Nach Startkarambolage Formel1

Fahrer knöpfen sich "Crash-Kid" Grosjean vor

Fahrer knöpfen sich  "Crash-Kid" Grosjean vor

Grosjean räumte wieder einmal kräftig auf (© Reuters/Montage)

Romain Grosjean Suzuka
Grosjean räumte wieder einmal kräftig auf
Wieder einmal krachte es beim Grand Prix von Japan in der ersten und erneut war Romain Grosjean der Auslöser. Da der Franzose trotz zahlreicher Strafen offensichtlich nichts dazulernt, wollen die Piloten es nun selbst in die Hand nehmen.

Nach der Startkollision in Spa bekam Grosjean ein Rennen Nachdenkpause. Doch bereits im zweiten Rennen nach seiner Sperre sorgte der Lotus-Pilot wieder für Kleinholz in der ersten Kurve. In Suzuka räumte er Mark Webber von der Fahrbahn und in weiterer Folge wurde auch Nico Rosberg in den Unfall verwickelt und schied aus.

"Er hat mein Rennen kaputtgemacht"
Der Australier und der Deutsche schäumten nach dem Rennen vor Wut. "Wie oft kannst du es dir erlauben, denselben Fehler zu machen? Vielleicht braucht er wieder mal einen Urlaub", stichelte Webber in Richtung Grosjean. "Er versucht einfach immer wieder, so schnell wie möglich zur ersten Kurve zu kommen. Es muss sich jetzt an seine eigene Nase fassen. Es war komplett sein Fehler", so der Red-Bull-Pilot.

+++ Tops und Flops beim Japan-GP +++

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Rosberg schlug in eine ähnliche Kerbe: "Leider war wieder der Grosjean der Auslöser - auch von meinem Unfall." Für den Mercedes-Piloten ist klar, dass auch die zahlreichen Strafen nichts an Grosjeans Fahrweise geändert haben. Deswegen will er ihn sich demnächst mal zur Brust nehmen: "Das würde vielleicht mal Sinn machen, ja. Er hat heute mein Rennen kaputtgemacht und das vieler anderer auch. Vielleicht sage ich da mal ein Wort."

Lauda und Marko fordern hohe Strafe
Rosbergs neuer Chef Niki Lauda wählte wie gewohnt eine härtere Worte: "Meine Logik wäre, ihn noch einmal zu sperren, aber wesentlich länger. Wenn einer so wahnsinnig ist und es einfach nicht schafft, durch die erste Kurve zu kommen, dann muss man noch konsequenter mit ihm vorgehen."

Grand Prix von Japan

JAPAN
"Schade, Fernando, alles ist vorbei", mag sich wohl jeder Deutsche und Red Bull Racing-Fan nur wenige Sekunden nach dem Start gedacht haben, als Ferrari-WM-Rivale Fernando Alonso mit einem kaputten Reifen ins Kiesbett rutschte.
Grosjean wurde zwar noch während des Rennens mit einer "Stop and Go"-Strafe zur Verantwortung gezogen. Für Red Bulls Motorsportchef Dr. Helmut Marko ist diese aber zu wenig: "Wir waren fassungslos! Die Strafe ist in keiner Weise angemessen. Vor allem bei der Vorgeschichte von Grosjean in dieser Saison, da müsste eine Sperre für drei Rennen oder so etwas kommen."

Grosjean einsichtig
Der junge Lotus-Pilot war nach dem Rennen ziemlich kleinlaut: ""Ich wollte Kontakt mit Perez vermeiden, der links neben mir war. Ich habe mich darauf konzentriert. Dabei habe ich den Geschwindigkeitsüberschuss im Vergleich zu Mark unterschätzt. Mein Hauptziel war es, eine Berührung zu vermeiden. Das hat leider nicht geklappt. Es war ein dummer Fehler."

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