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07.10.2012
Formel-1-Kolumne
Meine Tops und Flops beim Japan-GP
Markus Miksch ist Sportredakteur bei Heute.at. (© Hertel)
Sebastian Vettel
Der Weltmeister ist dank des Ausfalls von Fernando Alonso und seiner fulminanten Leistung wieder voll im WM-Rennen. Jetzt fehlen ihm nur noch vier Punkte auf den führenden Spanier. In Suzuka war Vettel ohne Konkurrenz. Eindrucksvoll holte er die Pole, souverän den Sieg. Er bewies zudem seine Nervenstärke, als er im vorletzten Umlauf noch die schnellste Rennrunde auf den Asphalt brannte - einfach um ein Statement zu hinterlassen.
Felipe Massa
Endlich wieder am Stockerl! Die Freude und Erleichterung waren dem Brasilianer ins Gesicht geschrieben. Vom zehnten Startplatz zu Rang zwei - damit bewies er seinen Kritikern, dass er das Rennfahren nicht verlernt hat. Vielleicht sicherte er sich damit auch sein Cockpit für die kommende Saison.
Kamui Kobayashi
Er gilt als eines der größten Talente im Fahrerfeld. Das bewies der Japaner schon oft mit tollen Überholmanövern. Nur die Ergebnisse stimmten nicht immer. Am Sonntag landete er nach einem beinharten Kampf mit McLaren-Pilot Jenson Button auf Rang drei. Zum ersten Mal in seiner Karriere stand der Sauber-Pilot am Podest und dann noch beim Heimrennen - vielleicht ist der Knoten nun endlich geplatzt...
Flop
Romain Grosjean
Der Franzose lernt einfach nicht dazu! Gleich in der ersten Kurve räumte der Lotus-Pilot Mark Webber von der Strecke. Damit zerstörte er nicht nur wieder einmal das Rennen eines Konkurrenten, sondern auch sein eigenes. Völlig zurecht wurde der Wiederholungstäter mit einer Stop-and-Go-Penalty belegt. Angesichts der unzähligen Strafen in der Saison, der immer wieder Crashes folgten, darf man aber daran zweifeln, dass er diesmal etwas für die Zukunft mitnimmt.
Lewis Hamilton
Der Brite kam einfach nicht mit der schwierigen Strecke von Suzuka zurecht. Nach dem Alonso-Patzer hätte er in der WM einiges gutmachen können, aber mehr als Platz fünf war nicht drinnen. Noch dazu landete Teamkollege Button, der gar keine Titelchancen mehr besitzt, vor ihm und kostete ihm wichtige Punkte. Eine Stallorder wäre hier absolut verständlich und richtig gewesen.
Fernando Alonso
In den letzten fünf Rennen hat der Spanier seine souveräne WM-Führung schon fast verspielt. Die Kollision mit Kimi Räikkönen war vermeidbar. Als WM-Leader sollte man in solch haarigen Situationen lieber zurückstecken, vor allem auf den ersten paar hundert Metern eines 300 Kilometer langen Rennens.
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