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19.09.2012

Keine Fans vor Stadion erlaubt

Bannmeile: UEFA sperrt Rapid-"Ghostbusters" aus

Geisterspiele Österreich

Das Geisterspiel Rapid-Rosenborg steigt am Donnerstag im Happel-Stadion. Der Schaden für den Klub: rund 700.000 Euro und kein echter Heimvorteil. Die Fans müssen fern bleiben. (© APA)

Wie im Fall des letzten internationalen Geisterspiels in Österreich, Austria gegen Brijeg im Juli 2010, hat der europäische Fußballverband UEFA auch für Rapid-Rosenborg nicht nur das Stadion an sich, sondern auch den Bereich davor zur Sperrzone für Fans erklärt. Der Klub ist aufgefordert, rund um das weitläufige Happel-Oval eine kostenintensive Bannmeile zu errichten.

Das Vorhaben der Rapid-Fans, die Mannschaft trotz UEFA-Strafe und Geisterspiel gegen Rosenborg Trondheim zum Auftakt der Europ-League-Gruppenphase zu unterstützen, war rasch gefasst. Die organisierten Fanklubs sollten als "Ghostbusters" vor dem Stadion Stimmung machen. Die Mannschaft hätte dies auf dem Feld im Inneren bestimmt mitbekommen.

Doch wie auf der "Ultras Rapid"-Homepage zu lesen ist, wird rund um das Stadion eine Bannmeile errichtet, "die in etwa bei den großen Betonbällen bei der U-Bahnstation 'Stadion' endet."

Der Bereich auf der anderen Stadionseite nahe der Hauptallee rund um die Sektoren A, E und F und die Trainingsplätze wird großflächig abgesperrt. "Ordnerdienst und Polizei werden diese Gebiete überwachen und Angehörige der UEFA werden darauf schauen, dass es zu keinerlei Vorfällen vor dem Stadion kommt", heißt es weiter.

Letztes Training auch ohne Fans
Auch ein Besuch des Abschlusstrainings ist nicht möglich. Dieses findet Mittwochabend unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Deshalb werden sich auch die "Ultras" das Spiel in der vom Klub organisierten Public-Viewing-Fanzone im Hanappi-Stadion ansehen.

Um dem SK Rapid nach dem Geisterspiel keinen weiteren Schaden zuzufügen, bittet der mächtigste Rapid-Fanklub auf seiner Internetseite, "dass alle diesem Aufruf folgen und sich nicht auf eigene Faust in irgendwelche Abenteuer beim Happel-Stadion stürzen. Wenn es irgendeine leiwande Möglichkeit gegeben hätte, der Mannschaft zu zeigen, dass wir trotz Geisterspiel da sind, glaubt uns, dann hätten wir sie genützt."

Vor dem Duell mit Rosenborg Trondheim spricht zumindest die Statistik für Rapid. Von den bisherigen acht Europacup-K.o.-Duellen mit norwegischen Vereinen setzten sich sechsmal die österreichischen Vertreter durch. Von 1995 bis 2007 brachte es Rosenborg auf nicht weniger als elf Champions-League-Teilnahmen, 1996/97 gelang dem 22-fachen norwegischen Meister sogar der Vorstoß ins Viertelfinale.

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