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27.08.2012

Videos: So wild war Saloniki

Rapid zittert: Bringt PAOK Serben-Hooligans mit?

Polizisten in Saloniki

Die Polizisten machten nicht den Eindruck, als wollten sie den Rapid-Fans helfen. (© GEPA pictures)

Nach den Fan-Krawallen beim Europa-League-Auswärtsspiel von Rapid bei PAOK Saloniki hat die Europäische Fußball-Union das Disziplinarverfahren gegen Österreichs aktuellen Vizemeister hinter verschlossenen Türen eröffnet. Jetzt wird auf das Ergebnis und die Bekanntgabe der Strafe gewartet. Derweil steigt, auch wegen Serben, die Angst vor neuerlichen Krawallen im Rückspiel.

Die Hütteldorfer haben Montagmittag ihre Stellungnahmen und Beweismittel bei der Disziplinarkanzlei eingereicht. Jetzt heißt es "Bitte Warten". Die Disziplinarkommission behandelt den "Fall Rapid" als einen von mehreren Punkten auf der Tagesordnung.

Da im UEFA-Hauptquartier in Nyon eine Informationssperre herrscht und keine Infos nach außen dringen, müssen sowohl Rapid, als auch PAOK auf einen Output ihrer Faxgeräte warten. Die Entscheidung dürfte wohl erst in der Nacht oder überhaupt erst am Dienstag publiziert werden.

Seit Sonntag ist klar, dass beide Vereine mit sehr harten Strafen rechnen müssen. Von einem Geisterspiel bis zur Zahlung von maximal 75.000 Euro reicht der Rahmen, gegen den aber beidseitig Berufung eingelegt werden kann. Aus diesem Grund wird das Playoff-Rückspiel am kommenden Donnerstag im Hanappi-Stadion in jedem Fall vor Publikum stattfinden.

Im schlimmsten Fall droht Rapid ein Ausschluss aus allen europäischen Bewerben für ein Jahr plus Bewährung auf drei Jahre. Daran will aber bei Grün-Weiß niemand denken.

Kommt PAOK mit Partizan-Hooligans als Rache?
Die Wiener Polizei richtet sich bereits auf einen "heißen Abend" ein, wenn Rapid im Rückspiel der Europa-League-Qualifikation um den Aufstieg kämpft. Die Hauptsorge dabei: Die Anhänger der griechischen Mannschaft sicher ins Stadion zu geleiten und wieder hinaus. Dass von griechischer Seite der Teil der Fans kommt, der sich mit den Schlachtenbummlern Rapids am vergangenen Donnerstag heftige Auseinandersetzungen geliefert hat, wird aus wirtschaftlichen Gründen eher bezweifelt.

Die Sicherheitsvorkehrungen werden noch größer als bei einem Derby zwischen Rapid und Austria. Allerdings muss die Exekutive für konkrete Planungen ebenfalls abwarten, welche Sanktionen die UEFA gegen die Mannschaften verhängt. Vonseiten der Griechen erwarten die Sicherheitskräfte, dass vor allem die Familienfans kommen werden.

Nach Informationen der APA ist bis dato lediglich ein Bus aus Saloniki angekündigt. Allerdings bliebt abzuwarten, ob Fans von Partizan Belgrad zu dem Spiel nach Wien kommen. Bei PAOK Saloniki besteht eine Fanfreundschaft mit den Serben. Beim Hinspiel kam es vor allem wegen der Rapid-Fanfreundschaft zu PAOK-Erzrivale Panathinaikos Athen zu den heftigen Szenen.

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