Poker um McLaren-Vertrag

31. Juli 2012 18:03; Akt: 31.07.2012 18:55 Print

Hamilton stellt freche Forderungen

Lewis Hamiltons Vertrag bei McLaren läuft mit Jahresende aus. Der Weltmeister von 2008 knüpft allerdings einige Forderungen an eine Verlängerung, und dabei geht es nicht ums Gehalt. Unterdessen bangt Felipe Massa um seine Formel-1-Zukunft.

 (Bild: DAPD)

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Nach dem kann sich Hamilton in der einmonatigen Sommerpause nicht entspannt an den Strand legen. McLaren will am besten noch vor dem Grand Prix von Belgien (2. September) die Fahrerpaarung für 2013 unter Dach und Fach haben. Mit Jenson Button wurde bereits Ende 2011 die Zusammenarbeit bis inklusive 2014 verlängert.

Bricht McLaren mit der Tradition?

Mit Hamilton beginnt nun der Verhandlungspoker und er lehnt sich gleich zu Beginn weit aus dem Fenster. Eine seiner Forderungen, die er an eine Vertragsverlängerung knüpft: Er will die Helme und Pokale nach den Rennen behalten dürfen. Bei McLaren war es schon immer Tradition, dass diese nach dem Grand Prix ins Museum wandern und die Piloten nur Duplikate erhalten.

"Sie sind die zwei wertvollsten Dinge. Bei den meisten Teams bekommen sie die Fahrer. Ich interessiere mich nicht dafür, ob sie mir meine Autos geben, aber für diese zwei Sachen blute und schwitze ich", so der 27-Jährige. Dem Vernehmen nach würde er auch auf Geld verzichten, wenn ihm dieser Wunsch erfüllt wird.

Top-Cockpits noch zu haben

Hamilton ist auch in guter Position Forderungen zu stellen, denn das Angebot an Top-Cockpits war schon lange nicht mehr so groß. Bei Mercedes steht hinter der Verlängerung mit Michael Schumacher noch ein Fragezeichen. Und bei Ferrari befindet sich Felipe Massa einmal mehr auf der Abschussliste. Ob sich Hamilton allerdings noch mal auf Fernando Alonso als Teamkollegen einlassen würde, ist eher fraglich.

Massa jedenfalls muss, falls er bleiben darf, mit großen Gehaltseinbußen rechnen. Ferrari hat die Option auf eine Verlängerung des aktuellen Vertrages bereits verstreichen lassen. Für ein neues Arbeitspapier müsste der Brasilianer endlich für Erfolge einfahren - bislang holte er nur in fünf von elf Rennen Punkte und keinen einzigen Podestplatz. Als wahrscheinlichster Massa-Nachfolger gilt aber der Mexikaner Sergio Perez, der aktuell für Sauber fährt.

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