ÖFB-Präsident Windtner Fußball

WM-Teilnahme Wunsch, aber keine Pflicht

Leo Windtner

Leo Windtner sprach am Montag zur Nationalmannschaft

Leo Windtner

Leo Windtner sprach am Montag zur Nationalmannschaft

ÖFB-Chef Leo Windtner wünscht sich vom Nationalteam den zweiten Gruppenplatz in der WM-Qualifikation. Er stärkte Teamchef Marcel Koller aber auch in Hinblick auf ein mögliches Scheitern den Rücken. Eine erfolgreiche Qualifikation für das Turnier in Brasilien fordere er aber nicht, erst die Teilnahme an der EM 2016 sei ein Muss.

Am Montagabend "knöpfte" sich Windtner die Mannschaft vor und schwor diese auf die beginnende WM-Qualifikation ein. In seiner Ansprache forderte der Oberösterreicher von den Teamspielern unter anderem, ihre Egos hintanzustellen und gemeinsam auf das große Ziel hinzuarbeiten.

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"Jeder muss sich der Mannschaft unterordnen"
"Ich habe ihnen gesagt, dass mit dem Qualifikationsstart eine neue Epoche im Nationalteam beginnt und dass man jetzt alle Kräfte bündeln muss. Wir sind von der Qualität der Einzelspieler gut aufgestellt, die Teambetreuung läuft gut. Jetzt müssen aus Einzelkämpfern Teamkämpfer werden, jeder muss sich der Mannschaft unterordnen", erklärte Windtner. Das klingt nach einem abschließenden Seitenhieb in Richtung des aussortierten Paul Scharner.

Bei der Vorgabe für die beginnende Qualifikation war Windtner dann aber weniger streng und stärkte den Teamspielern den Rücken. Trotz der möglicherweise besten ÖFB-Auswahl seit Jahren könne man angesichts der hochkarätigen Gruppengegner Deutschland, Schweden und Irland keine WM-Teilnahme fordern, so Windtner.

EM 2016: "Teilnahme ein Muss"
"Aber es ist unser Wunschziel, Zweiter zu werden. Wir wissen, dass es sehr schwierig wird, doch es wäre vollkommen verfehlt, sich dieses Ziel nicht zu setzen." Erst bei der EM 2016 in Frankreich, wenn 24 europäische Teams an den Start gehen, ist die erfolgreiche Qualifikation eine klare Vorgabe. "Dort ist die Teilnahme ein Muss", betonte Windtner mit dem Hintergedanken, dass die aktuelle Mannschaft ihren Zenit erst in fünf Jahren erreicht haben könnte.

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"Das bedeutet aber nicht, dass man sich auf den seit Jahren gepflegten Usus einlassen soll, dass die Mannschaft noch Zeit braucht. Unsere Mannschaft befindet sich derzeit in einer Phase, in der viele Spieler noch jung sind, aber der Leistungshorizont gewaltig ausgebaut ist. Daher wird auch erwartet, dass wir Resultate bringen."

Windtner schon mit guter Leistung gegen DFB zufrieden
Geht es nach dem Geschmack von Windtner, dann sollte das erste positive Resultat bereits gegen die DFB-Auswahl gelingen. "Viele sehnen sich nach dem großen Coup gegen die Deutschen, ein Sieg wäre auch schön. Aber das Wichtigste ist, mit einer guten Leistung zu starten und unser Leistungsniveau von Spiel zu Spiel zu steigern. Die WM-Qualifikation ist nicht gescheitert, wenn wir verlieren, aber auch nicht für uns gelaufen, wenn wir gewinnen", betonte der Oberösterreicher.

Als einen entscheidenden Faktor für künftige Erfolge sieht Windtner die Kontinuität im Trainerteam - deshalb bekam Nationaltrainer Marcel Koller schon vorab den Rücken gestärkt. "Wir werden nicht nach irgendeinem Rückschlag sofort wieder eine Diskussion starten", sagte der ÖFB-Präsident.


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