Dynamo statt Red Bull Fußball

Jantscher wechselt leihweise nach Moskau

Jantscher wechselt leihweise nach Moskau

Jakob Jantscher ist Neo-Russland-Legionär (© Reuters)

Jantscher
Jakob Jantscher ist Neo-Russland-Legionär
Der Transferpoker um Jakob Jantscher ist beendet. Der ÖFB-Teamspieler und "Spieler der Saison" in der Bundesliga wechselt für ein Jahr von Salzburg zu Dynamo Moskau.

Jakob Jantscher blickt spannenderen Zeiten entgegen. Am 11. September gastiert Deutschland in Wien. Außerdem darf sich der 23-jährige Steirer künftig auf einer etwas größeren Fußball-Bühne beweisen. Der 23-Jährige spielt ab sofort für Dynamo Moskau in der russischen Premier League.

"Ich habe einige stressige Tage hinter mir und bin jetzt sehr froh, dass der Transfer über die Bühne gegangen ist", erklärte Jantscher. Die Russen hatten bereits vor einem Jahr und im vergangenen Winter Interesse an dem Flügelspieler gezeigt. "Sie haben mich schon öfters beobachtet, und der Trainer wollte mich haben. Das ist sehr wichtig für mich."

"Ein nächster guter Schritt"
Für den Steirer ist der Transfer ins Land des WM-2018-Ausrichters eine weitere Etappe in seinem Entwicklungsprozess. "Ich glaube, das ist ein nächster guter Schritt. Ich hatte immer den Wunsch, ins Ausland zu gehen. Jetzt freue ich mich sehr auf ein neues Land, eine gute Liga, eine neue Kultur und eine neue Mannschaft. Ich hoffe, dass ich mich relativ schnell in Moskau und im Club zurechtfinde", sagte Jantscher.

Der Klub besitzt auch eine Kaufoption auf den Offensivmann. Der Kontakt mit Dynamo wurde in der Vorwoche hergestellt. In Russland endete die Transferzeit am (heutigen) Donnerstag.

"Verein steht derzeit nicht gut da"
Jantscher soll Dynamo aus der Krise führen: "Der Verein steht derzeit nicht gut da, aber ich hoffe, wir können das ändern." Der Club aus Moskau rangiert nach sieben Runden bei nur einem Sieg am Tabellenende. Unter dem erst Mitte August verpflichteten Rumänen Dan Petrescu als Trainer soll es aber bergauf gehen. Der elffache sowjetische Meister ist der älteste Fußballclub Russlands (Gründungsjahr 1923) und stieg in seiner Vereinsgeschichte noch nie aus der höchsten Spielklasse ab.

Jantscher sorgt eineinhalb Jahre nach Martin Stranzl somit wieder für einen rot-weiß-roten Beitrag im WM-Gastgeberland von 2018. Der Burgenländer stand bis Ende 2010 bei Spartak Moskau unter Vertrag. Der Umstieg von der Ganzjahresmeisterschaft zum westeuropäischen Liga-Format erfolgte in Russland erst in diesem Jahr.

Kevin Kuranyi
Kevin Kuranyi (links) ist der prominenteste Kollege
Kuranyi und Schildenfeld neue Kollegen
In der vergangenen Saison erreichte Dynamo noch Platz vier und qualifizierte sich damit für die Europa League. Dort kam im Play-off gegen den VfB Stuttgart das Aus. Bekanntester Spieler der Russen ist in Österreich wohl der ehemalige deutsche Teamstürmer Kevin Kuranyi, mit dem Kroaten Gordon Schildenfeld spielt auch ein Ex-Verteidiger von Sturm Graz seit Sommer bei den Blauweißen.

Salzburg geht mit Jantscher ein Schlüsselspieler der Meistersaison verloren. Der Steirer war mit 14 Treffern in der vergangenen Saison maßgeblich am Meistertitel der Salzburger beteiligt. Unter Moniz-Nachfolger Roger Schmidt saß der zehnfache Teamspieler zuletzt aber vermehrt auf der Ersatzbank. Dass er mit dieser Rolle nicht unbedingt zufrieden war, war nicht zu übersehen. In der laufenden Saison erzielte er bei sieben Einsätzen ein Tor. Bei den Mozarstädtern hat der 2010 von Sturm Graz geholte Spieler noch einen laufenden Vertrag bis Sommer 2014.


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