Rapid gegen Leverkusen Fußball

Schöttel vertraut auf "Spion" Ivanschitz

Schöttel vertraut auf "Spion" Ivanschitz

Peter Schöttel fordert von seiner Mannschaft eine sportliche Antwort auf die Derby-Pleite (© APA)

Peter Schöttel
Peter Schöttel fordert von seiner Mannschaft eine sportliche Antwort auf die Derby-Pleite
Am Donnerstag will sich Rapid im dritten Spiel der Gruppenphase der Europa League gegen Bayer Leverkusen rehabilitieren (ab 19 Uhr im Live-Ticker). Zum einen wollen die Hütteldorfer nach zwei Niederlagen endlich anschreiben, zum anderen soll die peinliche Derby-Vorstellung aus den Köpfen der Fans verblasen werden. Dazu holte sich Rapid-Coach Peter Schöttel Hilfe von Andreas Ivanschitz.

Andreas Ivanschitz
Ivanschitz gab Schöttel Tipps
Der ehemalige Rapidler, der nach seinem Wechsel zu Salzburg bei einem Teil der Hütteldorfer Fans in Ungnade gefallen war, erreichte am Samstag mit Mainz ein 2:2 gegen Leverkusen. "Er hat im Großen und Ganzen unseren Wissensstand bestätigt, aber uns auch darauf hingewiesen, was Mainz gegen Leverkusen unternommen hat. Hoffentlich wird uns das nützen", meinte Schöttel.

Bayer-Coach warnt vor Wiener Hexenkessel
Der Übungsleiter des Rekordmeisters zeigte sich beeindruckt von der Spielanlage der Deutschen. Leverkusen spielt mit extrem offensiven Außenverteidigern, drei zentralen Mittelfeldspielern und zwei "Zehnern". Vorsichtig müssen die Grün-Weißen vor allem bei den schnell vorgetragenen Angriffen und bei Standards sein. Schöttel hofft, dass das Publikum seine Elf antreiben wird.

Das Match ist allerdings bislang noch nicht ausverkauft. 42.600 Tickets gingen bisher über den Verkaufstisch. Die Atmosphäre bei Rapid-Spielen hat sich bereits bis nach Deutschland herumgesprochen. "Die Rapid-Fans sind sehr fanatisch. Das wird eine besondere und enge Kiste", glaubt Bayer-Cheftrainer Sascha Lewandowski. "Man muss wissen, dass es auch ein Duell Österreich gegen Deutschland ist."

Leverkusen nur mit 15 Spielern angereist
Sascha Lewandowski
Lewandowski nimmt das Duell mit Rapid nicht auf die leichte Schulter
Ähnliches erwartet auch Leverkusen-Teamchef Sami Hyypiä: "Die Rapid-Spieler werden sicher voll motiviert in das Spiel gehen, wir müssen dagegenhalten. Aber wir sind gekommen, um zu gewinnen." Möglicherweise werden aber einige Stammspieler in Hinsicht auf den kommenden Liga-Schlager gegen Bayern München geschont werden. Zudem ist die Werkself von Verletzungssorgen geplagt und reiste mit nur 15 Spielern nach Wien.

Nicht nur das ist Rapids Chance, sondern auch, dass Leverkusen sein Spiel bislang kaum über die 90 Minuten durchziehen konnte. "Es fehlt aber noch die Konsequenz. Wir dürfen nicht nur über 45, 50 oder 60 Minuten gut spielen, sondern müssen es über 90 Minuten schaffen", so Lewandowski. Auf die leichte Schulter nimmt Leverkusen die Partie aber nicht. "Wir dürfen das Ganze nicht unterschätzen, müssen mit Tatendrang und Konzentration über 90 Minuten spielen", mahnte nach Sportdirektor Rudi Völler ("Heute.at" berichtete) auch DFB-Nationalspieler Andre Schürrle.

Schöttel: "Sehe dieses Match nicht als letzte Chance"
Steffen Hofmann beim Training mit einer Spezialbrille. Heute fehlt der Rapid-Kapitän aber noch.
Hofmann mit Spezialbrille
Leverkusen hat im Gegensatz zu Rapid den Aufstieg ins Sechzehntelfinale aber fix eingeplant. Die Grün-Weißen stehen nach zwei Niederlagen praktisch mit dem Rücken zur Wand. "Ich sehe dieses Match nicht als letzte Chance, die Gruppe zu überstehen, sondern dass die Mannschaft ein ganz anderes Gesicht als gegen die Austria zeigt", so Schöttel. "Wir können dieses Match nicht mehr gutmachen, aber wir wollen uns gegen Leverkusen von einer anderen Seite präsentieren."

Der Rapid-Trainer wird deshalb rotieren. Steffen Hofmann ist aber trotz Spezialbrille nicht einsatzbereit und Guido Burgstaller ist wegen seines Frustfouls in Charkiw gesperrt. "Dafür bin ich ihm noch immer böse, er wäre gerade gegen Leverkusen sehr wichtig gewesen", meinte Schöttel. "Dennoch haben wir unsere Möglichkeiten. Wir stehen nach zwei Spielen ohne Punkt da, jetzt wollen wir unbedingt anschreiben."

Mögliche Aufstellungen

Rapid: Königshofer - Schimpelsberger, Sonnleitner, Gerson, Katzer - Heikkinen, Ildiz - Trimmel, Prager, Drazan - Alar
Ersatz: Novota - Pichler, Schrammel, Kulovits, Schaub, Grozurek, Boyd
Es fehlen: Hofmann (Augenverletzung), Burgstaller (gesperrt)

Leverkusen: Leno - Carvajal, Wollscheid, Toprak, Hosogai - L. Bender, Rolfes, Castro - Bellarabi/Junior Fernandes, Schürrle - Kießling
Ersatz: Rensing - Schwaab, M. Friedrich, Kadlec, Hegeler, Aydin, Kohr
Es fehlen: Sam (rekonvaleszent), Reinartz (Adduktorenverletzung), Renato Augusto (Knieprobleme)

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1 Kommentar
skyrider Veteran (872)

Antworten Link Melden 0 am 25.10.2012 22:49

Informant und zu-Informierender aneinander vorbei gesprochen zu haben, oder es hat der zu-Informierende nicht zugehört! Oder - es war der deutsche Handy-Anbieter mit dem österreichischen nicht kompatibel! Jedenfalls: Wer das Spiel vom Anfang bis zum bitteren Ende gesehen hat, konnte zu keinem anderen Schluß kommen! Einzige Möglichkeit, die sich noch anbieten würde: Ob Herr Schöttel zu seiner Mannschaft etwas sagt - oder ob am Brunnen vor dem Tore, die Linde rauscht . . . ist eine Ebene: Nämlich eine erfoglose!

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