flop

Der Weltverband
Vier Stunden vor dem Rennen ging der Technische Deligierte Jo Bauer vor die Presse und verkündete, dass am Red Bull eine nicht regelkonforme Motoreneinstellung gefunden wurde. Eine Disqualifikation stand im Raum. Knapp eine Stunde vor dem Start ruderte die FIA mit einer merkwürdigen Aussendung zurück: "Obwohl die Kommissare nicht alle Argumente des Teams akzeptieren, entscheiden sie, dass, so, wie das Reglement formuliert ist, das präsentierte Mapping (Motoreneinstellung, Anm.) keinen Verstoß gegen Artikel 5.5.3 des Technischen Reglements darstellt." Wieder einmal ist offensichtlich, dass es in der Formel 1 zu viele "Gummi-Paragraphen" gibt.

Red Bull Racing
Weiterhin fehlt den "Bullen" der Top-Speed. Dadurch konnte Vettel Alonso selbst mit DRS nie richtig gefährden. Der Deutsche brachte sich mit seinem illegalen Überholmanöver auch noch selbst um die WM-Punkte. Webber kämpfte mit demselben Problem und blieb deshalb im Verkehr stecken.

Formel Deutschland
Fünf Deutsche unter 24 Piloten und wieder kein Heimsieg, ja nicht einmal ein Stockerlplatz. Der letzte Triumph vor heimischer Kulisse gelang Michael Schumacher 2006.

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