Formel 1

28. November 2011 17:40; Akt: 09.12.2011 11:54 Print

10 Tops und Flops der Saison 2011

Am Sonntag ging die Formel-1-Saison mit dem Grand Prix in Brasilien zu Ende. Wir haben die zehn Tops und Flops des Formel-1-Jahres für Sie zusammengefasst.

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(Bild: Reuters)

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19 spannende Rennen liegen hinter uns. Auch wenn die Saison von Red Bull und Sebastian Vettel dominiert wurde, gab es viele Highlights, wie das hitzige Duell zwischen Lewis Hamilton und Felipe Massa.

Wie die Heute.at-Redaktion die Saison bewertet, lesen Sie auf den folgenden Seiten...

Fahrer des Jahres: Sebastian Vettel

Kein anderer Pilot hat diese Bezeichnung mehr verdient als der Deutsche. In 19 Rennen 15 Mal auf der Pole-Position (Rekord!), dazu elf Siege und nur zwei Mal nicht auf dem Siegespodest. Souveräner kann man kaum Weltmeister werden.

Team des Jahres: Red Bull Racing

Zum zweiten Mal in Folge wurde das österreichische Team Konstrukteurs-Weltmeister. Zwölf Siege, nur einmal nicht auf der Pole-Position und nur zwei Mal kam ein Auto nicht ins Ziel. Red Bull gibt derzeit einfach das Tempo in der Formel 1 vor.

Rookie des Jahres: Paul di Resta

Der Schotte verblüffte die Experten. Als amtierender DTM-Champion in die Formel 1 gewechselt, wurden dem 25-Jährigen große Umstiegsprobleme prognostiziert. Doch bereits in seinem ersten Rennen holte er als Zehnter seinen ersten WM-Punkt, sechs weitere Top-Ten-Ankünfte sollten folgen. Jetzt gilt der Force-India-Pilot, der ein Mercedes-Gewächs ist, als Top-Kandidat auf ein Cockpit bei Mercedes GP, sollte Michael Schumacher doch einmal in Pension gehen.

Aufsteiger des Jahres (Fahrer): Jaime Alguersuari

Der Spanier und sein Teamkollege Sébastien Buemi standen bei Toro Rosso von Beginn der Saison weg unter Druck. Sollten keine Top-Platzierungen herausschauen, werden sie durch die nächsten Red-Bull-Youngster ersetzt. Während der Schweizer zum Saisonende hin abbaute, ging die Leistungskurve des Hobby-DJs nach oben. In den ersten sechs Rennen blieb er ohne Punkte, ab Kanada landete er in jedem zweiten Rennen in den Top-Ten.

Aufsteiger des Jahres (Team): Force India

Ab dem Deutschland-Rennen ging es mit dem indischen Team steil bergauf. Nur einmal gab es ab dann keine Punkte. In der zweiten Saisonhälfte fuhr der Rennstall von "Bierbaron" Vijay Mallya sogar bessere Ergebnisse als das Renault-Werksteam ein.

Duell des Jahres: Lewis Hamilton gegen Felipe Massa

Diese zwei Piloten hatten generell nicht die beste Saison. Vor allem Hamilton wurde wegen seiner ungestümen Fahrweise oft kritisiert. Insgesamt sechs Mal krachten der Brite und der Brasilianer ineinander. Nach dem letzten Rennen in Sao Paulo wurde bei einem persönlichen Gespräch das Kriegsbeil begraben, nachdem während der Saison ordentlich die Wortfetzen flogen.

Absteiger des Jahres (Fahrer): Felipe Massa

Der Brasilianer schaffte es im Ferrari kein einziges Mal auf das Siegespodest. Seit seinem schweren Unfall vor zwei Jahren konnte er nicht mehr sein volles Leistungspotential abrufen. Noch stärkt ihm das Team den Rücken, 2012 wird er aber ordentlich zulegen müssen, um sein Cockpit zu verteidigen. Talentierte Interessenten gibt es wie Sand am Meer...

Absteiger des Jahres (Team): Renault

Vor dem Saisonstart galten die Franzosen noch als Geheimfavoriten. Doch der fatale Rallye-Crash von Robert Kubica, der die Saison des Polen und möglicherweise seine F1-Karriere vorzeitig beendete, war ein herber Rückschlag. Nach anfänglich guten Ergebnissen konnte Renault das Entwicklungstempo der Konkurrenz nicht mehr mitgehen. Am Ende hatte man Glück, nicht noch von Force India in der Konstrukteurs-WM überholt zu werden.

Flop des Jahres (Fahrer): Rubens Barrichello

Viele Sportler sehen zu spät ein, dass die beste Zeit ihrer Karriere vorbei ist und sie zurücktreten sollten. Zwei neunte Plätze waren die Highlights einer völlig verkorksten Saison des Rekordhalters für die meisten Grand-Prix-Starts (323). Jetzt dürfte seine Erfolgslosigkeit einen Schlussstrich unter seine Formel-1-Karriere setzen.

Flop des Jahres (Team): Williams F1

2011 war die schlechteste Saison in der 34-jährigen Teamgeschichte. Der britische Rennstall, der neun Mal die Konstrukteurs- und sieben Mal die Fahrer-WM gewinnen konnte, hat am Ende des Jahres zwei neunte und einen zehnten Platz auf der Habenseite, sonst schaute das Traditionsteam durch die Finger. 2012 soll der Wechsel zu Renault-Motoren wieder für einen Schub nach vorne sorgen.

Markus Miksch