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17.10.2012
Man of the Match
Kuschelbär Alaba riss ganz Österreich mit
"Sex on the beach" - die bärenstarken Marko Arnautovic und David Alaba freuten sich im Sandkasten des Happel-Stadions. (© GEPA)
Alaba krönte sein glanzvolles Comeback nach fast dreimonatiger Verletzungspause neben den Assists mit seinem ersten Treffer im A-Team. Beim enttäuschenden 0:0 am letzten Freitag in Astana war er noch nicht im Kader gestanden. Nach Rücksprache mit Bayern-Trainer Jupp Heynckes nominierte ihn Teamchef Marcel Koller aber für das "Rückspiel" nach und bekam dieses Vertrauen mehr als zurück gezahlt.
Erstes Pflichtspiel seit 12. Mai
Alaba agierte als Denker und Lenker im zentralen Mittelfeld, so als wäre er nie weg gewesen und riss das ganze Team, beinahe die ganze Nation mit seinem jugendlichen Elan, Lächeln und Esprit mit. Dabei hatte er seit dem deutschen Cupfinale gegen Dortmund am 12. Mai kein Pflichtspiel mehr bestritten, stieg erst vor zwei Wochen in München wieder ins Mannschaftstraining ein. Für David Alaba - zumindest nach außen hin - eine nicht existierende Hürde.
Alaba drückte dem Spiel seinen Stempel auf, zeigte Übersicht und präsentierte sich vor allem für die Kreativabteilung als Bereicherung. Zweimal zirkelte er Flanken aus dem Halbfeld mit links perfekt auf den Kopf von Marc Janko, der jeweils per Kopf einnetzte. Dazu traf der Bayern-Profi vor der Pause mit einem Volley aus mehr als 20 Metern die Stange.
+++4:0 gegen Kasachstan: Alaba als Erfolgsrezept+++
+++Nach 0:4-Rückstand holt Schweden in Deutschland noch Remis+++
"Bin am Platz einfach nur glücklich"
Die Krönung des Comebacks: Alaba setzte sich nach Hereingabe von Arnautovic im Strafraum durch, durfte danach mit dem Bremer in der Weitsprunggrube des Ernst-Happel-Stadion seinen ersten Treffer im Nationalteam bejubeln. "Ein großes Lob an die Mannschaft, die voll und ganz hinter mir gestanden ist. Sie hat mir überall geholfen", erklärte Alaba nach dem Match. "Ich war einfach glücklich, auf dem Platz stehen zu dürfen."
Tanz den Alabautovic? Oder doch den Arnautaba? (© GEPA pictures)
Ohne seinen Elan im Mittelfeld hatte das ÖFB-Team in zwei Pflichtspielen gegen Deutschland (1:2) und Kasachstan (0:0) allerdings nur einen Punkt geholt. Im Nachhinein gleicht das jedoch einer Milchmädchenrechnung.
"David Alaba ist der Mann des Spiels"
Die Mitspieler herzten umarmten Alaba jedenfalls und bestätigten, dass seine Energie und Spielfreude unersetzlich sind. Das unterstrich Doppelorschütze Marc Janko. "Jeder Doppelpack ist schön. Es war es aber viel wichtiger für uns und Österreich, dass wir wieder zurück in der Spur sind. Der Mann des Spiels ist deshalb eindeutig David Alaba. Ein großes Kompliment an ihn. Wir freuen uns sehr, dass er wieder dabei ist."
Ein Lob, welches Alaba zurück geben musste, weil Starallüren nicht das Seine sind. "Neben der Mannschaft muss ich mich auch beim Trainer für sein Vertrauen bedanken."
Jetzt darf David auch wieder bei den Bayern ran
Überzeugt hat der Österreicher mit seinem Auftritt auch seinen Bayern-Trainer Jupp Heynckes. Er wird ihn laut deutschen Medien am Samstag auswärts gegen Fortuna Düsseldorf als Linksverteidiger in der Startformation aufbieten, dafür muss mit Jerome Boateng ein deutscher Teamspieler auf die Ersatzbank. Alaba dazu: "Ich werde versuchen, im Training mein Bestes zu geben, aufzuzeigen und auf meine Chance zu warten."
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