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18.09.2012

Rapid vs. Rosenborg

Wien, eine Stadt der Geisterspiele

Der Europa-League-Auftakt Rapids gegen Rosenborg Trondheim muss am Donnerstag laut UEFA-Urteil ohne Zuschauer über die Bühne gehen. Funktionäre und Journalisten eingerechtet werden gerade einmal ein paar hundert Leute Einlass zum Geisterspiel finden. Heute.at hat Bilder der jüngsten Matches ohne Fans!

So schmerzhaft das für Rapid auch sein mag, ein völliges Novum sind die Geisterspiele nicht. Alleine in Wien fanden zwischen 2005 und 2012 gleich drei statt, jenes gegen Rosenborg ist nun das Vierte.

Doch auch schon vor längerer Zeit gab es nach Vorfällen Spiele ohne Fans. Bereits im Herbst 1971 ließen es die Hütteldorfer Fans im Wiener Prater "geistern". Zum UEFA-Cup-Achtelfinalspiel gegen Juventus Turin (0:1) kamen sage und schreibe 623 Zuschauer. Das Praterstadion hatte damals vor so manchem Umbau sogar Platz für 72.000 Fans.

Die "Arbeiterzeitung" monierte damals: "Das war eine trostlose Kulisse im gespenstisch leeren Praterstadion: Ein paar Hundert Unentwegte und eine nur zu zwei Dritteln eingeschaltete Beleuchtung. Vor der geringsten Zuschauermenge, die je bei einem internationalen Pokalspiel in Wien gezählt wurde, verlor Rapid mit 0:1." Es gab damals gegen Juventus Sanktionen gegen Fans, weshalb diese einfach zu Hause blieben.

Deni Alar zuversichtlich
Zurück zur Gegenwart: Deni Alar, der gleich in seinem ersten Pflichtmatch für Rapid Erfahrung mit einem Geisterspiel gemacht hatte - beim 2:0 der Hütteldorfer in der ersten Bundesliga-Runde der Vorsaison gegen die Admira im leeren Hanappi-Stadion - ist trotz leerem Stadion zuversichtlich, was einen Sieg gegen Rosenborg angeht. "Leider muss ich so etwas schon zum zweiten Mal miterleben", meinte der Angreifer.

Mit der bizarren Stimmung im leeren 50.000er-Stadion wird die Mannschaft aber zurechtkommen, prophezeite Alar. "Am Anfang kommt es einem wie ein Freundschaftsspiel vor. Man muss sich eben selbst motivieren."

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