Formel-1-Legende

06. August 2018 07:33; Akt: 06.08.2018 07:34 Print

Lauda verhandelte sogar in Lebensgefahr über Airline

Sorge um Niki Lauda! Der 69-Jährige soll nach einer Lungen-Transplantation am Weg der Besserung sein. Selbst in Lebensgefahr dachte er an die Arbeit.

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Bevor er seine große F1-Karriere begann, durchlief Lauda die Formel 3 und die Formel 2, zusätzlich fuhr er Langstrecken-Rennen, um Geld für die Formel 1 zu verdienen. Beim Grand Prix von Österreich 1971 feiert Lauda sein Formel 1-Debüt, im March-Ford schied er aber aus. Lauda war für fünf Formel 1-Teams als Fahrer tätig: 1971-1972 March, 1973 B.R.M., 1974-1977 Ferrari, 1978-1979 Brabham und 1982-1984 McLaren. 1974 und 1975 wurde Lauda mit Ferrari Formel-1-Champion, 1984 mit McLaren. Nach seinem Feuerunfall 1976 am Nürburgring gab ihm ein Priester die letzte Ölung. Lauda überlebte, holte ein Jahr später seinen zweiten WM-Titel. 1979 trat er zurück, 1982 gab er sein Comeback, 1984 der dritte WM-Titel. Beim Feuer-Crash am Nürburgring sitzt Lauda minutenlang im brennenden Ferrari, im Klinikum Mannheim retten Ärzte sein Leben. 1979 ging Lauda unter die Airline-Betreiber und gründete seine Fluglinie Lauda-Air 1991 kam es zu einer der gröten Katastrophen der österreichischen Geschichte: In Thailand stürzte eine Lauda Air-Maschine ab, 223 Menschen starben. 2003 stieg Lauda wieder ins Airline-Business ein und gründete FlyNiki, das er 2011 komplett verkaufte. Lauda hat aus seinen beiden Ehen jeweils zwei Kinder, sein Sohn Mathias (36) ist selbst auch Rennfahrer und fährt Langstreckenrennen. Das bewegte Leben Laudas mit dem Crash am Nürburgring wurde im Film "Rush" verewigt. Aufgrund der starken Medikamentendosis nach seinem Unfall am Nürburgring ließ die Nierenfunktion bei Lauda nach. 1997 spendete ihm sein Bruder Florian und 2005 seine Partnerin Birgit eine neue Niere. In Spielberg stieg Lauda beim Legenden-Rennen 2015 noch einmal in seinen Weltmeister-McLaren von 1984. Niki Lauda ist auch ein gern gesehener Gast bei diversen Charity-Events. Hier macht er mit seinem Freund Bernie Ecclestone die Streif in Kitzbühel unsicher. Lauda ist immer wieder für einen flotten Spruch gut: "Völliger Schwachinn" und "vollkommen logisch" sind mittlerweile Kult. Lauda fährt immer noch Legenden-Rennen, hier im Ferrari in Monaco. Beim Fernsehsender RTL war Lauda 21 Jahre lang als Experte tätig. Im November 2017 gab er seinen TV-Rücktritt bekannt. Hier interviewt er gerade Sebastian Vettel. Im Moment ist Lauda als Vorstandsvorsitzender des Mercedes Formel-1-Teams tätig.

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Große Sorge um Niki Lauda! Die Formel-1-Legende liegt nach einer Lungentransplantation im Wiener AKH, soll dort am Weg der Besserung sein. Während sich die Ärzte über seinen Zustand zufrieden geben, werden mehr Details zu den Stunden vor der Operation bekannt. So soll Lauda trotz seiner schweren Erkrankung unermüdlich gearbeitet haben.

Verhandlungen im AKH

Lauda fing sich die Krankheit im Urlaub auf Ibiza ein, flog selbst mit dem Privatjet von der spanischen Insel nach Wien, wo er sich im AKH in Behandlung begab. Dort wurde klar, dass eine Lungen-Transplantation notwendig werden würde. Unmittelbar davor soll Lauda noch an einer Telefon-Konferenz teilgenommen haben. Da ging es um den Verkauf von neun Maschinen der Fluglinie "Laudamotion" an die Lufthansa. Lauda hält an dem Unternehmen 25 Prozent, er führte das Gespräch mit Ryanair-Chef Michael O'Leary.

Erfolgreiche Operation

Die Transplantation jedenfalls lief erfolgreich, versichert Chefarzt Walter Klepetko: "Wir sind sehr, sehr zufrieden mit seiner Entwicklung." Lauda sei inzwischen aus dem künstlichen Tiefschlaf erwacht und könne selbstständig atmen. Wann Lauda das Krankenhaus verlassen kann, ist noch offen. Klepetko: "Wir haben auf jeden Fall keine Eile. Das Wichtigste ist, dass er am Ende die Klinik in einem guten Zustand verlässt."


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(heute.at)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • hueher am 06.08.2018 09:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ich habe auch mein Leben vergeudet für Geld und Ar

    Ja, ich habe auch gearbeitet bis zum buchstäblichen Umfallen und anschliessenden Spital.......trotzdem habe ich die Signale nicht hören wollen, bis zum nächsten Umfaller.......dazwischen auf meine Familie vergessen.....nur Arbeiten! Heute bin ich in Rente und habe nur noch mich, meine Familie ist zerfallen......das war es doch nicht wert oder doch?? Könnte ich das Rad um 40 Jahre drehen, ich würde lieber mit weniger Geld glücklicher sein!

  • Karl Fensterstock am 06.08.2018 08:39 Report Diesen Beitrag melden

    Den Hals nicht voll kriegen

    Der Lauda kann den Hals einfach nicht voll kriegen, deshalb hört er nicht auf. Die Gierigen kennen kein Ende und wissen nicht, wann es Zeit ist, aufzuhören. Ich hab kein Mitleid mit ihm. Man muss wissen, wenn Schluss ist.

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  • S.Oliver am 06.08.2018 08:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Eigentlich traurig

    Wenn man denkt man wäre unersetzlich und bis zum Umfallen arbeitet. Mit fast 70 und noch kleinen Kindern ist das verlorene Lebenszeit. Traurig.

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Wolfgang 9 am 06.08.2018 14:25 Report Diesen Beitrag melden

    Niki Nationale

    Ein Kämpfer mit Siegeswillen bleibt er sein Leben lang. Viele Menschen könnten sich daran ein Beispiel nehmen, denn Erfolg stellt sich nicht automatisch ein. Die Unkenrufe, sich mit Geld alles leisten zu können und bevorzugt behandelt zu werden, kann ich in diesem Fall überhaupt nicht nachvollziehen. Es zeigt vielmehr, dass Neid die Welt regiert. Traurig aber wahr! Gute Besserung und baldige Genesung Herr Lauda wünscht Ihnen ein treuer Fan.

  • manola am 06.08.2018 11:27 Report Diesen Beitrag melden

    Möglichkeiten

    Was der alles für Möglichkeiten hat davon kannst als Normalsterblicher nur träumen . Ob man dann da in der Situation Verhandlungen führt sagt schon einiges . Auch die ganzen Berichte und Interviews kommen fast wie ein Hohn vor .Wenn er wieder fliegt oder bei Autorennen Abgase einatmen kann , dann wird man sich was denken. Notwendig hat er längst nix mehr .

  • Wienerberg am 06.08.2018 10:42 Report Diesen Beitrag melden

    das ist die Gier

    Bei den is das nicht die Sucht nach Arbeit, sondern lediglich die Gier, das er um ein paar Euro weniger bekommen könnte. Der alte Giersack würde sich die Kohle auch noch in die Gruft mitnehmen.

    • Hansi Franz am 06.08.2018 12:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Wienerberg

      Richtig ! Er hat ja nichts zu verschenken ;-)

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  • Ehklar am 06.08.2018 10:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nur ich

    Warum die Aufregung? In einer lebensbedrohlichen Situationen versucht jeder normale Mensch, aktuelle noch ausstehende Probleme zu lösen! Und trotzdem bleibt immer am Schluss etwas unerledigt...

  • hueher am 06.08.2018 09:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ich habe auch mein Leben vergeudet für Geld und Ar

    Ja, ich habe auch gearbeitet bis zum buchstäblichen Umfallen und anschliessenden Spital.......trotzdem habe ich die Signale nicht hören wollen, bis zum nächsten Umfaller.......dazwischen auf meine Familie vergessen.....nur Arbeiten! Heute bin ich in Rente und habe nur noch mich, meine Familie ist zerfallen......das war es doch nicht wert oder doch?? Könnte ich das Rad um 40 Jahre drehen, ich würde lieber mit weniger Geld glücklicher sein!