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14.09.2012

Keine Fans gegen Rosenborg

UEFA bestätigte Urteil: Geisterspiel für Rapid!

Bleiben die knapp 50.000 Sitze im ersten EL-Spiel leer?

Bleiben die knapp 50.000 Sitze im ersten EL-Spiel leer? (© Florian Bauer)

Es bleibt dabei: Rapid muss das nächste Spiel der Europa League nach den Ausschreitungen von Thessaloniki unter Ausschluss der Öffentlichkeit vor leeren Zuschauerrängen spielen. Die UEFA hat ihr Ersturteil bestätigt.

Rapid-Präsident Rudolf Edlinger hatte mit einer kleinen Delegation und Videobeweisen noch am Vormittag in einer zweieinhalbstündigen Verhandlung versucht, eine mildere Strafe im Berufungsverfahren beim Fußball-Europaverband UEFA in Nyon zu erwirken. Doch die 75.000 Euro Geldstrafe und das Geisterspiel bleiben fix. Rapid hat am Freitagnachmittag entschieden, keine weiteren Rechtsmittel mehr auszuschöpfen. Für die Wiener wäre ja noch der Gang zum Internationalen Sportsgerichtshof (CAS) in Lausanne möglich gewesen.

"Nach internen Beratungen und der Konsultierung zahlreicher externer Experten wird davon aber abgesehen, da dieser Weg lediglich weitere hohe Kosten für den SK Rapid entstehen lassen würde und keinerlei Aussichten auf Milderung der Höhe der Strafe bestehen", hieß es in einer Aussendung.

Damit werden im ersten Gruppenspiel der Europa League kommenden Donnerstag gegen Rosenborg Trondheim aus Norwegen keine Fans im weiten Happel-Stadion zu finden sein.

+++So kämpfte Rapid gegen das Geisterspiel+++

Edlinger: "Ein schwerer Schlag"
Rapid wurde im Detail wegen Sachbeschädigungen und vor allem aufgrund des Zündens und Werfens von Gegenständen und Feuerwerkskörpern verurteilt. Im Wiederholungsfall (Bewährung auf drei Jahre) droht in den nächsten fünf Jahren sogar der Ausschluss aus einem internationalen Bewerb.

"Die Entscheidung ist ein schwerer Schlag für uns", sagte Rudolf Edlinger nach der Bestätigung des Urteils. "Wir haben alles versucht, um eine Milderung der Strafe zu erreichen und unserer Mannschaft, sowie unseren Fans, drei Spiele in einem vollen Happel-Stadion zu ermöglichen. Leider blieben die Verantwortungsträger der UEFA bei ihrer für uns harten Entscheidung. Aber die UEFA kennt gerade beim Missbrauch von Pyrotechnik keine Gnade und hat wegen des Gefährdungspotentials auch in vollem Ausmaß gestraft."

Rosenborg-Tickets werden Sammlerstücke
20.700 Rapid-Anhänger hatten sich bereits im geschützten Vorverkauf mit Dreierabos für alle drei Heimspiele ausgestattet. Die Tickets für Rosenborg werden ihren Wert unter Sammlern nun wohl vervielfachen. Sie wurden nämlich ausgestellt, sind aber nie gültig. Die betroffenen Fans werden mit Fanshop-Gutscheinen entschädigt. Ab Samstag gibt es somit nur mehr Zweier-Abos für die Heimspiele gegen Metalist Charkiw und Bayer Leverkusen zu kaufen.

Der finanzielle Schaden ist für die Grün-Weißen, über die eigentliche UEFA-Strafe und den damit fehlenden Heimvorteil hinaus, enorm. Rund eine Million Euro kostet ein Match ohne Zuschauern, weil die Einnahmen aus Tickets, Gastronomie und Merchandising fehlen.

Im Sommer 2010 musste Rapid-Lokalrivale Austria gegen Siroki Brijeg ein Geisterspiel absolvieren, weil Austria-Fans im letzten Europa League-Gruppenspiel gegen Athletic Bilbao den Platz stürmten. Rapid spielte zuletzt - in Folge des Derby-Platzsturms - im Juli 2011 gegen die Admira vor leeren Rängen.

Verwirrung um Fan-Ausschluss
Klargestellt hat Rapid auf seiner Homepage auch Beschwerden zum Ausschluss der beiden Fangruppen, die an den Randalen von Saloniki maßgeblich beteiligt gewesen sind. "Da es sich im speziellen Fall um zwei nie als "offizielle Fanklubs" geführte Gruppierungen handelt, liegen dem Klub keine genauen Mitgliederdaten vor. Ausgeschlossen werden daher selbstverständlich auch nur diejenigen Personen, die in der Vergangenheit – und das betrifft nicht nur das Match in Thessaloniki – dem Verein massiven Schaden zugefügt haben."

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