Umstrittener "Entdecker"

10. Oktober 2018 07:13; Akt: 10.10.2018 07:40 Print

Ex-Boss Briatore: "Sonst glaubte keiner an Schumi"

Michael Schumacher ist Rekord-Weltmeister der Formel 1. Sein Ex-Boss erklärt, warum er sich als "Schumi-Entdecker" sieht.

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Die Karriere von Niki Lauda in Bildern: Bevor er seine große F1-Laufbahn begann, startete er in der Formel 3 und der Formel 2, zusätzlich fuhr er Langstrecken-Rennen, um Geld für die Formel 1 zu verdienen. Beim Grand Prix von Österreich 1971 feiert Lauda sein Formel 1-Debüt, im March-Ford schied er aber aus. Lauda war für fünf Formel 1-Teams als Fahrer tätig: 1971-1972 March, 1973 B.R.M., 1974-1977 Ferrari, 1978-1979 Brabham und 1982-1984 McLaren. 1974 und 1975 wurde Lauda mit Ferrari Formel-1-Champion, 1984 mit McLaren. Nach seinem Feuerunfall 1976 am Nürburgring gab ihm ein Priester die letzte Ölung. Lauda überlebte, holte ein Jahr später seinen zweiten WM-Titel. 1979 trat er zurück, 1982 gab er sein Comeback, 1984 der dritte WM-Titel. Beim Feuer-Crash am Nürburgring sitzt Lauda minutenlang im brennenden Ferrari, im Klinikum Mannheim retten Ärzte sein Leben. 1979 ging Lauda unter die Airline-Betreiber und gründete seine Fluglinie Lauda-Air 1991 kam es zu einer der gröten Katastrophen der österreichischen Geschichte: In Thailand stürzte eine Lauda Air-Maschine ab, 223 Menschen starben. 2003 stieg Lauda wieder ins Airline-Business ein und gründete FlyNiki, das er 2011 komplett verkaufte. Lauda hat aus seinen beiden Ehen jeweils zwei Kinder, sein Sohn Mathias (36) ist selbst auch Rennfahrer und fährt Langstreckenrennen. Das bewegte Leben Laudas mit dem Crash am Nürburgring wurde im Film "Rush" verewigt. Aufgrund der starken Medikamentendosis nach seinem Unfall am Nürburgring ließ die Nierenfunktion bei Lauda nach. 1997 spendete ihm sein Bruder Florian und 2005 seine Partnerin Birgit eine neue Niere. In Spielberg stieg Lauda beim Legenden-Rennen 2015 noch einmal in seinen Weltmeister-McLaren von 1984. Niki Lauda ist auch ein gern gesehener Gast bei diversen Charity-Events. Hier macht er mit seinem Freund Bernie Ecclestone die Streif in Kitzbühel unsicher. Lauda ist immer wieder für einen flotten Spruch gut: "Völliger Schwachinn" und "vollkommen logisch" sind mittlerweile Kult. Lauda fährt immer noch Legenden-Rennen, hier im Ferrari in Monaco. Beim Fernsehsender RTL war Lauda 21 Jahre lang als Experte tätig. Im November 2017 gab er seinen TV-Rücktritt bekannt. Hier interviewt er gerade Sebastian Vettel. Im Moment ist Lauda als Vorstandsvorsitzender des Mercedes Formel-1-Teams tätig. Im Jänner 2016 übernahm Lauda mit seiner NL Holding GmbH die Amira Air und taufte sie in Laudamotion um. Die Formel-1-Legende ist wieder unter die Airliner gegangen. Am 2. August 2018 der Schock! Niki Lauda musste im Wiener AKH eine neue Lunge transplantiert werden. Er schwebte lange in Lebensgefahr, ist aber auf dem Weg der Besserung. Sein altes Leben wird Lauda aber aufgeben müssen, zu den vielen verbotenen Dingen zählt auch Fliegen und Stress.

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7 Weltmeistertitel, 91 Siege in 307 Rennen – Michael Schumacher (49) prägte die Formel 1 wie kaum ein anderer. Seit seinem schweren Ski-Unfall 2013 schirmt ihn seine Familie von der Öffentlichkeit ab.

Nun sprach mit Flavio Briatore (68) ein ehemaliger Wegbegleiter über den PS-Superstar. Briatore war einst selbst eine der mächtigsten Figuren im Motorsport. Als Boss des Formel-1-Rennstalls Benetton verpflichtete er 1991 den Deutschen, der damals erst ein Rennen für Konkurrenten Jordan absolviert hatte.

Briatore über Schumacher

Im Podcast "Beyond Victory" rühmte sich Briatore für den Coup selbst: "Niemand war von Michael überzeugt. Er ist nicht gut, er ist zu jung, er ist dies und das", behauptete der Italiener. "Aber ich war mir so sicher, dass jeder gesagt hat: ‘Ja, dann nimm ihn halt unter Vertrag!'"

Nach dieser Entscheidung sei alles sehr schnell gegangen: "Ich habe ihm den Vertrag geschickt und noch um drei oder vier Uhr morgens haben wir unterschrieben."

Für seinen ehemaligen Schützling hat er nur lobende Worte übrig: "Michael hat sich niemals beschwert. Wenn es ein Problem mit dem Auto gab, hat er versucht, es zu lösen. Andere Fahrer hätten einfach gesagt, das Auto ist scheiße."

Umstrittener F1-Boss

Briatore war von 1989 bis 1997 Chef von Benetton, anschließend von 2002 bis 2009 Renault-Boss. Die Sogenannte "Crash-Gate-Affäre" kostete dem umstrittenen Lebemann seinen Job in der Königsklasse des Motorsports. Briatore hatte einen Unfall angeordnet, um eine Safety-Car-Phase zu verursachen.

Privat fiel er durch seine Beziehungen zu den Supermodels Naomi Campbell und Heidi Klum auf. Mit Klub hat er eine gemeinsame Tochter.


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(Heute Sport)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Thomas am 10.10.2018 10:25 Report Diesen Beitrag melden

    Erinnert ein bisschen an vettel

    Er war nur gut, wenn er ein weit überlegenes Auto hatte, dass genau auf ihn zugeschnitten war! Wenn es dass nicht war, Hatte er keinen Titel gewonnen! Noch dazu hätte es mich sehr interessiert wie es sich entwickelt hätte, wenn Ayrton Senna 1994 nicht gestorben wäre! Ich glaube er wäre nicht 7 mal Weltmeister geworden!

  • Franz am 10.10.2018 08:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sehe keinen Vorteil am entdecken

    Wenn er ihn nicht entdeckt hätte, wäre er nicht so berühmt geworden und würde noch ein ganz normales Leben führen. Nicht wie jetzt, blind, taub, gelähmt.

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  • Thomas am 10.10.2018 10:25 Report Diesen Beitrag melden

    Erinnert ein bisschen an vettel

    Er war nur gut, wenn er ein weit überlegenes Auto hatte, dass genau auf ihn zugeschnitten war! Wenn es dass nicht war, Hatte er keinen Titel gewonnen! Noch dazu hätte es mich sehr interessiert wie es sich entwickelt hätte, wenn Ayrton Senna 1994 nicht gestorben wäre! Ich glaube er wäre nicht 7 mal Weltmeister geworden!

  • Franz am 10.10.2018 08:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sehe keinen Vorteil am entdecken

    Wenn er ihn nicht entdeckt hätte, wäre er nicht so berühmt geworden und würde noch ein ganz normales Leben führen. Nicht wie jetzt, blind, taub, gelähmt.