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10.11.2011

Leo Windtner im Heute-Gespräch

"Koller ist fast wie Happel"

ÖFB-Präsident Leo Windtner

ÖFB-Präsident Leo Windtner im Heute-Gespräch (© Hertel)

Aufbruch in eine neue Ära! Nach Didi Constantini schickt ÖFB-Präsident Leo Windtner den Schweizer Top-Trainer Marcel Koller in die rot-weiß-rote Schlacht. Die Qualifikation für die WM 2014 ist erwünscht, jene für die EM 2016 gefordert. Im Heute-Interview spricht Windtner über die brisante Situation in Österreichs Fußball.

Herr Windtner, wann haben Sie das letzte Mal gelacht?

Leo Windtner:"Das war in einem kleinen Kreis mit alten Mannschaftskameraden von St. Florian."

Heute: Unsere Gegner lachen, wenn sie Österreichs Position in der Weltrangliste sehen - nur Rang 72.
Windtner: "Wir werden alles tun, damit sie nicht mehr über uns lachen. Entwicklung benötigt aber Zeit."

Heute: Wie viel Zeit genau?
Windtner: "In drei bis vier Jahren wollen wir wieder unter den besten 30 Ländern der Welt sein."

Heute: Mit Marcel Koller.
Windtner: "Ja. Es ist ihm schnell gelungen, Kritiker von sich zu überzeugen. In seiner Autorität erinnert er fast an Ernst Happel."

Heute: Ein Beispiel bitte.
Windtner: "Treffpunkt am Montag war um 12 Uhr. Zwei Spieler fragten an, ob sie eine zeitlich günstigere Maschine nehmen und dadurch erst um 12.30 Uhr zu den Kollegen stoßen könnten. Nur so viel: Sie kamen pünktlich, gerne."

Heute: Wenn Koller scheitert, sind dann auch Sie gescheitert?
Windtner: "Darüber denke ich nicht nach."

Heute: Bei der Teamchefsuche brachte sich auch Leo Beenhakker ins Gespräch. Wurde er kontaktiert?
Windtner: "Ja, aber seine 69 Jahre haben gegen ihn gesprochen. Wir glaubten auch nicht, dass die holländische Mentalität zum österreichischen Team passt."

Heute: Stichwort Mentalität: In Spanien begann man vor 20 Jahren, Siegertypen zu entwickeln. Carles Puyol etwa wurde im Nachwuchs talentierteren Spielern vorgezogen. Ein ÖFB-Ziel?
Windtner: "Ja, die Persönlichkeitsentwicklung ist sicher das kardinale Ziel in der Entwicklung."

Heute: Wagen unsere Talente zu früh den Schritt ins Ausland?
Windtner: "Zum Teil schon."

Heute: Vielleicht auch, weil die heimische Liga wenig attraktiv ist. Dennoch werden hohe Gehälter gezahlt. Windtner: "Ja, man wird sich bald die Frage stellen müssen, ob Transfersummen und Gagen auf diesem Niveau auf Dauer haltbar sind."

Heute: Sie waren früher selbst aktiv. Welcher Spielertyp waren Sie?
Windtner: "Der klassische Sechser, wie Julian Baumgartlinger.“ (Lacht)

Heute: Hätten Sie gerne mit Marko Arnautovic zusammengespielt?
Windtner (Schmunzelt): „Als Kapitän hätte ich ihn integrieren müssen.“



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1 Kommentar von unseren Lesern

0

franzjosef08... (521)
11.11.2011 02:22

Schön schön
aber erst soll er dies auch in einem Spiel beweisen.
Taten zählen mehr als Gerede um den heißen Brei!


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