Italiener zurück

29. November 2017 11:55; Akt: 29.11.2017 15:13 Print

Fix! Alfa Romeo gibt das Comeback in der Formel 1

Ein großer Name kehrt zurück in die PS-Königsklasse! Alfa Romeo kooperiert ab 2018 mit dem Sauber-Team – und verhilft einem Talent zu einem Cockpit.

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Bevor er seine große F1-Karriere begann, durchlief Lauda die Formel 3 und die Formel 2, zusätzlich fuhr er Langstrecken-Rennen, um Geld für die Formel 1 zu verdienen. Beim Grand Prix von Österreich 1971 feiert Lauda sein Formel 1-Debüt, im March-Ford schied er aber aus. Lauda war für fünf Formel 1-Teams als Fahrer tätig: 1971-1972 March, 1973 B.R.M., 1974-1977 Ferrari, 1978-1979 Brabham und 1982-1984 McLaren. 1974 und 1975 wurde Lauda mit Ferrari Formel-1-Champion, 1984 mit McLaren. Nach seinem Feuerunfall 1976 am Nürburgring gab ihm ein Priester die letzte Ölung. Lauda überlebte, holte ein Jahr später seinen zweiten WM-Titel. 1979 trat er zurück, 1982 gab er sein Comeback, 1984 der dritte WM-Titel. Beim Feuer-Crash am Nürburgring sitzt Lauda minutenlang im brennenden Ferrari, im Klinikum Mannheim retten Ärzte sein Leben. 1979 ging Lauda unter die Airline-Betreiber und gründete seine Fluglinie Lauda-Air 1991 kam es zu einer der gröten Katastrophen der österreichischen Geschichte: In Thailand stürzte eine Lauda Air-Maschine ab, 223 Menschen starben. 2003 stieg Lauda wieder ins Airline-Business ein und gründete FlyNiki, das er 2011 komplett verkaufte. Lauda hat aus seinen beiden Ehen jeweils zwei Kinder, sein Sohn Mathias (36) ist selbst auch Rennfahrer und fährt Langstreckenrennen. Das bewegte Leben Laudas mit dem Crash am Nürburgring wurde im Film "Rush" verewigt. Aufgrund der starken Medikamentendosis nach seinem Unfall am Nürburgring ließ die Nierenfunktion bei Lauda nach. 1997 spendete ihm sein Bruder Florian und 2005 seine Partnerin Birgit eine neue Niere. In Spielberg stieg Lauda beim Legenden-Rennen 2015 noch einmal in seinen Weltmeister-McLaren von 1984. Niki Lauda ist auch ein gern gesehener Gast bei diversen Charity-Events. Hier macht er mit seinem Freund Bernie Ecclestone die Streif in Kitzbühel unsicher. Lauda ist immer wieder für einen flotten Spruch gut: "Völliger Schwachinn" und "vollkommen logisch" sind mittlerweile Kult. Lauda fährt immer noch Legenden-Rennen, hier im Ferrari in Monaco. Beim Fernsehsender RTL war Lauda 21 Jahre lang als Experte tätig. Im November 2017 gab er seinen TV-Rücktritt bekannt. Hier interviewt er gerade Sebastian Vettel. Im Moment ist Lauda als Vorstandsvorsitzender des Mercedes Formel-1-Teams tätig.

Die Karriere von Niki Lauda in Bildern

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32 Jahre ist es her, dass Alfa Romeo zuletzt in der Formel 1 vertreten war. Die Italiener wagen nun ein Comeback in der Motorsport-Königsklasse. Kommende Saison ist der Automobil-Konzern Titelsponsor des Sauber-Rennstalls. Auch auf der Technologie-Ebene soll es eine Kooperation geben.

Ferrari-Motoren

Der Sauber-Rennstall auch weiterhin mit Ferrari-Triebwerken ausgestattet. Das Alfa-Romeo-Logo wird auf den Boliden prangen. Auf der technischen und strategischen Ebene soll es zu einer intensiven Kooperation kommen. Konkret soll Alfa Romeo "strategischer, kommerzieller und technischer Partner" werden.

Strategische Partner

Fiat-Chrysler-Boss Sergio Marchionne erklärt: "Die Partnerschaft mit dem Sauber F1 Team ist ein signifikanter Schritt im Neuaufbau der Marke Alfa Romeo. Die Marke selbst wird auch von der Technologie und dem strategischen Know-how, in dem Sauber unbestritten Erfahrung hat, profitieren. Die Alfa-Romeo-Ingenieure und Techniker, die ihre Fähigkeiten schon bei den neuen Modellen Giulia und Stelvio unter Beweis gestellt haben, bekommen die Möglichkeit, ihre Erfahrungen Sauber zur Verfügung zu stellen."

32 Jahre Pause

Alfa Romeo war von 1979 bis 1985 in der Formel 1 vertreten. Größter Erfolg war Platz sechs in der Konstrukteurs-Wertung 1983 mit einem Alfa Romeo 890T V8 Turbo. Das Fahrer-Duo bildete damals Andrea de Cesaris und Mauro Baldi. De Cesaris belegte in der Piloten-Wertung mit 15 Zählrn auf dem Konto am Ende Platz acht. Niki Lauda, damals für McLaren am Start, landete mit zwölf Punkten auf Platz zehn.




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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • leserQ am 29.11.2017 13:24 Report Diesen Beitrag melden

    Ferrari nicht FCA

    "Eigentlich gehört Alfa Romeo zu Fiat-Chrysler und kommt somit aus dem gleichen Stall wie Ferrari." Ferrari gehört seit 2016 nicht mehr zu FCA.

Die neusten Leser-Kommentare

  • leserQ am 29.11.2017 13:24 Report Diesen Beitrag melden

    Ferrari nicht FCA

    "Eigentlich gehört Alfa Romeo zu Fiat-Chrysler und kommt somit aus dem gleichen Stall wie Ferrari." Ferrari gehört seit 2016 nicht mehr zu FCA.