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08.05.2012

Nach Sprechchören im Stadion

Rapid entschuldigt sich bei Maierhofers Mutter

Der SK Rapid Wien hat sich in einem offenen Brief bei der Mutter von Stefan Maierhofer entschuldigt. Auslöser waren Sprechchöre von grün-weißen Anhängern im Skandalspiel zwischen den Grün-Weißen und Red Bull Salzburg.

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Der offene Brief wurde auf der Website der Grün-Weißen veröffentlicht. Sportlich fair gratulieren die Hütteldorfer den Salzburgern zum Sieg. Eine direkte Entschuldigung geht an Stefan Maierhofer. Rapid-Anhänger hatten Gesänge skandiert, die sich direkt gegen die Mutter der Stürmers richteten.

+++ Maierhofer per SMS bedroht +++

Allerdings: "Dies geschieht wohl wissend, dass die unsäglichen Sprechchöre, die ausnahmslos nach Deinen Provokationen durch das Stadion geschallt sind, nicht den Zweck hatten, Deine Frau Mama zu beleidigen", heißt es in dem offenen Brief.

+++ Maierhofer spaltet die Nation +++

Maierhofer hatte eine Entschuldigung seines Ex-Klubs öffentlich eingefordert - dieser Bitte kam Rapid unter dem Titel "Post für SM9" am Dienstag nach.

+++ Schörghofer "schuld an Rapid-Niederlage" +++

Lesen Sie untenstehend die Entschuldigung des SK Rapid im Wortlaut:

Lieber Stefan!

Vorab sei festgestellt, dass Du aufgrund Deiner Leistungen in der Saison 2007/2008 immer einen festen und Dir zustehenden Platz in der Historie des SK Rapid hast. Diesen kannst Du Dir nicht einmal durch die am vergangenen Sonntag vorgenommenen Provokationen nehmen, wobei die Tätlichkeiten gegen unseren Torhüter Lukas Königshofer und unseren Abwehrspieler Harald Pichler ein Beweis waren, dass man in der tipp3-Bundesliga auch auf diese Art ein Spiel ohne Rote Karte beenden kann.

Nichts desto trotz steht der SK Rapid nicht an, sich bei Deiner sehr geschätzten Mutter zu entschuldigen. Dies geschieht wohl wissend, dass die unsäglichen Sprechchöre, die ausnahmslos nach Deinen Provokationen durch das Stadion geschallt sind, nicht den Zweck hatten, Deine Frau Mama zu beleidigen. Es ist und bleibt aber so, dass Choräle dieser Art in keinem Stadion der Welt zu hören sein sollten, egal wie der Empfänger sie provoziert.

Wir gratulieren auf diesem Wege selbstverständlich sportlich fair zum Sieg am vergangenen Sonntag und verzichten auch auf eine Entschuldigung für die bereits beim Aufwärmen von den 588 mitgereisten Fans des FC Red Bull Salzburg skandierten Gesänge, die pauschal alle Mitglieder der grün-weißen Familie ebenso letztklassig bezeichneten, wie es später - leider - Dir widerfahren ist.

In der Hoffnung, dass zukünftig wieder der Sport und nicht körperliche oder verbale Attacken im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit stehen, grüßt herzlich der Sportklub Rapid Wien!
 



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