Trainingslager in Ö Fußball

Seefelds Kirchenglocke ärgert Manchester City

Seefelds Kirchenglocke ärgert Manchester City

Kirchenglocken-Geläute? Kein Wohlklang für die Ohren der City-Kicker (© EPA/LINDSEY PARNABY/Wikipedia)

Kirchenglocken-Geläute? Kein Wohlklang für die Ohren der City-Kicker
Kirchenglocken-Geläute? Kein Wohlklang für die Ohren der City-Kicker
Der Sensations-Fußballklub Manchester City gastiert derzeit in Seefeld in Tirol, wo der englische Verein ein Trainingslager absolviert. Aufregung gibt es aber nicht deswegen, sondern weil die erfolgsverwöhnten Kicker eine ganze Reihe von Sonderwünschen haben - so soll etwa die Kirchenglocke die Langschläfer nicht wecken.

Die Forderungen im Überblick:
- Die Kirchenglocke der historischen Wallfahrtskirche des Heiligen St. Oswald soll verstummen, damit die Spieler nicht gestört werden
- Aus Rom mussten spezielle, handgefertigte und rund 1000 Euro teure Matratzen importiert werden
- Die Standard-Hand- und Badetücher des Luxushotels waren nicht gut genug, es mussten drei Zentimeter dicke Sondertücher für die 54 gebuchten Räume herangeschafft werden
- Für Starkicker Yaya Toure musste es gar ein komplett für seine Bedürfnisse neu angefertigtes Bett und ein Massagetisch im Raum sein
- Im Speisesaal und in den Minibars mussten Schokolade, Brot und Butter verschwinden
- Die Kellner angewiesen, keine Saucen auf den Tischen der Spieler zu servieren, Mayo und Ketchup gibt es nur auf Sonderwunsch
- Das Team will Mitspracherecht, in welchen Speisen Parmesan verwendet wird
- Fisch und Wasser aus Österreich? Weit gefehlt, das wird aus England und Frankreich importiert
- Im Speisesaal wurde genau festgelegt, wie weit die Spieler voneinander entfernt sitzen müssen


Skurille Bitten erstaunen Seefeld
Der Verein hat sich gleich zu Beginn des Trainingslagers keine Freunde in der 3241-Seelen-Gemeinde gemacht. Die skurrile Bitte: Die Kirchenglocken der historischen Wallfahrtskirche des Heiligen St. Oswald soll verstummen, um das Training der Fußballer nicht zu stören. Dies ist nur ein Punkt auf einer langen Liste von Wünschen des City-Bosses Roberto Mancini, berichtet die Daily Mail.

Für die Spieler angefordert wurden spezielle, handgefertigte und rund 1000 Euro teure Matratzen. Außerdem musste das Hotel, in dem das Team rund um Stürmerstar Mario Balotelli untergebracht ist, sowohl Menüpläne als auch Essenszeiten umstellen. Alois Seyrling, Manager des Hotel Klosterbräu (das Luxushotel mit 500 Jahre alter Geschichte war einst ein Kloster) enthüllte der Daily Mail einige Details über das Team, das bis 20. Juli dort untergebracht ist.

Pfarrer läutet trotz Bitte weiter
Vor höheren Mächten muss jedoch auch der englische Fußball-Meister kapitulieren. Die Kirchenglocken werden trotz Bitte weiterhin um 7 Uhr Früh läuten. Eine diesbezügliche Anfrage des Clubs blieb vergeblich. "Ich konnte den Pfarrer nicht davon überzeugen. Vielleicht lässt er die Glocken für ein Autogramm ein paar Tage ruhen", erzählte Alois Seyrling.

Warum die Spieler eine Sonderbehandlung bekommen, ist einfach: Der Klub lässt sich den Aufenthalt knapp über 250.000 Euro kosten. Drei Monate lang bereitete sich das Hotel Klosterbräu auf den Aufenthalt vor. Die in Rom gefertigten Spezialmatratzen wurden importiert, außerdem mussten drei Zentimeter dicke Sonderhand- und Badetücher für die 54 gebuchten Räume herangeschafft werden. Für Starkicker Yaya Toure musste es gar ein komplett für seine Bedürfnisse neu angefertigtes Bett sein - und ein Massagetisch im Raum.

Vieles vom Speiseplan verbannt
Die Sonderbehandlung hört aber in den Zimmern nicht auf. Im Speisesaal und in den Minibars mussten Schokolade, Brot und Butter verschwinden. Außerdem wurden die Kellner angewiesen, keine Saucen auf den Tischen der Spieler zu servieren. Mayo und Ketchup gibt es nur auf speziellen Wunsch, außerdem will das Team ein Mitspracherecht, in welchen Speisen Parmesan verwendet wird.

Frischer Fisch und Wasser wird alle zwei Tage aus England und Frankreich importiert - der österreichische, hohe Standard dürfte hier wohl nicht ausreichen. Im Speisesaal will man nicht von den übrigen Gästen gestört werden und legt Wert auf Privatsphäre. "Das geht sogar so weit, dass genau festgelegt ist, wie viel Platz zwischen den einzelnen Stühlen frei sein muss", erklärt Seyrling.

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