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16.08.2012

Saisonvorschau

Der HSV greift mit neuem Konzept an

Thorsten Fink

Fink muss nicht viele neue Spieler in die Mannschaft integrieren (© Reuters)

Eine gefühlte Ewigkeit wartet der Hamburger SV auf den Gewinn der deutschen Meisterschaft. Statt im Spitzenfeld findet man den Traditionsverein in den letzten Jahren zusehends im Mittelfeld oder sogar in Nähe der Abstiegsränge wieder. Für die neue Saison warfen die Norddeutschen mal wieder ihr Konzept über den Haufen und wollen nun mit Kontinuität zurück zu alter Stärke finden.

Während die Hamburger in den letzten Transferzeiten immer wieder viel Geld in die Hand nahmen um den Kader umzukrempeln, war dieses Verhalten in diesem Sommer bisher nicht zu erkennen. Nur drei Spieler lotste Sportdirektor Frank Arnesen bisher in die Hansestadt, unter anderem ÖFB-Legionär Paul Scharner. Der Niederösterreicher war der Wunschkandidat von Trainer Fink und kommt ablösefrei aus der englischen Premier League.

Ebenfalls keine Ablösesumme musste der HSV für Torhüter Rene Adler und Flügelflitzer Maximilian Beister, der die letzten beiden Jahre für Fortuna Düsseldorf kickte, zahlen. Allerdings ist davon auszugehen, dass Deutschlands ehemalige Nummer eins ein saftiges Handgeld kassierte und der Fünfjahresvertrag zudem hochdotiert sein dürfte – ein happiges Paket für einen verletzungsanfälligen 27-Jährigen.

Viel verspricht man sich auch von Artjoms Rudnevs, der im Angriff die Abgänge von Petric und Guerrero vergessen machen soll. Der Lette hat aber – genauso wie Sturmkollege Berg – noch Ladehemmung und fühlt sich in Hamburg noch nicht heimisch.

Anstatt der Vorstellung prominenter Ex-Stars als neue Spieler stand bei den Rothosen im Sommer daher ein ganz anderes Objekt im Mittelpunkt. Mit dem „HSV-Campus“ stellten die Hanseaten ein neues 12,5 Millionen Euro schweres Nachwuchs-Projekt vor, das die Basis für den Philosophiewechsel sein soll. Was als strategischer Meilenstein für die Zukunft des Vereins verkauft wurde, wirft aber vor allem ein Problem auf. Man ist zu spät, denn Klubs wie Dortmund oder Mainz investierten bereits vor Jahren in die Infrastruktur ihrer Jugendbereiche.

Einen ausführlichen Bericht lesen Sie auf abseits.at.

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