Auf die Tribüne verbannt Fußball

"Der Kühbauer ist und bleibt der Oasch"

"Der Kühbauer ist und bleibt der Oasch"

Der Mann in Schwarz sitzt auf dem Platz immer am längeren Ast. (© APA)

FC ADMIRA WACKER M…DLING - SV MATTERSBURG
Der Mann in Schwarz sitzt auf dem Platz immer am längeren Ast.
Dem Admira-Coach Didi Kühbauer hat schon während seiner Zeit als aktiver Kicker der Ruf angehaftet, ein "Häferl", also jemand der leicht reizbar ist, zu sein. Seit dem 5:1 seiner Admira gegen Mattersburg am Samstag wissen wir auch, dass er "ein Oasch" ist. Das hat er nämlich über sich selbst gesagt, als er bei der Pressekonferenz nach dem Spiel explodiert ist. Der Grund: Schiedsrichter Grobelnik hatte ihn schon in der 14. Minute auf die Tribüne geschickt.

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Kühbauer hatte anscheinend die "Scheibenwischer"-Geste in Richtung Grobelnik getätigt, auch wenn das nicht sicher ist. Im Zuge der darauffolgenden Diskussion wurde der 41-jährige Ex-Internationale auf die Tribüne geschickt. Damit er dort nicht ganz alleine sein musste, schickte der Unparteiische Manfred Nastl, Kühbauers Assistenten, gleich mit. Von dort aus mussten beide zuerst den Ausgleich (die Admira lag ab Minute 2 mit 1:0 voran) der Mattersburger mitansehen, danach spielten die Südstädter die Partie mehr als souverän mit 5:1 nach Hause.

Bei der anschließenden Pressekonferenz platzte Kühbauer allerdings nocheinmal der Kragen.Vor den versammelten Medienvertretern sah er sich als ein junger Trainer, der von den Schiedsrichtern nicht ernst genommen wird. "Dauernd glauben die, sie müssen mir erklären, wie das hier funktioniert. Die bringen mir null Respekt entgegen seit ich Trainer bin. Der Kühbauer ist und bleibt der Oasch", brüllte er in Raum hinein. Ein Handy-Film fand kurz danach seinen Weg auf Youtube.

Ich habe fertig
Kühbauer fragte die Journalisten noch, ob sie alles notiert hätten und vergleicht sich beim Abgang mit Giovanni Trapattoni und dessen legendäre Pressekonferenz ("Flasche leer"). Etwas abgekühlt sagte er dann über seinen Platzverweis: Zu seiner Verbannung auf die Tribüne: "Schiedsrichter Grobelnik hat zu mir gesagt, dass er Respekt haben möchte. Ich habe in einem ganz normalen Ton geantwortet, dass das in Ordnung geht, ich aber auch Respekt für mich und meine Spieler erwarte. Dann hat er mich auf die Tribüne verwiesen. Ich fühle mich langsam gefrotzelt von den Schiedsrichtern."

Grobelnik rechtfertigt den Platzverweis folgendermaßen: "Er fordert auch von mir Respekt. Ich will mit ihm reden, aber er dreht sich nur um und geht weg". Es steht also Aussage gegen Aussage. Eines ist gewiss - das war mit Sicherheit nicht das letzte Kapitel "Didi Kühbauer vs. Schiedsrichter".

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