Piloten-Wechsel

30. August 2018 17:11; Akt: 30.08.2018 17:11 Print

Papas Millionen! So kauft man eine Formel-1-Karriere

In der Formel 1 kündigt sich ein Piloten-Wechsel an. Der sorgt für Diskussionen. Denn es geht weniger um Talent, als um das Konto eines Milliardärs.

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Vollgas in der Formel 1! "Heute" hat die Übersicht über alle Teams und Piloten der PS-Königsklasse in der Saison 2018. Durchklicken! Die "Silberpfeile" wollen zum fünften Mal in Serie den Konstrukteurs-Titel. Auch Weltmeister will seinen Titel verteidigen. : Mehr als nur ein Edelhelfer? Wann beenden die Italiener die Durststrecke? Der letzte Kontrukteurs-Titel gelang 2008. fährt seit 2013 dem WM-Titel hinterher. Der "Iceman" gibt an der Seite des Deutschen für Ferrari Gas. Der Austro-Rennstall hofft, wieder mit Mercedes und Ferrari mithalten zu können. Gelingt der erste Titel im "Bullen"-Cockpit? gilt als das größte Talent im PS-Zirkus. ist wieder mit dem österreichischen Hauptsponsor BWT unterwegs. Das Fahrerteam in Rosa ist unverändert: ... ... und sitzen hinter dem Steuer. Zurück zu den glorreichen Zeiten? Der neunfache Konstrukteurs-Champion feierte zuletzt 1997 den Gesamtsieg. Millionärs-Sohn soll für Erfolge sorgen. Auch bringt Sponsor-Millionen mit. Der Russe feiert sein Formel-1-Debüt. Die Franzosen statten Red Bull und Honda mit Motoren aus und betreiben ihr eigenes Team. geht für die Franzosen an den Start ... ... ebenso der Deutsche . Das zweite Red-Bull-Team wagt den Wechsel zu Motor-Hersteller Honda. Ob es besser läuft als zuletzt für McLaren? Mit gibt ein Neuseeländer in der Formel-1-Gas. feierte 2017 sein Formel-1-Debüt und will regelmäßig punkten. Das US-Team geht in die dritte Formel-1-Saison. stand in seiner Debüt-Saison 2014 gleich im ersten Rennen als Zweiter am Stockerl. Gelingt ihm heuer eine ähnliche Leistung? hält bei zwei zweiten Plätzen und acht Mal Rang drei. Mit Honda tief in der Krise, jetzt soll mit Renault der Neustart gelingen. Ikone will es mit den Briten nochmals versuchen. wartet auf seine Stockerl-Premiere. Die Schweizer haben mit Alfa Romeo einen Formel-1-Rückkehrer als Motor-Partner. bestreitet seine vierte Saison für Sauber. geht zum ersten Mal in der Formel 1 an den Start.

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Fehler gesehen?

In der Formel 1 geht es um das große Geld, das ist bekannt. Doch ist es wichtiger als Talent? Aktuell entbrennt in der PS-Königsklasse wieder eine Diskussion um sogenannte Paydriver. Auslöser ist ein Piloten-Wechsel, der sich gerade ankündigt.

Geld regiert

Konkret soll Lance Stroll bald bei einem anderen Team hinter dem Steuer sitzen. Der 19-Jährige ist derzeit bei Williams unter Vertrag und soll nun zu Force India wechseln. Das liegt aber nicht an seinen großartigen Leistungen. Stroll liegt in der WM auf Platz drei – von hinten. Magere vier Zähler hat der Kanadier derzeit auf dem Konto. Aber weil sein Vater ein gut gefülltes Konto hat, scheint die Formel-1-Karriere gesichert.

Karriere gekauft?

Denn Lance Stroll Senior, dessen Vermögen auf 2,7 Milliarden Dollar geschätzt wird, rettete gerade mit einer Investorengruppe den Rennstall Force India vor der Insolvenz. Allerdings hat dieses Team gerade die besseren Boliden als Williams. Deswegen soll sein Sohn jetzt vor dem Wechsel zum gerade geretteten Rennstall stehen. "Ich habe mir die Karriere nicht erkauft", stellt Stroll Junior klar. Das letzte Wort soll noch nicht gefallen sein, aber jedenfalls bei seinem Vater liegen. "Wir werden sehen, was er entscheidet. Er ist ein netter Typ, hoffentlich nimmt er mich."

Experten skeptisch

Allerdings sind viele Experten von Strolls Formel-1-Talent nicht überzeugt. "Geld kann kein Talent kaufen", stellt Ex-Weltmeister Jacques Villeneuve klar. Auch Force-India-Teamchef Otmar Szafnauer wirkt nicht überzeugt. "Eine Veränderung würde die Zustimmung vieler Seiten bedingen, aber unmöglich ist das nicht", meint er.


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(heute.at)