"Niki ist ein Kämpfer"

23. August 2018 20:45; Akt: 23.08.2018 21:30 Print

Laudas Frau in ständigem Kontakt mit Hamilton

Am Wochenende kehrt die Formel 1 nach der Sommerpause zurück. In der freien Zeit war Lewis Hamilton mit der Familie Lauda in Kontakt.

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Bevor er seine große F1-Karriere begann, durchlief Lauda die Formel 3 und die Formel 2, zusätzlich fuhr er Langstrecken-Rennen, um Geld für die Formel 1 zu verdienen. Beim Grand Prix von Österreich 1971 feiert Lauda sein Formel 1-Debüt, im March-Ford schied er aber aus. Lauda war für fünf Formel 1-Teams als Fahrer tätig: 1971-1972 March, 1973 B.R.M., 1974-1977 Ferrari, 1978-1979 Brabham und 1982-1984 McLaren. 1974 und 1975 wurde Lauda mit Ferrari Formel-1-Champion, 1984 mit McLaren. Nach seinem Feuerunfall 1976 am Nürburgring gab ihm ein Priester die letzte Ölung. Lauda überlebte, holte ein Jahr später seinen zweiten WM-Titel. 1979 trat er zurück, 1982 gab er sein Comeback, 1984 der dritte WM-Titel. Beim Feuer-Crash am Nürburgring sitzt Lauda minutenlang im brennenden Ferrari, im Klinikum Mannheim retten Ärzte sein Leben. 1979 ging Lauda unter die Airline-Betreiber und gründete seine Fluglinie Lauda-Air 1991 kam es zu einer der gröten Katastrophen der österreichischen Geschichte: In Thailand stürzte eine Lauda Air-Maschine ab, 223 Menschen starben. 2003 stieg Lauda wieder ins Airline-Business ein und gründete FlyNiki, das er 2011 komplett verkaufte. Lauda hat aus seinen beiden Ehen jeweils zwei Kinder, sein Sohn Mathias (36) ist selbst auch Rennfahrer und fährt Langstreckenrennen. Das bewegte Leben Laudas mit dem Crash am Nürburgring wurde im Film "Rush" verewigt. Aufgrund der starken Medikamentendosis nach seinem Unfall am Nürburgring ließ die Nierenfunktion bei Lauda nach. 1997 spendete ihm sein Bruder Florian und 2005 seine Partnerin Birgit eine neue Niere. In Spielberg stieg Lauda beim Legenden-Rennen 2015 noch einmal in seinen Weltmeister-McLaren von 1984. Niki Lauda ist auch ein gern gesehener Gast bei diversen Charity-Events. Hier macht er mit seinem Freund Bernie Ecclestone die Streif in Kitzbühel unsicher. Lauda ist immer wieder für einen flotten Spruch gut: "Völliger Schwachinn" und "vollkommen logisch" sind mittlerweile Kult. Lauda fährt immer noch Legenden-Rennen, hier im Ferrari in Monaco. Beim Fernsehsender RTL war Lauda 21 Jahre lang als Experte tätig. Im November 2017 gab er seinen TV-Rücktritt bekannt. Hier interviewt er gerade Sebastian Vettel. Im Moment ist Lauda als Vorstandsvorsitzender des Mercedes Formel-1-Teams tätig. Im Jänner 2016 übernahm Lauda mit seiner NL Holding GmbH die Amira Air und taufte sie in Laudamotion um. Die Formel-1-Legende ist wieder unter die Airliner gegangen. Am 2. August 2018 der Schock! Niki Lauda musste im Wiener AKH eine neue Lunge transplantiert werden. Er schwebte lange in Lebensgefahr, ist aber auf dem Weg der Besserung. Sein altes Leben wird Lauda aber aufgeben müssen, zu den vielen verbotenen Dingen zählt auch Fliegen und Stress.

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Mitten in der Sommerpause erschütterte die Nachricht von der Lungentransplantation bei Niki Lauda die Formel 1. Von allen Seiten kamen Genesungswünsche. Besonders von einem – Weltmeister Lewis Hamilton.

Schließlich gilt Lauda als Mentor des 33-jährigen Mercedes-Piloten. Deshalb ist es eine Ehrensache für den Briten, Motorsport-Ikone Lauda am Weg zurück zu unterstützen.

In den letzten Wochen stand der 33-Jährige immer wieder mit Niki Laudas Frau Birgit und Mercedes-Motorsport-Boss Toto Wolff in Kontakt. "Wir vermissen ihn sehr", so Hamilton.
"Niki ist der größte Kämpfer, den wir kennen", meinte Hamilton weiter vor dem Grand Prix von Belgien in Spa.

Lauda verpasste bereits die Rennen von Deutschland und Ungarn. Damals war eine Sommergrippe als Grund angegeben worden.

Lauda ist Aufsichtsratsvorsitzender des Mercedes-Rennstalls, holte den Briten Ende 2012 zu den Silberpfeilen.


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(Heute Sport)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Hiesiger am 23.08.2018 21:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nationalstolz?

    Ich glaube, Niki wird überall mehr geschätzt als in Österreich. Aber das ist mit jeder Person die Österreich in der Welt bekannt gemacht hat. Eigentlich schade.

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  • Ich und nicht Du am 23.08.2018 23:34 Report Diesen Beitrag melden

    So ist das leben

    Da würde ich mir als Lauda aber große Sorgen machen wenn Hamilton ständig auf der Matte steht während er sich Organe von anderen einverleibt und deswegen auf der Intensiv verhaftet ist.....

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Ich und nicht Du am 23.08.2018 23:34 Report Diesen Beitrag melden

    So ist das leben

    Da würde ich mir als Lauda aber große Sorgen machen wenn Hamilton ständig auf der Matte steht während er sich Organe von anderen einverleibt und deswegen auf der Intensiv verhaftet ist.....

  • Hiesiger am 23.08.2018 21:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nationalstolz?

    Ich glaube, Niki wird überall mehr geschätzt als in Österreich. Aber das ist mit jeder Person die Österreich in der Welt bekannt gemacht hat. Eigentlich schade.

    • Jasm am 23.08.2018 22:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Jürgen

      Ja, viele Wochen dies ignoriert.

    • Jasm am 23.08.2018 22:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Jürgen

      Die Techniker waren auch erschüttert.

    • Jasm am 23.08.2018 22:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Jürgen

      Immer blinkte das Signal Schubumkehr .

    • Elikai am 24.08.2018 10:02 Report Diesen Beitrag melden

      Mag

      Ein typisches Österreicherschicksal. Leider. Alles Gute, Niki!

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