ÖFB-Cup Fußball

Austria im Cup souverän, St. Pölten flog raus

Austria im Cup souverän, St. Pölten flog raus

Tomas Jun und seine Austria-Teamkollegen zwangen Oberart auf nassem Terrain in die Knie (© Andreas Pessenlehner/APA)

Oberwart gegen Austria
Tomas Jun und seine Austria-Teamkollegen zwangen Oberart auf nassem Terrain in die Knie
Rekordsieger Austria setzte sich zum Cup-Auftakt mit 3:1 beim burgenländischen Regionalligisten SV Oberwart durch. Bundesliga-Aufsteiger WAC feiert in Wien gegen Ostbahn (Regionalliga) einen 8:1-Kantersieg. Für die größte Überraschung am Samstag sorgte Landesligist Bad Vöslau mit einem Sieg gegen Erste-Liga-Klub St. Pölten.

+++ Sturm und Wacker mit Mühe, Admira souverän weiter +++

Die Austria hat am Samstag die Auftakthürde im österreichischen Fußball-Cup recht deutlich übersprungen. Der Rekord-Cupsieger aus Wien setzte sich im Burgenland gegen den tapferen Regionalligisten SV Oberwart 3:1 (1:0) durch. Nach kleineren Anlaufproblemen sorgten Treffer von Tomas Jun (45+1., 58.) und Marko Stankovic (60.) noch für klare Verhältnisse, für die Hausherren traf im Finish Daniel Seper (87.).

Veilchen kamen erst spät in Fahrt
Beim Pflichtspieldebüt von Neo-Trainer Peter Stöger stand Pascal Grünwald im Tor. Ob er oder Heinz Lindner kommende Woche beim Bundesliga-Auftakt die Nummer eins ist, ist aber noch offen. Bei strömendem Regen in Oberwart tat sich die Austria fast eine Spielhälfte lang schwer, entscheidende Akzente zu setzen.

Erst das Führungstor durch Jun nach Querpass von Markus Suttner sorgte für Erleichterung beim 27-fachen Cup-Triumphator. Das 2:0 (58.) war eine Kopie des ersten Tores, nach Hereingabe von Suttner war Jun zur Stelle. Der eingewechselte Stankovic stellte mit einem schönen Volleyschuss aus 16 Metern auf 3:0 (60.) und machte endgültig alles klar. Im Finish traf Seper aus kurzer Distanz zum Ehrentreffer für Oberwart (87.).

Einen 8:1-(5:0)-Kantersieg feierte Bundesliga-Aufsteiger WAC in Wien gegen SC Ostbahn XI. Eine Woche vor dem Oberhaus-Debüt fegten die Kärntner über den Regionalligisten hinweg und zeigten sich gut in Schuss.

Ried setzte sich in Kufstein mit 4:1 durch. Neuzugang Rene Gartler erzielte gegen den Regionalligisten aus Tirol einen Doppelpack, ein Tor resultierte aus einem Hand-Elfmeter.

Manuel Prietl sieht Gelb-Rot
Nach Gelb-Rot gegen Manuel Prietl spielten die Mattersburger nur mehr mit elf Mann
SVM gewann mit zehn Mann
Mehr Mühe hatte Mattersburg. Der Bundesligist feierte beim Regionalliga-Club DSV Leoben einen 3:1-(1:0)-Sieg, fixierte das Weiterkommen aber erst spät. Beim Stand von 0:1 - Patrick Bürger traf per Freistoß (38.) - schöpften die Hausherren nach dem Gelb-Rot-Ausschluss für den Mattersburger Manuel Prietl (48.) wieder Hoffnung. Gleich mit dem folgenden Angriff erzielten die Burgenländer aber durch Alois Höller das 2:0 (50.).

Mit einem Mann mehr gelang den immer offensiver werdenden Steirern dann nach einem schönen Konter und einem satten Schuss des jungen Neuzugangs Mario Giermair aber doch der Anschlusstreffer (64.) zum 1:2. In der Folge waren die Hausherren dank einiger sehr guter Chancen, darunter einem Stangenschuss von Markus Briza, dem Ausgleich näher als die Mattersburger der Entscheidung. Erst durch einen Konter und einen Treffer des eingewechselten Michael Mörz (90.) gelang dem Favoriten dann das dritte Tor.

Bad Vöslau setzt St. Pöltener Negativserie fort
Der SKN St. Pölten reiste nach Bad Vöslau, um seine schwarze Cup-Serie zu beenden. Stattdessen setzte es für den Erste-Liga-Club mit einem 0:1 (0:1) gegen den Landesligisten die nächste Blamage. Seit 2009 ist die Truppe aus der Landeshauptstadt somit schon zum vierten Mal in Serie gleich in Runde eins gescheitert. Einem 2:3 gegen BW Linz (Regionalliga Mitte), 0:1 gegen Vorwärts Steyr (OÖ Landesliga) und 2:3 gegen Götzendorf (NÖ Landesliga) folgte nun das Scheitern in Bad Vöslau.

Bad Vöslau
Bad Vöslau jubelt über den Triumph gegen St. Pölten
Die Überraschung perfekt machte Armin Paradeisz mit seinem Goldtor in der 28. Minute. Nach einem 35-Meter-Freistoß von Christian Wittmann an die Latte war Paradeisz per Kopf zur Stelle. St. Pölten musste vor 250 Zuschauern ab der 52. Minute in Unterzahl spielen, da Tormann Christoph Riegler nach einer Tätlichkeit die Rote Karte sah.

Bei Bad Vöslau freute sich ein cuperfahrener Trainer über die Überraschung. Die Gelb-Blauen werden von Wilhelm Kreuz betreut, unter dem 1991 der Zweitligist Stockerau sensationell das Finale gegen Rapid 2:1 gewann. Vor St. Pölten hatten sich mit Horn, Blau-Weiß Linz und der Vienna am Freitag bereits drei Erstligisten gleich in der Auftaktrunde aus dem Cup verabschiedet.

ÖFB-Cup, erste Runde:
Grün Weiß Micheldorf Wiener Viktoria 0:1
ASK Bad Vöslau SKN St. Pölten 1:0
SAK Klagenfurt TSV St. Johann/Pongau 1:2
SV Stegersbach SV Reutte 3:2 n.V.
SV Oberwart Austria Wien 1:3
SV Gaflenz SC Sollenau 1:2
DSV Leoben SV Mattersburg 1:3
SC Ostbahn XI WAC 1:8
LASK SV Spittal 7:0
SC Retz Austria Lustenau 1:7
SC Bregenz SV Kapfenberg 1:2
FC Kufstein SV Ried 1:4

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