Nach Startkarambolage

08. Oktober 2012 11:08; Akt: 08.10.2012 13:37 Print

Fahrer knöpfen sich "Crash-Kid" Grosjean vor

Wieder einmal krachte es beim Grand Prix von Japan in der ersten und erneut war Romain Grosjean der Auslöser. Da der Franzose trotz zahlreicher Strafen offensichtlich nichts dazulernt, wollen die Piloten es nun selbst in die Hand nehmen.

 (Bild: Reuters/Montage)

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Fehler gesehen?

in der ersten und erneut war Romain Grosjean der Auslöser. Da der Franzose trotz zahlreicher Strafen offensichtlich nichts dazulernt, wollen die Piloten es nun selbst in die Hand nehmen.

Nach der bekam Grosjean ein Rennen Nachdenkpause. Doch bereits im zweiten Rennen nach seiner Sperre sorgte der Lotus-Pilot wieder für Kleinholz in der ersten Kurve. In Suzuka räumte er Mark Webber von der Fahrbahn und in weiterer Folge wurde auch Nico Rosberg in den Unfall verwickelt und schied aus.

"Er hat mein Rennen kaputtgemacht"

Der Australier und der Deutsche schäumten nach dem Rennen vor Wut. "Wie oft kannst du es dir erlauben, denselben Fehler zu machen? Vielleicht braucht er wieder mal einen Urlaub", stichelte Webber in Richtung Grosjean. "Er versucht einfach immer wieder, so schnell wie möglich zur ersten Kurve zu kommen. Es muss sich jetzt an seine eigene Nase fassen. Es war komplett sein Fehler", so der Red-Bull-Pilot.

Rosberg schlug in eine ähnliche Kerbe: "Leider war wieder der Grosjean der Auslöser - auch von meinem Unfall." Für den Mercedes-Piloten ist klar, dass auch die zahlreichen Strafen nichts an Grosjeans Fahrweise geändert haben. Deswegen will er ihn sich demnächst mal zur Brust nehmen: "Das würde vielleicht mal Sinn machen, ja. Er hat heute mein Rennen kaputtgemacht und das vieler anderer auch. Vielleicht sage ich da mal ein Wort."

Lauda und Marko fordern hohe Strafe

wählte wie gewohnt eine härtere Worte: "Meine Logik wäre, ihn noch einmal zu sperren, aber wesentlich länger. Wenn einer so wahnsinnig ist und es einfach nicht schafft, durch die erste Kurve zu kommen, dann muss man noch konsequenter mit ihm vorgehen."

Grosjean wurde zwar noch während des Rennens mit einer "Stop and Go"-Strafe zur Verantwortung gezogen. Für Red Bulls Motorsportchef Dr. Helmut Marko ist diese aber zu wenig: "Wir waren fassungslos! Die Strafe ist in keiner Weise angemessen. Vor allem bei der Vorgeschichte von Grosjean in dieser Saison, da müsste eine Sperre für drei Rennen oder so etwas kommen."

Grosjean einsichtig

Der junge Lotus-Pilot war nach dem Rennen ziemlich kleinlaut: ""Ich wollte Kontakt mit Perez vermeiden, der links neben mir war. Ich habe mich darauf konzentriert. Dabei habe ich den Geschwindigkeitsüberschuss im Vergleich zu Mark unterschätzt. Mein Hauptziel war es, eine Berührung zu vermeiden. Das hat leider nicht geklappt. Es war ein dummer Fehler."

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